2nd New Music Friday: November

Guten Tag!

Der zweite New Music Friday des Novembers ist durch. Diesmal nicht ganz so viel, wie in der letzten Woche, trotzdem erwähnenswert.

Viel Spaß damit und bis bald!

Die Quelle der Fake-News

Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass es zwei Arten von Berichterstattungen gibt: Journalismus und Hetzerei. Journalismus recherchiert, prüft, ermittelt, berät, informiert und erklärt. Hetzerei zielt grundsätzlich auf etwas ab. Hetzerei setzt sich nicht auseinander, sondern möchte eine Botschaft vermitteln oder einen bestimmten Knopf in uns drücken. Mittlerweile hört man Fake News jedoch überall. Politik, Netz, Gesellschaft, Medien, etc. und der Witz ist, dass gerade die, die ständig Blödsinn verbreiten als Erstes mit dem Finger auf Journalismus zeigen und „FAKE NEWS“ brüllen.
Ein tolles System. Wenn man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt, kann man sich auch gleich komplett unglaubwürdig machen und anständige Menschen als Lügner bezeichnen. Bei allem, was gerade auf der politischen Bühne dieser Welt passiert, denke ich an das Bild mit der Taube, wo steht

„Eine Diskussion mit Idioten ist so sinnvoll wie ein Schachspiel mit einer Taube. Die Taube hat keine Ahnung was sie da macht, wird alle Spielfiguren umwerfen, auf das Brett scheißen und trotzdem umherlaufen, als hätte sie gewonnen.“

Drei Ansätze dazu:
1. Manchmal ist das Problem, dass man die Dinge zu ernst sieht. Man sieht die Schwierigkeiten, die auf einen und die Umwelt zukommen, man sieht Nachteile, Verfolgung und Schlimmeres auf Unbeteiligte und Schutzsuchende zukommen und man meint, dass man unbedingt etwas unternehmen muss, was fair, gerecht und gut für diese Welt ist. Obwohl der Gegenüber vielleicht nur gerade am Rad drehen und auf den Putz hauen will. Vielleicht ist es ihm/ihr auch einfach schnurz. Eventuell macht man sich sogar einen Spaß daraus und will gar keinen Konsens erzielen. Oder eine Partie Schach spielen.
2. Manche machen sich womöglich dieses Ziel auch zunutze, um eben diese Verwirrung, dieses Chaos als Ablenkung zu erzeugen oder nur um Dich nach Struktur strampeln zu sehen.
3. Es fasst eine Diskussion mit einem Idioten wirklich treffend zusammen. Wenn man sich mit jemandem geistig duellieren will und der Idiot kommt mit einem Messer zur Schießerei, will es aber einfach nicht wahr haben, gerade eine Lektion zu erhalten und driftet nach Narnia ab.

Vor kurzem waren Jon Stewart (The Daily Show) und Dave Chappelle (DER Dave Chappelle halt) bei Christiane Amanpour zu Gast. Und da sagte Jon etwas, was mich zum grübeln brachte.

„Donald Trump is a salesman, who changes his pitch, depending on who he’s in front of. What he doesn’t realise is, that it’s all been recorded.“

„Donald Trump ist ein Verkäufer, der seinen Ton danach angleicht, wer vor ihm steht. Was er nicht realisiert ist, dass dies alles aufgenommen wird.“

Also Trump erzählt zum Beispiel auf einer Rallye, dass er der Ansicht ist, dass alle Leute, die auf dem Süden nach Amerika kommen, Vergewaltiger, Drogen Dealer, Gangster und Diebe sind. Wenn er dann einen Tag später darauf im Weißen Haus von Reportern angesprochen wird, reagiert er verloren und greift an. Viele Menschen, sagen wir mal, mit einem Licht auf Sparflamme, interpretieren dieses verbale um sich gekicke jedoch als Stärke, denn „der lässt sich nichts sagen“.

Ich denke jedoch, dass Trump selbst in dem Moment nicht vor oder zurück weiß, weil er immer allen das erzählen will, was sie happy macht, damit sie ihn feiern. Ihm ist wahrscheinlich im jeweiligen Moment wirklich einfach nicht bewusst, dass eine Lüge zur nächsten und ein Rant zum nächsten führt und er ist in dieser Spirale gefangen.
Natürlich spielt da dann auch noch eine gehörige Portion verzogenes Arschloch rein, aber ich denke auch, er würde ebenso angriffslustig reagieren, wenn man ihm seine Worte auf Band vorspielen würde. Er fühlt sich dann einfach beim Unfugreden erwischt worden zu sein, das gefällt ihm nicht und dazu wird es nun schwerer für ihn die Situation noch so zu kippen, dass alle happy sind und ihn feiern wollen.

So beschwert er sich wahrscheinlich bei CNN und Co., dass sie die Fake News verbreiten, die er zuvor wirklich woanders erklärt hat, damit er irgendwie aus der Nummer raus kommt. Denn ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass jemand tagtäglich beim Scheißereden erwischt wird und am Ende des Tages doch als Held gefeiert werden will.

Das wär ja so, als wäre der Joker beleidigt, weil der Film wie Batman heißt.

Also kann es auch sein, dass Fake News nicht unbedingt aus Boshaftigkeit verbreitet werden, sondern womöglich auch nur die Worte des Clowns sind, die er selbst nicht in jeder Situation vertreten möchte.

Und das Lustige ist, als ich diesen Post begann, war mein schönstes Beispiel noch gar nicht da, denn soeben hat sich der Clown zu den Midterms geäußert und hat danach eine Pressefragerunde veranstaltet, die ich so auch von ihm nicht gesehen habe.
Er sagte zwar, dass das alles ein ganz großer Erfolg gewesen wäre, doch den Eindruck machte er nicht. Wahrscheinlich habe ich auch zu spät zugeschaltet und er war zum Ende hin einfach wieder gefrustet, dass die Reporter ihm Fragen zu dem Zeug stellen, über das er gar nicht gerne reden möchte, anstatt ihn einfach mit Lob zu überschütten, weil andere Leute aus seiner Partei gewählt wurden.

Hier jedoch das Best-Of. Und ich möchte dazu sagen, dass ich es immer wieder bemerkenswert finde, dass ich selbst dieses Verhalten als inakzeptabel ablehne, obwohl ich immer als das Ungeheuer hingestellt werden soll. Gut, Jim Acosta ist auch kein Nazi der auf Twitter Vergewaltigungsdrohtweets verteilt. ANYWAY! BEST-OF!

Und dann wurde es noch besser, denn kurz nach diesem Auftritt des Clowns hat er auch noch den Generalstaatsanwalt Jeff Sessions gefeuert und einen Typ eingestellt, der folgende Headlines für CNN online verfasst:

Es wird also keine Pause zur Erholung geben. Nur noch ein Hinweis am Rande. Erinnert Ihr Euch noch an den Anwalt des Clowns und früheren Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani? Hat den in letzter Zeit mal jemand gehört oder gesehen? Erst war er auf jedem Sender für jedes Interview und nachdem durchsickerte, dass Mueller jetzt wohl einen Fragenkatalog an Trump geschickt hat, war er verschwunden. Puff! Geplatzt!

Dazu mag sich jetzt jeder seine eigenen Gedanken zu machen.

Ich bin froh noch schreiben zu können und doch irgendwie auch nicht.

In diesem Sinne – Bis bald!

First New Music Friday: November

Ja, diese #NewMusicFriday monatlich über den Blog abbilden Geschichte wurde zunehmend schwieriger zu managen. Es ist nicht das Problem alle Neuerscheinungen zu listen. Viel mehr ist das Problem, dass man dann am Ende des Monats Playlisten mit über 600 Tracks hat, die man dann durch lauschen muss, damit nicht vermeintlich gutes Zeug nachher doch whack ist und in den Empfehlungen landet.

Denn das waren keine random zusammengewürfelten Playlists. Alle Empfehlungen waren wirklich handverlesen und ohrvorgehört.

Also, das wird keine gängige Praxis hier. Viel mehr werde ich jeden Freitag alles durch Twitter & Facebook pusten und hin und wieder (so wie heute) einen Post dazu kicken. Wenn zum Beispiel was besonderes veröffentlicht wurde oder viel gutes Zeug erschienen ist.

Heute hat es maßgeblich mit einer Veröffentlichung zu tun. Es gibt scheinbar Musiker, die sich von Veröffentlichung zu Veröffentlichung stetig verbessern. Ich mein, man kennt das ja, man fängt an einen Künstler zu mögen, hört sich alles an, doch irgendwann hat man den Eindruck, dass er/sie nicht mehr an vorangegangene Erfolge anknüpfen kann. Und dann gibt’s die Künstler, die immer wieder eine Schüppe dazu werfen. Und die seht Ihr diesmal im Header. Der Track und das Video erblickten sogar schon an Halloween das Licht der Welt und läuft hier fast ununterbrochen, feier ich sehr, sehr hart. Ist ja auch kein Geheimnis, dass ich Maggot der ersten Stunde bin und selbst nie richtig verstanden habe, was der Sound der neun Jungs immer wieder in mir weckt.

Und „All Out Life“ ist genau das, was ich gebraucht habe. Neu, frisch, nach vorne, brachial, kompromisslos, wütend und doch irgendwie hoffnungsvoll und verbindend.

Doch nicht nur die maskierten Neun haben was Neues auf die Bühne der Welt geworfen. Diesmal, am ersten #NewMusicFriday im November, gibt es außerdem neue Töne von „The Prodigy“ – jap, die gibt’s noch. Außerdem haben Tenacious D einen Soundtrack zu ihrer YouTube Show „Post-Apocalypto“ rausgebracht und es gibt ein neues Action Bronson Album, benannt nach der ersten Singleauskopplung „White Bronco“.

Dann haben sich Curren$y und Freddie Gibbs zusammengetan und ein Album aufgenommen – da ich beide sehr gern höre – muss ich Euch das empfehlen. Vince Staples hat ein Überraschungsprojekt mit FM! released und Funky DL hat ebenfalls ein Album mit vielen grundsoliden oldschool-angehauchten Beats für uns auf den Markt geworfen. Abgerundet wird das Ganze von einem neuen Styles P Album und einem Langspieler von Apollo Brown. Außerdem gibt es noch neue, einzelne Tracks von THEY, Red & Meth, Flatbush Zombies, Kip Moore, Kings of Tommorow, Jamie Cullum, Toro y Moi & Atjazz. Sowie einiger, weiterer Tunes, Liveausschnitte, Remixe und Neuveröffentlichungen.

Alles in allem eine runde Sache für das Post-Halloween Wochenende. Viel Spaß damit und bis bald!

Songs and Noms for the dead!

Ich hab keine Ahnung was die Dudes vor Hunderten von Jahren zu Samhain gegessen haben. Hirse?! Wir haben den Vorteil (?), dass wir zu jeder Jahreszeit alles bekommen können und uns nicht mehr nach Erntezeiten richten müssen. Einerseits cool, andererseits nicht wirklich.

Jedoch ist es so, dass es nicht DAS Halloween Dinner gibt. Es gibt jedoch diverse Möglichkeiten das Nom artgerecht zu präsentieren. Es gibt nicht „Die Halloween“ Gans oder die traditionelle Bockwurst mit Kartoffelsalat, doch tausend Wege spooky zu kochen. Auch Partysnacks bekommt man mit ein wenig kreativem Geschick problemlos begruselt.

In diesem Jahr habe ich mich kulinarisch an Jack ‚O Lanterns (Kürbislaternen) und Mumien orientiert. Ich zähle Euch nun die einzelnen Gerichte (mit Links zum Rezept) hier auf und darunter findet Ihr sogar die Schnellanleitungen per YouTube (Playlist). Dieses Halloween gibt es in Thrudheim: Jack ‚O Lantern Quesadillas, Jack-O‘-Lantern Gefüllte Paprika, Mumien Fleischbällchen, Mumien Brie und Crispy Wrapped Hot Dog Mumien.

Meine Ergebnisse zu den Jack ‚O Lanterns könnt Ihr jetzt schon auf Instagram sehen. Die Mumien kommen dann heute Abend dran, ich werde den Post dann aktualisieren.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

#JackOLantern #StuffedPeppers & #Quesadilla Rezept später auf Thrudheimer.de 🎃 #Dinner #Halloween #Samhain #FoodPorn #QuesadillaPorn #HappyHalloween

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Außerdem teile ich den Tag über hier und da ein paar Tunes aus meiner Halloween / Samhain Sammlung über die social Networks. Ich habe dazu diese Spotify-Playlist erstellt und werde sie weiter füllen, wenn mir mehr Tracks einfallen. Außerdem habe ich einige Spooky-Sounds hinzugefügt. Es dürfte also eine gute musikalische Untermalung Eurer Nacht sein.

Das war’s dann aber jetzt von mir an dieser Stelle zu Halloween / Samhain. Wahrscheinlich werde ich in den social Networks noch den ein oder anderen Eindruck teilen.

Doch wir schreiben / lesen uns erst zum nächsten Thema wieder.

Euch eine gute Nacht, lasst Euch nicht vom Goblin verarschen.

Bis bald!

Halloween / Samhain 2018

An manchen Tagen und Nächten ist der Vorhang zwischen den Welten dünner, als gewöhnlich. So berühren sich die Welten stärker als sonst. Eine Zeit zwischen den Welten.

Auch an Samhain lassen sich die Tore leichter aufstoßen.

Mit diesen Worten heiße ich Euch zum diesjährigen Halloween / Samhain Post willkommen. Oben, im Header findet Ihr bereits das Halloween Lights House 2018 meiner Wahl.

Neben weiteren gewohnten Inhalten gehe ich in diesem Jahr auch auf die „Weisheit“ ein, dass Halloween ja nur ein dämliches, amerikanisches Fest ist, um den Verkauf um Erntedank / Sankt Martin anzustoßen. So wollen sie „uns“ wieder die Tradition nehmen und durch Konsum ersetzen.

Dieser Umstand trifft nicht zu. Viel eher ist es so, dass der Tag Allerheiligen lediglich an diesem Termin, dem 01.11. jedes Jahres, liegt, weil die Christen sich einfach nicht mehr zu helfen wussten, wie man den Heiden endlich ihren Totenkult in der Nacht vom 31.10. auf den 01.11. nehmen kann. Also hat man kurzerhand auch ein Fest zum Gedenken der Toten gelegt und so kam Halloween sogar zu seinem Namen. Denn der Abend vor Allerheiligen heißt im englischen „All Hallows‘ Eve“, was dann später zu Halloween wurde.

Doch der Brauch, der zu all der Aufregung führte, lag viel, viel tiefer. Schon die Kelten feierten Samhain und auch wir Heiden, Germanen, Barbaren und Wikinger feierten in dieser Nacht Feste in Gedenken an unsere Ahnen und andere Bewohner der Anderswelt.

In diesem Post widme ich mich diesem Fest, dem Sinn dahinter, sowie Ritualen und Bräuchen.

Halloween / Samhain – Was soll das überhaupt?

Mit Samhain beginnt die dunkle Hälfte eines Jahres. Wie der Morgen im grau beginnt, so beginnt auch ein neues Jahr im Zwielicht. Ein Punkt außerhalb unserer Zeit und doch innerhalb des Jahreskreises. Eine magische Zeit, in der die Ahnen und Bewohner der Anderswelt zu uns reisen können.

Die gewohnte Ordnung zerfließt im Chaos dieser einen Nacht. Und nachdem wir in diesem Jahr auch bereits einen Blutmond bewundern durften, werden wir diesmal noch viel näher an den anderen Welten stehen.

Aus diesem Grund gab es schon bei den Kelten einige Bräuche und Rituale, um den Ahnen zu gedenken, mit ihnen zu feiern, böse Geister, Dämonen und Trolle milde zu stimmen, sowie Feen und Raben zu motivieren weiter zwischen den Welten zu vermitteln.

Samhain ist ebenso ein wichtiger Punkt zwischen Zukunft und Vergangenheit. Man nimmt Abschied von dem, was war und blickt dem entgegen, was kommen wird.

Das alles muss man unter der Gewissheit erkennen, dass die Kelten und die Germanen die Toten nicht fürchteten. Viel mehr haben sie akzeptiert, dass ihre Ahnen nun an einem anderen Ort wohnen und eben nur in dieser Nacht zurückkehren können, um bei ihren Nachkommen zu sein.

Auch unser Bezug zu Wesen aus der Unterwelt war anders, als der in der heutigen Zeit. Oder vielleicht ist er bei anderen noch anders – und wir wollen uns einfach nicht damit abfinden? Mit anders?!

Und dann tanzt man um ein Grab, oder was?!

Nein und ja. Wer weiß schon, wie so manche Sippe vor Anbeginn der zivilisierten Zeit ihren Toten bedacht hat?! Es gibt ja noch immer das Problem, dass wir hier, links vom Rhein um die Zeit partout nichts aufschreiben wollten und die eindeutigsten Erkenntnisse über uns von einem abgesandten Muslim aufgezeichnet wurden. Die Römer hatten zwar was zu uns notiert, doch das, was da vor Varus von uns steht, ist reißerisch und alles, was da nach Varus steht, ist angstverzerrt. Also keine gute Quelle.

Das meiste, was man an Bräuchen zusammentragen kann, stammt also aus ungewissen Quellen. Es häufen sich einige Angaben, somit kann man davon ausgehen, dass das nicht vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist. Außerdem ist es so, dass hier zwei Glaubensrichtungen (Kelten / Germanen) und dann auch noch in mehreren Völkern, mehreren Sippen und Ecken und so weiter, miteinander feiern. Wie gefeiert wird, variiert also durchaus und es mag sein, dass mancher Brauch bei mancher Sippe auch derzeit zu Gelächter oder Kopfschütteln geführt hätte.

Und man muss sich vor Augen halten, dass einige Jahre zwischen Kelten und Wikinger vergingen, bis die Christen kamen und das Problem hatten, dass man uns nicht leicht auf Weihnachten umerziehen konnte. Das auch zum Thema: Die Muslime kommen und wollen uns das Land wegnehmen – SELBER!

Samhain Bräuche aus längst vergessener Zeit

  • Mindestens einen Platz an der Abendtafel mehr eindecken, damit die Ahnen am Fest teilnehmen können
  • Essen vor der Tür bereitstellen, für die Ahnen, die es nicht rechtzeitig geschafft haben und um böse Geister und Dämonen zu besänftigen. Entweder Wasser, Brot, Honig und Butter oder ein Teil des Samhain-Abendessen (da hier oft Tiere zuschlagen: Bitte nichts zu scharfes, keine Zwiebeln, Hühnerknochen oder Ähnliches)
  • Ein Hexenbesen wurde zum Schutz vor bösen Geistern vor die Tür gestellt
  • Die Haustür wurde nicht verschlossen und das Haus ansehnlich für die andersweltlichen Besucher hinterlassen. Auch über Nacht wurde ein Gedeck am Tisch zurückgelassen, außerdem Tabak, Whiskey, Met oder andere Gaben, die den Toten mundeten
  • Aus Mehl oder Korn wurde ein Weg vom Grab der Ahnen bis an die Haustür gelegt, damit sie schneller den Weg finden würden
  • Der Kamin wurde vor Samhain ordentlich gesäubert, damit die Seelen der Ahnen keine Schwierigkeiten haben durch den Schornstein hinab zu steigen
  • Am späten Abend verließen die lebendigen Gäste meist das Haus, damit die Ahnen sich der Festtafel und dem Mahl widmen konnten
  • Außerdem wurden Fliegenpilzkaltauszüge, Engelstrompeten oder andere Bewusstseinserweiternden Mittel gereicht, damit man mit den Gästen aus der Anderswelt ins Gespräch kommen konnte
  • Auch Orakelräucherungen wurden durchgeführt um den Kontakt zu den Ahnen zu erleichtern. Heute nutzt man dazu meist Räucherstäbchen.
  • Verkleiden, singen und Gedichte aufsagen im Austausch für Speisen. Die Verkleidung diente dazu, sich vor den in der Dunkelheit umherziehenden Seelen zu verstecken. Als Lampen wurden ausgehöhlte Kürbisse mit Angst einflößenden Gesichtern verziert, um schadenfrohe Geister zu verjagen
  • Eine Kerze wurde ins Fenster gestellt. Das sollte dafür sorgen, dass die Geister der Ahnen sich nicht verirren und den Weg zu einem finden
  • Auf Anhöhen und Hügeln der Umgebung wurden Feuer entzündet, die die Sonne symbolisieren sollten. Die Feuer sollten schützende und reinigende Kräfte freisetzen, sowie die Dunkelheit und Kälte des Winters fernhalten. In einigen Gegenden wurden sogar zwei Feuer nebeneinander entzündet, zwischen denen Mensch und Vieh durch schritten, um die rituelle Reinigung zu verstärken. Auch die Felder wurden mit brennenden Kieferzweigen abgeschritten
  • Die Herdstellen werden vor Einbruch der Dunkelheit gelöscht und mit Kohle des Tlachtga Feuers (von einem irischen Hügel), was durch Druiden ständig brennen gelassen wurde, wieder entfacht
  • Wenn man einen Apfel vor einem Spiegel teilt und isst, erscheint einem die Zukunft im Spiegel
  • Man schälte einen Apfel in einem Stück, so lang, wie die Schale war, war die eigene Lebenserwartung
  • Wenn man die Schale danach in frisches Quellwasser legt, zeigt der Buchstabe, der sich daraus formt, den Anfangsbuchstaben seiner großen Liebe an
  • Paare rösteten Nüsse über der Feuerstelle. Wenn die Nüsse zusammenblieben, würde auch die Beziehung weiter bestehen
  • Eiweiß wurde in Wasser gegossen und daraus die Anzahl angehender Nachkommen gedeutet
  • Die Ernte, die bis Samhain nicht eingeholt wurde, gehörte nun den Puca (Goblins)
  • An Samhain wurde üblicherweise ein Thing (Versammlung) abgehalten
  • Ebenso war es ein guter Zeitpunkt, um mit einem Orakel oder einer Seherin zu sprechen
  • Festlichkeiten wurden oft auf Samhain gelegt, da eben in dieser Nacht Chaos nichts Ungewöhnliches war
  • Später, bereits in christlichen Zeiten, wurden an Samhain auch Hexenfeste abgehalten, da zu dieser Zeit jeder, der nicht voll an Christus glaubte, gleichzeitig eine Hexe / ein Hexer waren.
  • Natürlich wurde an Samhain auch geopfert. Ob bei den Kelten dem Unterweltsgott Cenn Crúach („der blutige Kopf“) oder bei uns Germanen eben Hel
  • „It’s the great Pumpkin, Charlie Brown“ gucken

Das Fliegerass aus dem ersten Weltkrieg steigt wieder auf

Ein großes Ritual in den Hallen von Thrudheim ist nach wie vor „It’s the great Pumpkin, Charlie Brown“ von den Peanuts zu gucken. Jeder, der der englischen Sprache mächtig ist, kann dies sogar für Nüsse bei YouTube machen:

Ein Blick nach YouTube

Und auch in diesem Jahr empfehle ich Euch etwas aus dem Netz, womit man sich ordentlich in Stimmung bringen kann. Es gibt wieder etwas vom Mythen Metzger und das erste Thema zeigt, dass Nahtoderfahrungen nicht immer etwas mit hellem Licht und angenehmen Bildern zu tun haben muss. Es kann auch in die andere Richtung gehen.

Blutrünstige, sexuelle Ausschreitungen. Kenn ich.

Das nächste Thema habe ich gewählt, da es auch bewegtes Bildmaterial gibt und erneut Wesen präsentiert werden, die man so vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Was geht bei den Streamern?

Hier bekommt Ihr wieder ein paar Tipps für die schaurig, schönste Nacht des Jahres von Netflix & Amazon Prime.

Netflix

Alien (Film)
Aliens (Film)
Aliens 3 (Film)
Alien vs. Predator (Film)
Event Horizon (Film)
Auslöschung (Film)
The Ritual (Film)
Spuk  – In Hill House –  (Serie)
Stranger Things (Serie)

Amazon

Split (Film)
Sie leben (Film)
Die Nacht der lebenden Toten (Film)
Verfluchtes Amsterdam (Film)
Troll Hunter (Film)
The Terror (Serie)
The Walking Dead (Serie) / Fear the Walking Dead (Serie)

Und damit verabschiede ich Euch auch schon in die Dunkelheit. Lasst Euch nicht vom Troll beißen.

Bis bald!