Clexit! (Mir doch Hupe!)

So!

Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich bin erst wieder bereit irgendwas in Richtung Klimawandel und meinem CO2 Fußabdruck zu machen, wenn die Menschen aufhören sich gegenseitig den Teppich unter den Füßen weg zu ziehen. Es geht hier nicht darum irgendwem den schwarzen Peter zu zuschieben, sondern gemeinsame Lösungen zu finden.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht besser funktioniert, wenn man als erstes daran ansetzt, wem anders was zu diktieren. Jeder sollte sich dem Problem auf Grundlage des eigenen Verhaltens stellen.

Es ist bemerkenswert, wie das Problem angegangen wird, indem man als erstes darüber nachdenkt, was wer anders ändern könnte. Ein Co2 Fußabdruck setzt sich durch diverse Elemente zusammen, wenn eins davon nicht passt, passt ein anderes vielleicht so gut, dass es den Mehrbedarf abdeckt.

Daraus ergeben sich Maßnahmen für jeden einzelnen von uns. Ich finde es einfach nicht zielführend als erstes daran zu denken, was irgendwer anders ändern könnte und mich nicht juckt. Ich kann zum Beispiel nicht hergehen und laut mit dem Fuß aufstampfen, dass wir sofort den Flugverkehr regulieren müssen, nur weil ich selbst keinen Ansatz habe irgendwo hin zu fliegen. So schlägt man vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. Eigenes Interesse am Klimaschutz signalisieren und 2. Das eigene Verhalten in den Hintergrund zu rücken.

Ich schätze den Wald sehr. Doch ich alleine und auch Ihr alleine könnt nichts aufhalten, solange nicht alle an einem Strang ziehen.

Und davon sehe ich nichts. Ich sehe wenige Mitstreiter, die sich bemühen eine Änderung herbeizuführen, ich sehe Leugner und ich sehe Menschen, die andauernd irgendwen belehren oder angreifen müssen. Wir bekommen niemanden dazu auf unseren Zug aufzuspringen, wenn wir ständig nur darauf aus sind uns darüber zu definieren, wen anders dumm da stehen zu lassen.  Der beste Weg, einen Menschen zu berühren, ist nicht ihm einen Schwinger zwischen die Augen zu verpassen.

Ich bemerke autolose Berliner, die von Zeit zu Zeit Bilder von fremden, weit entfernten Orten posten und sich stark für Tempolimits einsetzen. Tolles System, der einfachste Weg über sein eigenes Verhalten hinweg zu sehen, ist mittlerweile scheinbar das Fehlverhalten eines anderen um so intensiver zu begutachten. Ich bin seit Anbeginn meiner Zeitrechnung jedoch ein Fan von: Jeder kümmert sich um seinen eigenen Shice. Veganer können auf Fleischfresser zeigen, Fleischfresser können auf Vielflieger zeigen, Vielflieger können auf Autofahrer zeigen und ich zeige auf Idioten im Ganzen.

Natürlich muss man informieren, viele Menschen haben noch immer nicht verstanden, was auf uns zukommt und was wir tun sollten. Aber ständig irgendwo nach Beschränkung von Zeug zu rufen, was einen selbst nicht betrifft, bringt uns hier einfach nicht weiter.

Ich hab auch schon Leute erlebt, die vor den richtigen Stellen (Förderer) das richtige sagen, doch sobald die richtigen Stellen fort sind, das genaue Gegenteil ausgeben. Ich denke auch Heuchlerei zu dem Thema, um ein paar Euros von Menschen abzugreifen, die ihr Geld in den Klimawandel investieren möchten, bringt uns hier nicht weiter.

Das hier ist EUER Planet und EUER Leben und es sind EURE Kinder. Wenn Ihr andere davon überzeugen wollt, dass sie diesen zu retten haben, dann ist ihnen vor den Kopf zu stoßen eine schlechte Strategie.

Ich hab kein Problem damit, dass die Meere sich über die Ufer erheben und Chaos bringen. Es wäre Schade um Amsterdam, doch ansonsten wahrscheinlich Entertaining von den Höhen von Thrudheim aus Bilskirnir zu beobachten. Außerdem legt der Haus- und Hoflieferant für Fahrzeuge einen hohen Wert auf Wasserverdrängungseigenschaften des Vehikels.

In diesem Sinne: Happy Ragnarok!

P.S.: Bei meinem Pech werd ich sowieso nicht drauf gehen.

Super Bowl LIII 2019

Es ist wieder soweit, schwere Männer in engen Outfits rennen ineinander, um einen eiförmigen Ball aus Schweinsleder zu ergattern oder zu halten. Ich mein, das haben die auch in der Saison zuvor getan, aber davon bekommt der gewöhnliche Sportmuffel nichts mit. In diesem Jahr haben sich (oh wunder) wieder die New England Patriots durchgesetzt und starten am Sonntag, den 03.02.2019, im Mercedes Benz Stadium zu Atlanta gegen die L.A. Rams.

Die Patriots sind ein Dauergast im Super Bowl, ein wenig wie der FC Bayern der NFL und eher als die alten Hasen und Favoriten zu sehen. Die L.A. Rams sind da eher die Young Gunz und Underdogs. Daher wird Thrudheim in diesem Jahr den Rams die Daumen drücken. Außerdem gibt es ein paar Randnotizen zu den L.A. Rams, die diese Entscheidung unterstützen. Oben im Header findet Ihr die Hymne des Teams „My Squad“ von Problem aus dem berühmt berüchtigten Stadtteil Compton. Außerdem ist es nicht unüblich, dass Größen wir Terry Crews (Expandables), Tyga (Rack City) wie im Video zu sehen, zu Besuch kommen. Kendrick Lamar und Schoolboy Q durften sogar schon mittrainieren.

Der Running-Back der Rams, Todd Gurley steht bei „ROC Nation“ unter Vertrag. Da Jay-Z seit einiger Zeit mit ROC Nation nicht nur Musiker, sondern auch Sportler unter Vertrag nimmt.

Selbst der 71-Jährige Defensive Coordinator Wade Philips ist vom Rap-Einfluss ergriffen. So zitierte er vor kurzem Future’s „Rocket Ship“ in einem Interview mit „I’ve poppin‘ since my Demo.“ Er würde einfach Zeug aufschnappen, sagt er auf die Frage, woher er das kenne und führt weiter fort, dass sein Fav „I started from the Bottom (now we’re here).“ von Drake ist.

Die Halbzeitshow übernehmen in diesem Jahr Maroon 5, Big Boi von Outkast und Travis Scott. Also auch hier Rap mit Beigeschmack von Rock & Pop. Und damit wären die zwei großen Pfeiler des Events betrachtet, kommen wir zum dritten Pfeiler, der den Super Bowl LIII vervollständigen wird: Werbespots.

Auch in diesem Jahr wird ein 30-Sekunden-Spot wieder mehr für seine Ausstrahlung kosten, als so mancher von uns an Geld im Leben zu sehen bekommen wird. Mit 5 Millionen Dollar pro Spot hat man sich jedoch nur den Ausstrahlungsplatz gesichert. Nicht in dieser Kalkulation sind Produktion, Marketingfirmen, Stars, Musiker, Setdesigner, etc.

Und auch wenn genau dieser Punkt der Show der fragwürdigste ist, so muss ich doch jedes Jahr erklären, dass er neben der Halbzeitshow und dem Game per se das wichtigste an diesem Event ist. Denn sie kosten nicht nur verflucht viel und ernähren viele Menschen, sondern sie regen auch noch zum denken, lachen, träumen und mitfühlen an. Werbespots in diesem Umfang versuchen uns genau da zu erwischen, wo es „wehtut“ – right in the feels!

Wo ein orangener Clown das ganze Jahr hat, irgendwelche Märchen und Geschichten in die Welt zu plärren, so haben die großen amerikanischen Konzerne meist nur den Super Bowl um einen Schuss zu setzen der sitzt. „Wir lassen uns nicht auseinanderreißen“, „Fremde sind nicht immer gleichzeitig der Feind, sondern nur fremd.“ und wie jedes Jahr „Avocados aus Mexiko sind scheiße lecker (und Du zahlst Deine bescheuerte Mauer selbst)!“.

Vor dem Gameday werden jedoch meist nur Teaser der wirklichen Spots im Netz veröffentlicht, da man sich den Boom für das Spiel aufbewahren will. Fun-Fact am Rande, selbst die Kino- und Streaminglandschaft wird nun bereits vom Super Bowl beeinflusst, da im letzten Jahr der Film Cloverfield: Paradox nicht erst ab Donnerstag darauf im Kino zu sehen war, sondern während eines Spots angekündigt und direkt nach dem Super Bowl bei Netflix verfügbar war.

Bevor wir zu den Teasern für dieses Jahr kommen, ein kleiner Rückblick in das letzte Jahr, denn da hat Jeep gezeigt, dass es auch anders geht. Mit einem ungeschnittenen Video von einer Autofahrt, die sich über die teils pompösen Produktionen der anderen Autobauer belustigt und doch in jedem Owner das Herz kurz aufgehen lassen:

Im ersten 2019 Teaser bestellt sich SJP ein Bier und wir lernen, dass der Dude noch immer bester Gesundheit ist.

Diesmal fragen sich Steve Carell, Lil Jon und Cardi B ob Pepsi okay ist. Is Pepsi okay?!

Doritos senden eine ungewöhnliche Kombo ins Rennen: Chance the Rapper trifft auf die Backstreet Boys.

Der Pringles Teaser 2019 zeigt uns, dass man nicht nur Geschmacksrichtungen von Jelly Bellys mixen kann, sondern auch Stapelchips. Zwischendurch jammert eine Alexa.

Michael Bublé setzt sich für die Namensänderung einer Getränkemarke ein.

Die Tochter von Lenny Kravitz, Zoë Kravitz und die Bier Marke Michelob ULTRA fangen uns mit einer ASMR-Darbietung, die Lust auf Bier macht.

Auch wenn der orangene Clown das Pariser Klimaabkommen geschmissen hat, ist auch in den Staaten noch nicht das letzte Wort dazu gefallen. Denn Budweiser zeigt in diesem Jahr, dass man Bier nicht nur Bio (Michelob ULTRA ist auch von Anheuser Busch), sondern auch klimaneutral und allein durch Windkraft brauen kann.

Coke macht, wie aus einem Dr. Seuss Buch entrissen, klar, dass Coke für ALLE ist!

Zum Schluss gibt’s noch die Playlist aller weiteren Teaser, die bis dato so durchs Netz schwirrten und ansonsten: Viel Spaß am Sonntag, ab 22:45 Uhr LIVE auf ProSieben.

3rd and 4th New Music Friday: November

Der November hat in diesem Jahr fünf New Music Friday und somit habe ich diesen und den Letzten einfach zusammengelegt, damit es überschaubar bleibt. Neben einem neuen All That Remains & Deadmau5 Album gibt es neue Tracks von Mario Biondi, Volbeat und noch vieles mehr.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim druch hören.

Das Foto dieses Beitrags und der Playlist stammt von Simone Acquaroli auf unsplash.com

2nd New Music Friday: November

Guten Tag!

Der zweite New Music Friday des Novembers ist durch. Diesmal nicht ganz so viel, wie in der letzten Woche, trotzdem erwähnenswert.

Viel Spaß damit und bis bald!

Die Quelle der Fake-News

Lange Zeit bin ich davon ausgegangen, dass es zwei Arten von Berichterstattungen gibt: Journalismus und Hetzerei. Journalismus recherchiert, prüft, ermittelt, berät, informiert und erklärt. Hetzerei zielt grundsätzlich auf etwas ab. Hetzerei setzt sich nicht auseinander, sondern möchte eine Botschaft vermitteln oder einen bestimmten Knopf in uns drücken. Mittlerweile hört man Fake News jedoch überall. Politik, Netz, Gesellschaft, Medien, etc. und der Witz ist, dass gerade die, die ständig Blödsinn verbreiten als Erstes mit dem Finger auf Journalismus zeigen und „FAKE NEWS“ brüllen.
Ein tolles System. Wenn man es mit der Wahrheit nicht ganz so genau nimmt, kann man sich auch gleich komplett unglaubwürdig machen und anständige Menschen als Lügner bezeichnen. Bei allem, was gerade auf der politischen Bühne dieser Welt passiert, denke ich an das Bild mit der Taube, wo steht

„Eine Diskussion mit Idioten ist so sinnvoll wie ein Schachspiel mit einer Taube. Die Taube hat keine Ahnung was sie da macht, wird alle Spielfiguren umwerfen, auf das Brett scheißen und trotzdem umherlaufen, als hätte sie gewonnen.“

Drei Ansätze dazu:
1. Manchmal ist das Problem, dass man die Dinge zu ernst sieht. Man sieht die Schwierigkeiten, die auf einen und die Umwelt zukommen, man sieht Nachteile, Verfolgung und Schlimmeres auf Unbeteiligte und Schutzsuchende zukommen und man meint, dass man unbedingt etwas unternehmen muss, was fair, gerecht und gut für diese Welt ist. Obwohl der Gegenüber vielleicht nur gerade am Rad drehen und auf den Putz hauen will. Vielleicht ist es ihm/ihr auch einfach schnurz. Eventuell macht man sich sogar einen Spaß daraus und will gar keinen Konsens erzielen. Oder eine Partie Schach spielen.
2. Manche machen sich womöglich dieses Ziel auch zunutze, um eben diese Verwirrung, dieses Chaos als Ablenkung zu erzeugen oder nur um Dich nach Struktur strampeln zu sehen.
3. Es fasst eine Diskussion mit einem Idioten wirklich treffend zusammen. Wenn man sich mit jemandem geistig duellieren will und der Idiot kommt mit einem Messer zur Schießerei, will es aber einfach nicht wahr haben, gerade eine Lektion zu erhalten und driftet nach Narnia ab.

Vor kurzem waren Jon Stewart (The Daily Show) und Dave Chappelle (DER Dave Chappelle halt) bei Christiane Amanpour zu Gast. Und da sagte Jon etwas, was mich zum grübeln brachte.

„Donald Trump is a salesman, who changes his pitch, depending on who he’s in front of. What he doesn’t realise is, that it’s all been recorded.“

„Donald Trump ist ein Verkäufer, der seinen Ton danach angleicht, wer vor ihm steht. Was er nicht realisiert ist, dass dies alles aufgenommen wird.“

Also Trump erzählt zum Beispiel auf einer Rallye, dass er der Ansicht ist, dass alle Leute, die auf dem Süden nach Amerika kommen, Vergewaltiger, Drogen Dealer, Gangster und Diebe sind. Wenn er dann einen Tag später darauf im Weißen Haus von Reportern angesprochen wird, reagiert er verloren und greift an. Viele Menschen, sagen wir mal, mit einem Licht auf Sparflamme, interpretieren dieses verbale um sich gekicke jedoch als Stärke, denn „der lässt sich nichts sagen“.

Ich denke jedoch, dass Trump selbst in dem Moment nicht vor oder zurück weiß, weil er immer allen das erzählen will, was sie happy macht, damit sie ihn feiern. Ihm ist wahrscheinlich im jeweiligen Moment wirklich einfach nicht bewusst, dass eine Lüge zur nächsten und ein Rant zum nächsten führt und er ist in dieser Spirale gefangen.
Natürlich spielt da dann auch noch eine gehörige Portion verzogenes Arschloch rein, aber ich denke auch, er würde ebenso angriffslustig reagieren, wenn man ihm seine Worte auf Band vorspielen würde. Er fühlt sich dann einfach beim Unfugreden erwischt worden zu sein, das gefällt ihm nicht und dazu wird es nun schwerer für ihn die Situation noch so zu kippen, dass alle happy sind und ihn feiern wollen.

So beschwert er sich wahrscheinlich bei CNN und Co., dass sie die Fake News verbreiten, die er zuvor wirklich woanders erklärt hat, damit er irgendwie aus der Nummer raus kommt. Denn ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass jemand tagtäglich beim Scheißereden erwischt wird und am Ende des Tages doch als Held gefeiert werden will.

Das wär ja so, als wäre der Joker beleidigt, weil der Film wie Batman heißt.

Also kann es auch sein, dass Fake News nicht unbedingt aus Boshaftigkeit verbreitet werden, sondern womöglich auch nur die Worte des Clowns sind, die er selbst nicht in jeder Situation vertreten möchte.

Und das Lustige ist, als ich diesen Post begann, war mein schönstes Beispiel noch gar nicht da, denn soeben hat sich der Clown zu den Midterms geäußert und hat danach eine Pressefragerunde veranstaltet, die ich so auch von ihm nicht gesehen habe.
Er sagte zwar, dass das alles ein ganz großer Erfolg gewesen wäre, doch den Eindruck machte er nicht. Wahrscheinlich habe ich auch zu spät zugeschaltet und er war zum Ende hin einfach wieder gefrustet, dass die Reporter ihm Fragen zu dem Zeug stellen, über das er gar nicht gerne reden möchte, anstatt ihn einfach mit Lob zu überschütten, weil andere Leute aus seiner Partei gewählt wurden.

Hier jedoch das Best-Of. Und ich möchte dazu sagen, dass ich es immer wieder bemerkenswert finde, dass ich selbst dieses Verhalten als inakzeptabel ablehne, obwohl ich immer als das Ungeheuer hingestellt werden soll. Gut, Jim Acosta ist auch kein Nazi der auf Twitter Vergewaltigungsdrohtweets verteilt. ANYWAY! BEST-OF!

Und dann wurde es noch besser, denn kurz nach diesem Auftritt des Clowns hat er auch noch den Generalstaatsanwalt Jeff Sessions gefeuert und einen Typ eingestellt, der folgende Headlines für CNN online verfasst:

Es wird also keine Pause zur Erholung geben. Nur noch ein Hinweis am Rande. Erinnert Ihr Euch noch an den Anwalt des Clowns und früheren Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani? Hat den in letzter Zeit mal jemand gehört oder gesehen? Erst war er auf jedem Sender für jedes Interview und nachdem durchsickerte, dass Mueller jetzt wohl einen Fragenkatalog an Trump geschickt hat, war er verschwunden. Puff! Geplatzt!

Dazu mag sich jetzt jeder seine eigenen Gedanken zu machen.

Ich bin froh noch schreiben zu können und doch irgendwie auch nicht.

In diesem Sinne – Bis bald!