DOCTOR STRANGE Review

Auch wenn nicht alles in der Welt gut läuft – Marvel läuft gut.

Ich kann mich noch daran erinnern, dass mich ein früherer Arbeitskollege noch belächelt hatte, dass ich Comics von Thor am Arbeitsplatz liegen hatte und wie er mir dann erzählte, dass der neue Iron Man Film mit Robert Downey Jr. Super wäre. Manchmal, und nur manchmal, sage ich nichts und schmunzle nur.

Der Comic, de ich zu der Zeit auf meinem Schreibtisch liegen hatte, das war die Geschichte, die Marvel wohl als Nächstes in Thor: Ragnarok behandeln wird und ich werde nicht Spoilern, denn ich hatte ja bereits das Vergnügen mit Marvel.

Aber es sind nun (mit Doctor Strange) 10 Solofilme. Mit der ein oder anderen Unterstützung. Keine Team-Ups wie Civil War, die Avengers oder Guardians of the Galaxy. Und alles begann mit eben diesem Iron Man Teil. Und nun, nun sind wir genau an dem Punkt, an dem keine 3D-Animation lächerlich aussieht und man die Storys der Comics fast originalgetreu umsetzen kann.

Dazu hat Marvel begonnen die „Themenschwerpunkte“ der Charakter mehr in den Vordergrund der Filme zu rücken. Die Guardians sind Spaceaction, Captain America: The Winter Soldier war ein Thriller, Thor bekommt mehr und mehr Fantasy Elemente, nun kommt mit Strange noch die Magie/verschiedene Dimensionen hinzu. Es kann einfach nur gut werden.

Ich dachte vor Civil War: „Wow, das wird langsam echt voll auf der Leinwand“, und während des Films dachte ich mir: „Da ist aber noch reichlich Luft nach oben.“ Und die Luft wird nun gefüllt, es kommen noch mal neue Gesichter und noch mal neue Elemente. Dazu ist es wirklich schön zu sehen, wie DC versucht an dieses Universum aufzuschließen und irgendwie nicht die richtigen Leute im Background hat.

Ich mein, Marvel hatte vielleicht auch einfach ne Menge Glück mit Disney – ich mein Disney – das hätte auch derbe in die Hose gehen können. Doch, andere verkacken Reboot um Reboot von anderen Marvel Franchises und die legen aus dem Stand ein Multimilionen-Filmuniversum mit Schauspielern der Extraklasse hin.

Ich wusste, durch Vorpremieren für Journalisten etc., dass Doctor Strange gut sein dürfte. Aber als ich ihn nun selbst sah – unfassbar gut! Ich versuche nicht zu Spoilern und dennoch auf alles einzugehen, was ich sagen möchte.

Wie gesagt, genau wie Deadpool ist Doctor Steven Strange kein „normaler“ Superheld. Er ist schon ein sehr, sehr mächtiger Charakter im Marvel Universum, doch die meiste Zeit hat er andere, mächtigere Gegner, als beispielsweise die Avengers. Obwohl er auch ein Avenger werden dürfte. An dem Punkt ist es schwer nicht zu spoilern. Strange ist ein mächtiger Name im Marvel Universum, große, mächtige, andersartige Gegner, mehr müsst Ihr erst mal nicht wissen, geht in den Film.

Worauf ich hinaus will ist, dass man Doctor Strange nicht wie Deadpool einfach in einen R-Rated „Mid-Budget“ Film stecken kann und einfach humor- und wahnsinnstechnisch komplett am Rad drehen lassen kann. Die Comics von Strange waren anders, psychedelisch, wie ein LSD-Trip. Ich mein, der Typ geht durch ein Loch in einer Wand in seinem Haus in andere Dimensionen und findet das überhaupt nicht komisch.

Also musste auch der Auftakt eines Doctor Strange im MCU ein wenig mehr visuellen Wumms haben. Und das hat er 3 – 4 Mal war stark zu merken, dass Marvel Studios da nicht nur Comic, sondern Filmgeschichte schreiben. In diesen Situationen waren Techniken in den Film aufgebaut, die ich so bisher nirgendwo anders gesehen habe.

Und ebenso wie die Comics nimmt man uns nach der Einführung des Charakters auch recht schnell mit auf eine fantastische Reise.

Ein Problem hat Marvel aber nach wie vor – das Problem der vergebenen Filmrechte in den 90ern. Was Helden betrifft, konnte man es nicht besser machen. Man beachte, dass es Thor, Iron Man, Cap und Hulk seit den 60ern/70ern gibt und diese Typen in ein modernes Team zu bekommen schon an sich eine Aufgabe ist. Nun haben sie weitere Charakter entwickelt und die Rechte für Ghostrider, Punisher und Blade zurück. Wo ist das Problem? Gegner.

Marvel hat viele gute Gegner im Camp der X-Men, Fantastic Four und Spiderman – und die Filmrechte, samt Gegner, sind vergeben. Und so kommt es, dass ein brillanter Mads Mikkelsen so eine Pfeife wie Kaecilius spielen muss.

Und auch sonst hat diese Filmproduktion viele große Namen in sich. Benedict kann man lieben oder hassen, ich liebe ihn seit Sherlock und er passt perfekt in die Rolle des Strange, so wie RDJ perfekt in die Iron Man Rüstung passt. Dazu merkt man, dass er irgendwann scheinbar Lust drauf bekommen hat und zunehmend in die Rolle rein wächst.

Dann haben wir Tilda Swanton als „The Ancient One / Die Älteste“ also die Meisterin von Strange auf seiner Suche nach Heilung. Chiwetel Ejiofor, bekannt aus 12 Years a Slave spielt Baron Mordo, einen Weggefährten Stranges während seiner Zeit in Hogwarts, Quatsch, Kathmandu.

Alles in allem eine wahnsinnig gute Unterhaltung, vor allem wenn man mit Comics eigentlich nichts am Hut hat.

Und auch wenn Ihr dafür nicht ins Kino gehen wollt, bin ich mir sicher, dass das nicht das Letzte gewesen ist, was wir von Strange gehört und gesehen haben.

Dennoch kann ich, wenn Ihr Magie, Fantasy oder einfach gute Mindfucks mögt, den Kinobesuch uneingeschränkt empfehlen.

Ansonsten, oben im Header findet Ihr noch 2 Trailer hintereinander weg.

Viel Spaß damit!

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