14.000.605 Möglichkeiten. 1 Lösung. Avengers: Endgame!

Es ist so weit. Die Reise, die 2008 mit Iron Man begann, geht dem Ende entgegen.  Avengers: Endgame!

Nur noch wenige Mitstreiter sind neben den großen Vier (Cap, Iron Man, Hulk, Thor) nach Thanos‘ Snap noch da und es wird wirklich wenig verraten, was die überbleibenden Helden aus verschiedenen Teams nun unternehmen wollen, um die eine Lösung zu finden, die Dr. Strange auf Titan gefunden haben will.

Eine Idee ist, dass es was mit Ant-Mans letztem Trip, den armbanduhrähnlichen Devices und Zeitreisen zu tun. Damit würde Marvel jedoch schon tief in die Trickkiste greifen. Dennoch hat man bei den Dreharbeiten Szenen aus dem Kampf um New York aus dem ersten Avengers Streifen gesehen.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Tony Stark/Iron Man (Robert Downey Jr.)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

So oder so wird uns Avengers: Endgame uns höchstwahrscheinlich als Film nicht enttäuschen und alle, die Infinity War gesehen haben, werden wissen wollen, wie die Geschichte zu Ende geht.

Captain Marvel ist nun auch als aktuelle Version und nicht als 90er Carol zu sehen und Thor shakert los. Ich hatte ebenfalls nach meinem Besuch bei ihr im Kino geschrieben, dass ich mir ihre Nummer holen würde. Und nach dem Wochenende steht fest, dass sie auch verkaufszahlentechnisch eine gute Partie wäre.

Wer dennoch tiefer in den Trailer einblicken will, für den hat Mr. Sunday Movies folgendes Video:

Mich interessiert jedoch, was danach kommt. Ja, Spider-Man und höchstwahrscheinlich ein dritter GOTG, ein zweiter Black Panther und ein vierter Thor, doch das wirklich dicke Ding kommt ja erst noch.

Zwei Fragen sind hier wichtig:

1. Welche Bedrohung wird danach im MCU aufschlagen?

2. Wann kommen die Charakter von Fox (X-Men, Fanta Vier, etc.) hinzu und wie?

Und vor der dritten Phase des MCU gab es noch ein großes Event. Die Filme für die kommenden Jahre wurden alle in einem Zeitstrahl präsentiert. Davon ist jetzt jedoch noch nichts zu sehen. Womöglich, weil Hinweise auf den weiteren Verlauf in Avengers: Endgame zu finden sind.

Es ist bisher auch nur das eine Foto von Tony weiter oben im Pressebereich von Disney zu finden. Auch der Trailer deutet daraufhin, dass fast alles ein Spoiler sein könnte. Vielleicht haben wir ja Glück (Aaaaaahahahahhahhahhahhahhhahhahhahhhahhahhhaaaa) und bekommen noch einen letzten Trailer kurz vor dem Film mit ein paar Einblicken.

Eins hat Kevin Feige jedoch bereits verraten: drei Filme pro Jahr in Zukunft! Jedes Jahr werden wir uns auf drei MCU Filme freuen dürfen. Und das mit (ich glaube, mittlerweile, außer die Spider-Man Villians und Sidekicks von Sony, vielleicht.) allen Charakteren aus den Büchern.

Hier noch das Poster zum Film:

Maseratis, Boeings, Tempos und ein Clown – What a time to be alive!

Es gibt Tage, an denen liegen so viele offene Enden vor einem, dass man schreiben muss. Heute ist so ein Tag.

Alles, was jetzt kommen wird, kann womöglich Ansichten verletzen und Themen objektiv betrachten, die für den ein oder anderen schmerzhaft sein können. Das kann nicht jeder ab. Daher habe ich mir Gedanken zu einer Alternative gemacht und dazu gibt es diesen Link: ALTERNATIVE

Es ist besser diesmal eventuell die Alternative zu wählen, falls man leicht getriggert werden kann oder absolut keinen Tag damit auskommt IRGENDETWAS zu tun, wofür man sich am Abend als überlegener Weltenretter auf die Schulter klopfen kann.

Okay, seit Wochen tobt die Diskussion, wie sinnvoll oder unsinnvoll Tempolimits auf Autobahnen sind. Unfälle sollen dadurch vermieden werden, obwohl sich Defizite am Verständnis der Regeln einer Autobahnfahrt bei Befürwortern oft nicht wegdiskutieren lassen und Zahlen dazu häufig nicht aufzufinden oder angeblich schlecht interpretiert sind. Man habe ja keine Ahnung und Politiker sowieso nicht und sowieso wäre alles viel besser und sicherer und so.

Es ist schwer zu verstehen, wie Menschen in eine Diskussion gehen können, ohne ausreichender Objektivität oder Rückhalt durch Fakten. Oder überhaupt anderen Ideen dazu, als dass es sich traumhaft anhört. Alle fahren maximal 130 km/h und so gibt es weniger Unfälle und alle kommen entspannter und nach Rosen duftend ohne Verspätungen an. Es gibt keine Staus mehr, denn alle halten sich ja nun an die Regeln und sind artig und freundlich und friedlich und so was alles.

Es kam die Meldung aus den Staaten, dass die (trotz Tempolimit) die wenigsten tödlichen Unfälle mit Fußgängern seit 30 Jahren haben. Warum? Fragt man sich da. Wieso ist da seit 30 Jahren an Infrastruktur und Regelwerk alles gleich und trotzdem passiert weniger?

Men lie, women lie, numbers don’t.
(Jay-Z)

Nun habe ich mich doch mal schlaumachen wollen und habe diese Zahlen vom deutschen Verkehrssicherheitsrat bis 2017 gefunden. Ja, ist alt und nicht aktuell und ich verstehe nichts von Statistiken und Zahlen und alle sind überrascht, wie ich den aufrechten Gang drauf haben kann. ABER! Wenn man sich selbst als dümmste Person dieser Welt, also Donald Trump, diese Zahlen ansieht, dann dürfte man verstehen, dass 1.201 (1991) viel mehr ist, als 409 (2017).

Und auch als sehr, sehr dummer Ase, stellt sich mir die Frage: Wieso ändern sich Zahlen, wenn sich doch an sich nichts verändert hat?

Vielleicht stellt sich diese Frage auch nur, wenn man nicht alles im Überblick hat?!

Nehmen wir mal an, es gäbe einen Faktor, den man nicht beachten will, weil dieser Faktor der eigenen Argumentation im Weg stehen würde. Zum Beispiel, dass die Erde womöglich doch rund ist, weil die anderen Planeten auch fast ausschließlich rund zu sein scheinen. Oder, dass es Odin geben muss, weil der versprochen hat, alle Eisriesen zu töten und ich einfach noch nie einen Eisriesen (hier) getroffen hab.

Vielleicht hat ja etwas an dieser Zahl gedreht, was man selbst gar nicht beeinflussen kann, weil es einfach nicht die eigene Baustelle ist und vielleicht nur ein nettes Hobby, als eine Berufung sein sollte.

Ich habe mir am Wochenende die Netflix Formel 1 Doku mehrfach angesehen. Ich mag die Formel 1, schlafe nur immer wieder ein, sobald sich zwei Fahrer jährlich die Krone gegenseitig übergeben oder über Jahre hinweg ein Fahrer triumphiert. Das macht es langweilig. Doch nach der Doku habe ich gemerkt, dass das auch an der Berichterstattung liegen kann, die sich auf die Top-Teams konzentriert. Obwohl die Dramen dahinter passieren. Doch das nur am Rand.

Mir geht es darum, dass es ganz entscheidenden Faktor gibt, der die Unfallstatistiken positiv beeinflusst haben könnte. Dazu folgendes Video von Marcus Ericsson aus dem letzten Jahr in Monza:

(leider nur auf YouTube verfügbar)

Der Typ ist in Monza, einer der Hochgeschwindigkeitsstrecken der Formel 1 mit gut 320 Sachen in die Bande, hat sich mehrfach überschlagen und ist  danach auf seinen eigenen Beinen, ohne einen Kratzer, lächelnd und winkend durch die Boxengasse spaziert. Zu Beginn der Formel 1 konnte es in einem Jahr sein, dass drei Fahrer nicht Heim kamen.

Die Innovationen aus der Formel 1 landen später in unseren Fahrzeugen und verbessern auch unsere Sicherheit. Also vielleicht ist das was man tut nicht DER größte Move, den man bezüglich Sicherheit und Umwelt und Nettigkeit machen kann, sondern doch nur Aktionismus.

Die Sicherheitstechnik unserer Kraftfahrzeuge hat sich stetig verbessert, da sich solche Maßnahmen auch zunehmend besser verkaufen lassen. Jetzt mögen manche sich fragen: Schön und gut, aber inwiefern soll sich die Technik an einem Auto so verändern, dass weniger Fußgänger drauf gehen?

Das durfte ich als Mitarbeiter bei einem Autozulieferer lernen, denn auf dem Gelände gab es einen Bereich, auf dem Sprengstoffe gelagert wurden. Je nachdem, wie hochwertig Euer Fahrzeug ist kann es sein, dass Ihr tagtäglich mit einer Ladung Sprengstoff durch die Gegend flitzt und davon nichts wisst.

Denn manche Fahrzeuge haben bereits einen Mechanismus, der einen Aufprall mit einem Fußgänger erkennen lässt und in dem Fall die Motorhaube nach oben, dem Fußgänger entgegen, sprengt. Mag sich jetzt komisch anhören, aber dadurch, dass die Motorhaube in dem Fall als Feder des Oberkörpers funktioniert, schlagen weniger Fußgänger mit dem Kopf direkt auf der Windschutzscheibe auf und diese kommt ihnen somit – trotz allen Furchtbarkeiten die eine Kollision mit sich bringt, zum Schutz etwas entgegen.

Und ich erwähne jetzt nicht weiter, dass die Polizei auch eher der Meinung ist, dass Unfälle mit LKW’s (die nur 90 km/h fahren dürfen) deutlich häufiger sind. Außerdem lasse ich nun mal weg, dass die meisten Unfälle auf der A2, der Ost – West Achse und durch unzureichend sichere Fahrzeuge im Lastkraftverkehr entstehen. Auch, dass man Lastkraftverkehr mit einem Tempolimit gar nicht berühren würde.

Wir nehmen uns mal ein anderes Beispiel vor. Ein überragender Tweet fiel mir gestern ins Auge:

Also eine Bahnfahrt kostet so viel, wie zwei Mal Maserati fahren? Liebe Weltverbesserer und schlauere Menschen. Egal wie sehr Ihr das Tempo begrenzen wollt, nichts würde meine Entscheidung hier dahin gehend beeinflussen, nicht mit einem Maserati zu fahren. Und mir fällt wirklich nichts ein, wie ich Euch verdeutlichen soll, was das bedeutet. Da Ihr sicher keine Autos mögt.

Auch wenn der Ghibli nur der neue Jeep Renegade unter den Maseratis ist. Ich würde die Scheiße aus dem Baby fahren. Ich hab’s Euch gesagt, nehmt die Alternative!

Und ja, mir ist aufgefallen, dass es eine erste Klasse Bahnfahrt und die sicher entspannend und produktiv sein könnte. Trotzdem gibt es noch einen entscheidenden Vorteil, der für den Maserati spricht: Da muss ich mir nur das anhören, was ich mir anhören möchte. Das entspannt mich sehr.

Dennoch sollte es doch eher so sein, dass die Fahrt mit einem Zug einen Bruchteil von der Fahrt in einem Maserati kosten sollte, damit es SO RICHTIG attraktiv wird. Man muss sich denken: Leck mich fett, wenn ich das Angebot nicht annehme, dann wäre ich ja noch viel dümmer, als ich überhaupt schon bin.

Ich möchte nicht damit sagen, dass man immer alles wissen und kontrollieren muss und kann, wenn man nur ein normaler Mensch auf Twitter ist, der sich engagieren und die Welt besser machen möchte. Natürlich kann man nicht jede Kennzahl auf dem Schirm haben, um wirklich sagen zu können, ob man gerade die beste Entscheidung trifft. Denn am Ende ist es ja vollkommen egal, ob man den richtigen Riecher hatte, denn man ist nur jemand auf Twitter, hat keine Verantwortung diesbezüglich, kann das Handy weglegen und schlafen gehen. Aber wisst Ihr, wer für so was verantwortlich ist? Politiker!

Ja natürlich, die ein oder andere Partei ist nicht ganz frisch und hat wahrscheinlich nicht die besten Ansichten und Ambitionen, dennoch ist es so, dass wir Vertreter benennen die Regierung und Opposition bilden, solche Fragen angehen, dazu Berater einstellen, sich dann untereinander beraten und eine Entscheidung fällen. Wenn diese Entscheidung nicht koscher ist, gibt es noch die Presse, die auf so was hinweisen könnte.

Ob ich ein Beispiel habe? Selbstverfuckingständlich!

Wie ich bereits im Post zuvor erklärt habe, bedeutet Klimaschutz nicht ausschließlich nur Autoverkehr. Und nun ist etwas Schreckliches passiert, was noch schrecklichere Züge annehmen könnte. Warum? Weil Politiker ihren Job nicht gemacht haben oder falsch gemacht haben oder nicht richtig machen konnten, weil jemand eine Mauer haben wollte.

In dem Fall bräuchte man also gar keine Presse, man müsste nur eins und eins zusammenzählen – was ich nicht kann, weil ich strunzdumm bin. Dennoch hat Rachel Maddow hier einen Punkt:

Worum geht`s? Den Boeing 373 MAX 8 Flieger, nachdem in Äthiopien ein solches Modell mit 157 Menschen an Board aus der Luft gestürzt ist, kam heraus, dass der Autopilot zeitweise unvermittelt damit beginnt, nach unten zu ziehen. Kein Landemanöver, sondern einfach die Nase runter zu ziehen. Die Piloten müssen dann den Autopilot einmal neu starten, die Maschine wieder hoch ziehen und Autopilot wieder einschalten. Dennoch, der Flieger fliegt mit Schub in den Boden, wenn Pilot nicht etwas ausführt. Richtige Reaktion: eine Vielzahl der Länder hat nicht nur Start und Landung, sondern auch Überflug dieser Modelle verboten.

Amerika jedoch nicht. Warum? Weil Donald Trump einen Anruf vom Chef von Boeing erhalten hat und der sagt, alles wär super duper.

Dämlich und nicht mehr überraschend, aber vielleicht nicht das tragischste an der Geschichte. Denn Rachel erklärt hier anschaulich, dass Boeing das Problem seit dem Crash des Lion Air Fluges im Oktober 2018 auf dem Schirm hatte und wusste auch, was zu tun ist. Ein Softwareupdate war im Januar schon ready. Doch dummerweise hat sich die amerikanische Luftfahrtbehörde gedacht, dass man da diesmal doch genau ein Auge drauf werfen sollte. Dann kam noch der Government Shutdown in den Staaten dazu und so kommt das Update erst im April. Aber kein Problem, denn der Clown hat ja alles im Griff und mit dem Chef von Boeing gesprochen.

Ich weiß nicht, ob das vor oder nach seinen Tweets war, dass er es sowieso komisch findet, dass Flugzeuge immer komplizierter werden, als leicht, einfach und althergebracht zu sein. Und er will auch nicht, dass nur noch Albert Einstein Flugzeug fliegen kann, sondern auch Idioten.

Genau. Der wundert sich sicher auch, wieso die Zahlen der Unfalltoten sinken, obwohl alles gleich bleibt (außer Technik, die er nicht versteht und daher nicht weiß, welche Hilfe diese tagtäglich ist und was sie alles bisher bewirkt hat).

Wie gesagt, wenn jemand eine Idee hat, wie man alles verbessern kann, immer raus damit. Doch nicht nur Anhänger suchen und lauter werden, nur weil man grad nichts anderes zu tun hat. Sondern nur, wenn es durchdacht und von Entscheidungsträgern abgenickt wird.

Denn nehmen wir mal an, dass wir die Tempolimits auf 130 km/h reduzieren, eine Zugfahrt so günstig wird, dass man blöd wäre mit dem Maserati zu fahren und die Autoverkäufe zurück gehen würden. Wenn Audi, Mercedes oder VW nun Stellen streichen, sollen die dann eher beim Abgas- oder beim Sicherheitsteam streichen? Und hilft uns das dann wirklich weiter, wenn wir uns für eins entscheiden müssten? Oder wäre es gut einen Weg zu finden, der für alle denkbar ist?

Vielleicht gibt es wirklich andere Probleme?

Vielleicht ist das, wofür man sich auf Twitter streitet, gar nicht die beste Lösung?

Vielleicht sind Politiker doch zu was nutze?

Vielleicht ist man selbst nicht die Lösung aller Probleme?

Vielleicht bin ich gar kein Idiot?

Vielleicht ist diese Welt nicht mehr zu retten?

Halloween / Samhain 2018

An manchen Tagen und Nächten ist der Vorhang zwischen den Welten dünner, als gewöhnlich. So berühren sich die Welten stärker als sonst. Eine Zeit zwischen den Welten.

Auch an Samhain lassen sich die Tore leichter aufstoßen.

Mit diesen Worten heiße ich Euch zum diesjährigen Halloween / Samhain Post willkommen. Oben, im Header findet Ihr bereits das Halloween Lights House 2018 meiner Wahl.

Neben weiteren gewohnten Inhalten gehe ich in diesem Jahr auch auf die „Weisheit“ ein, dass Halloween ja nur ein dämliches, amerikanisches Fest ist, um den Verkauf um Erntedank / Sankt Martin anzustoßen. So wollen sie „uns“ wieder die Tradition nehmen und durch Konsum ersetzen.

Dieser Umstand trifft nicht zu. Viel eher ist es so, dass der Tag Allerheiligen lediglich an diesem Termin, dem 01.11. jedes Jahres, liegt, weil die Christen sich einfach nicht mehr zu helfen wussten, wie man den Heiden endlich ihren Totenkult in der Nacht vom 31.10. auf den 01.11. nehmen kann. Also hat man kurzerhand auch ein Fest zum Gedenken der Toten gelegt und so kam Halloween sogar zu seinem Namen. Denn der Abend vor Allerheiligen heißt im englischen „All Hallows‘ Eve“, was dann später zu Halloween wurde.

Doch der Brauch, der zu all der Aufregung führte, lag viel, viel tiefer. Schon die Kelten feierten Samhain und auch wir Heiden, Germanen, Barbaren und Wikinger feierten in dieser Nacht Feste in Gedenken an unsere Ahnen und andere Bewohner der Anderswelt.

In diesem Post widme ich mich diesem Fest, dem Sinn dahinter, sowie Ritualen und Bräuchen.

Halloween / Samhain – Was soll das überhaupt?

Mit Samhain beginnt die dunkle Hälfte eines Jahres. Wie der Morgen im grau beginnt, so beginnt auch ein neues Jahr im Zwielicht. Ein Punkt außerhalb unserer Zeit und doch innerhalb des Jahreskreises. Eine magische Zeit, in der die Ahnen und Bewohner der Anderswelt zu uns reisen können.

Die gewohnte Ordnung zerfließt im Chaos dieser einen Nacht. Und nachdem wir in diesem Jahr auch bereits einen Blutmond bewundern durften, werden wir diesmal noch viel näher an den anderen Welten stehen.

Aus diesem Grund gab es schon bei den Kelten einige Bräuche und Rituale, um den Ahnen zu gedenken, mit ihnen zu feiern, böse Geister, Dämonen und Trolle milde zu stimmen, sowie Feen und Raben zu motivieren weiter zwischen den Welten zu vermitteln.

Samhain ist ebenso ein wichtiger Punkt zwischen Zukunft und Vergangenheit. Man nimmt Abschied von dem, was war und blickt dem entgegen, was kommen wird.

Das alles muss man unter der Gewissheit erkennen, dass die Kelten und die Germanen die Toten nicht fürchteten. Viel mehr haben sie akzeptiert, dass ihre Ahnen nun an einem anderen Ort wohnen und eben nur in dieser Nacht zurückkehren können, um bei ihren Nachkommen zu sein.

Auch unser Bezug zu Wesen aus der Unterwelt war anders, als der in der heutigen Zeit. Oder vielleicht ist er bei anderen noch anders – und wir wollen uns einfach nicht damit abfinden? Mit anders?!

Und dann tanzt man um ein Grab, oder was?!

Nein und ja. Wer weiß schon, wie so manche Sippe vor Anbeginn der zivilisierten Zeit ihren Toten bedacht hat?! Es gibt ja noch immer das Problem, dass wir hier, links vom Rhein um die Zeit partout nichts aufschreiben wollten und die eindeutigsten Erkenntnisse über uns von einem abgesandten Muslim aufgezeichnet wurden. Die Römer hatten zwar was zu uns notiert, doch das, was da vor Varus von uns steht, ist reißerisch und alles, was da nach Varus steht, ist angstverzerrt. Also keine gute Quelle.

Das meiste, was man an Bräuchen zusammentragen kann, stammt also aus ungewissen Quellen. Es häufen sich einige Angaben, somit kann man davon ausgehen, dass das nicht vollkommen an den Haaren herbeigezogen ist. Außerdem ist es so, dass hier zwei Glaubensrichtungen (Kelten / Germanen) und dann auch noch in mehreren Völkern, mehreren Sippen und Ecken und so weiter, miteinander feiern. Wie gefeiert wird, variiert also durchaus und es mag sein, dass mancher Brauch bei mancher Sippe auch derzeit zu Gelächter oder Kopfschütteln geführt hätte.

Und man muss sich vor Augen halten, dass einige Jahre zwischen Kelten und Wikinger vergingen, bis die Christen kamen und das Problem hatten, dass man uns nicht leicht auf Weihnachten umerziehen konnte. Das auch zum Thema: Die Muslime kommen und wollen uns das Land wegnehmen – SELBER!

Samhain Bräuche aus längst vergessener Zeit

  • Mindestens einen Platz an der Abendtafel mehr eindecken, damit die Ahnen am Fest teilnehmen können
  • Essen vor der Tür bereitstellen, für die Ahnen, die es nicht rechtzeitig geschafft haben und um böse Geister und Dämonen zu besänftigen. Entweder Wasser, Brot, Honig und Butter oder ein Teil des Samhain-Abendessen (da hier oft Tiere zuschlagen: Bitte nichts zu scharfes, keine Zwiebeln, Hühnerknochen oder Ähnliches)
  • Ein Hexenbesen wurde zum Schutz vor bösen Geistern vor die Tür gestellt
  • Die Haustür wurde nicht verschlossen und das Haus ansehnlich für die andersweltlichen Besucher hinterlassen. Auch über Nacht wurde ein Gedeck am Tisch zurückgelassen, außerdem Tabak, Whiskey, Met oder andere Gaben, die den Toten mundeten
  • Aus Mehl oder Korn wurde ein Weg vom Grab der Ahnen bis an die Haustür gelegt, damit sie schneller den Weg finden würden
  • Der Kamin wurde vor Samhain ordentlich gesäubert, damit die Seelen der Ahnen keine Schwierigkeiten haben durch den Schornstein hinab zu steigen
  • Am späten Abend verließen die lebendigen Gäste meist das Haus, damit die Ahnen sich der Festtafel und dem Mahl widmen konnten
  • Außerdem wurden Fliegenpilzkaltauszüge, Engelstrompeten oder andere Bewusstseinserweiternden Mittel gereicht, damit man mit den Gästen aus der Anderswelt ins Gespräch kommen konnte
  • Auch Orakelräucherungen wurden durchgeführt um den Kontakt zu den Ahnen zu erleichtern. Heute nutzt man dazu meist Räucherstäbchen.
  • Verkleiden, singen und Gedichte aufsagen im Austausch für Speisen. Die Verkleidung diente dazu, sich vor den in der Dunkelheit umherziehenden Seelen zu verstecken. Als Lampen wurden ausgehöhlte Kürbisse mit Angst einflößenden Gesichtern verziert, um schadenfrohe Geister zu verjagen
  • Eine Kerze wurde ins Fenster gestellt. Das sollte dafür sorgen, dass die Geister der Ahnen sich nicht verirren und den Weg zu einem finden
  • Auf Anhöhen und Hügeln der Umgebung wurden Feuer entzündet, die die Sonne symbolisieren sollten. Die Feuer sollten schützende und reinigende Kräfte freisetzen, sowie die Dunkelheit und Kälte des Winters fernhalten. In einigen Gegenden wurden sogar zwei Feuer nebeneinander entzündet, zwischen denen Mensch und Vieh durch schritten, um die rituelle Reinigung zu verstärken. Auch die Felder wurden mit brennenden Kieferzweigen abgeschritten
  • Die Herdstellen werden vor Einbruch der Dunkelheit gelöscht und mit Kohle des Tlachtga Feuers (von einem irischen Hügel), was durch Druiden ständig brennen gelassen wurde, wieder entfacht
  • Wenn man einen Apfel vor einem Spiegel teilt und isst, erscheint einem die Zukunft im Spiegel
  • Man schälte einen Apfel in einem Stück, so lang, wie die Schale war, war die eigene Lebenserwartung
  • Wenn man die Schale danach in frisches Quellwasser legt, zeigt der Buchstabe, der sich daraus formt, den Anfangsbuchstaben seiner großen Liebe an
  • Paare rösteten Nüsse über der Feuerstelle. Wenn die Nüsse zusammenblieben, würde auch die Beziehung weiter bestehen
  • Eiweiß wurde in Wasser gegossen und daraus die Anzahl angehender Nachkommen gedeutet
  • Die Ernte, die bis Samhain nicht eingeholt wurde, gehörte nun den Puca (Goblins)
  • An Samhain wurde üblicherweise ein Thing (Versammlung) abgehalten
  • Ebenso war es ein guter Zeitpunkt, um mit einem Orakel oder einer Seherin zu sprechen
  • Festlichkeiten wurden oft auf Samhain gelegt, da eben in dieser Nacht Chaos nichts Ungewöhnliches war
  • Später, bereits in christlichen Zeiten, wurden an Samhain auch Hexenfeste abgehalten, da zu dieser Zeit jeder, der nicht voll an Christus glaubte, gleichzeitig eine Hexe / ein Hexer waren.
  • Natürlich wurde an Samhain auch geopfert. Ob bei den Kelten dem Unterweltsgott Cenn Crúach („der blutige Kopf“) oder bei uns Germanen eben Hel
  • „It’s the great Pumpkin, Charlie Brown“ gucken

Das Fliegerass aus dem ersten Weltkrieg steigt wieder auf

Ein großes Ritual in den Hallen von Thrudheim ist nach wie vor „It’s the great Pumpkin, Charlie Brown“ von den Peanuts zu gucken. Jeder, der der englischen Sprache mächtig ist, kann dies sogar für Nüsse bei YouTube machen:

Ein Blick nach YouTube

Und auch in diesem Jahr empfehle ich Euch etwas aus dem Netz, womit man sich ordentlich in Stimmung bringen kann. Es gibt wieder etwas vom Mythen Metzger und das erste Thema zeigt, dass Nahtoderfahrungen nicht immer etwas mit hellem Licht und angenehmen Bildern zu tun haben muss. Es kann auch in die andere Richtung gehen.

Blutrünstige, sexuelle Ausschreitungen. Kenn ich.

Das nächste Thema habe ich gewählt, da es auch bewegtes Bildmaterial gibt und erneut Wesen präsentiert werden, die man so vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hatte.

Was geht bei den Streamern?

Hier bekommt Ihr wieder ein paar Tipps für die schaurig, schönste Nacht des Jahres von Netflix & Amazon Prime.

Netflix

Alien (Film)
Aliens (Film)
Aliens 3 (Film)
Alien vs. Predator (Film)
Event Horizon (Film)
Auslöschung (Film)
The Ritual (Film)
Spuk  – In Hill House –  (Serie)
Stranger Things (Serie)

Amazon

Split (Film)
Sie leben (Film)
Die Nacht der lebenden Toten (Film)
Verfluchtes Amsterdam (Film)
Troll Hunter (Film)
The Terror (Serie)
The Walking Dead (Serie) / Fear the Walking Dead (Serie)

Und damit verabschiede ich Euch auch schon in die Dunkelheit. Lasst Euch nicht vom Troll beißen.

Bis bald!

Countdown to Insanity

Twix hieß mal Raider. Und der Countdown to Insanity hieß mal Adventskalender. Wenn ich jedoch mal nicht davon abgelenkt werde, dass deutsche Christen sich davor fürchten übernommen zu werden, fällt mir auch mal ein, dass ich eigentlich mit dem Advent so viel am Hut habe, wie ein Tiefseetaucher mit der Bodenbeschaffenheit der Marsoberfläche.

Nicht, dass es mich nicht tierisch amüsiert, dass AFD’ler sich darüber aufregen, wenn ein Schokoladenhersteller eine Krippengeschichte aus 1001 Nacht auf seinem Adventskalender abbildet. Als wäre das so abwegig, weil Jesus ja eigentlich im Sauerland aufwuchs. Eigentlich sollte sich Jesus davor fürchten, dass er bald mit Sandalen und weißen Socken am Kreuz hängt.

Und Penny hat den Vogel abgeschossen, denn nachdem sich im letzten Jahr bereits einige „Überdeutschen“ vor Entsetzen in die Jauchegrube geworfen haben, weil deren Nikolaus nun Zipfelmännchen hieß. NEIN! In diesem Jahr hat das Zipfelmännchen auch noch ein regenbogenfarbenes Jäckchen bekommen – wie zur Hölle cool ist das denn bitte?!

AFD:

via GIPHY

Genug der Ketzerei!

Aber wenn wir alle mal ganz kurz enorm ehrlich sind, hat Thrudheim mit dem Advent wirklich nichts zu tun. Sehen wir es einfach als Traditions-Sharing – Ihr habt unseren Weihnachtsbaum und den fetten Typ mit dem Schlitten und wir haben nun Euren lustigen Kalender übernommen – DEAL WITH IT!

Es läuft wie in jedem Jahr zuvor: Jeden Abend wird das Türchen des nächsten Tages befüllt und wer läuert muss mit dem Hulk auf Sakaar, als Sparringspartner, in die Arena.

Den Countdown to Insanity findet Ihr

HIER

und ich wünsche viel Spaß!

 

Samhain / Halloween 2017 – Missing 411 / Zusatz

Wie wahnsinnig ich bin? Ich schreibe über Wochen einen Post und als ich ihn dann veröffentliche fällt mir auf, dass ich den Auslöser für dieses Thema gar nicht mit aufgenommen habe. Und das, OBWOHL ich Streaming-Tipps gab – ICH VOLLHORST!

Doch als ich gerade bei dem Aufruf zum realisieren und reflektieren des Mythen Metzgers  bin (ja ich recherchiere nach), fällt mir auf, dass ich die brandneuste Neuigkeit zu den Missing 411 Fällen verpeilt habe /o\.

Daher dieser Zusatz. Es dreht sich um Folgendes: David Paulides + Sohn hat sich die Mühe gemacht und einige Fälle in einer Dokumentation zusammengefasst. Falls Ihr das Thema durchhabt, der englischen Sprache mächtig seid und nun weiter recherchieren wolltet, dann gebt Euch den zuerst, wenn Ihr die Möglichkeit dazu habt.

Die Doku hat zwei Pluspunkte:

1. Einige Fälle werden sehr detailliert beleuchtet und dargestellt.

2. Man bekommt auch noch wirklich brillante Landschaftsaufnahmen.

In einem der Videos hat der Metzger auch angedeutet, dass da nicht nur Amateure am Werk gewesen sein sollen. Oben findet Ihr den Trailer und nun den einzigen Minuspunkt dazu. Die Doku gibt’s nur für Cash und bei Amazon Instant Video.

Ich hab das Geld jedoch in die Hand genommen und kann soviel sagen: tolle Bilder und wirklich nahe Infos auch von Angehörigen und Offiziellen.

Missing 411

P.S: Noch was ganz Wichtiges. Wenn Ihr Euch eins der Missing 411 Bücher zulegen wollt, dann nicht über Amazon, sondern direkt über die David Paulides Website – soll deutlich günstiger sein.