Freiheit, Idioten und Mr. & Mrs. Corona.

Ich habe immer die Freiheit geliebt und werde nie aufhören die Freiheit zu lieben. Doch das, was ich am 15.03.2019 gelebt habe – war keine Freiheit. Der Kampf um die Freiheit wird niemals enden.

Freiheit wird sein, wenn ich an einem, schönen Morgen genau das, an einem Ort meiner Wahl, in der Kleidung meiner Wahl, unter Schirmherrschaft der Götter meiner Wahl (und in meinem Fall auch meiner Blutlinie), unter Begleitung der Partnerin meiner Wahl, unter Beschallung der Musik meiner Wahl, machen kann, was auch immer ich gerade möchte, ohne auch nur eine Gegenstimme vernehmen zu müssen – das ist Freiheit. Und das jeder andere das auch kann. Alles andere ist Anpassung.

Und das, was die Idioten da fordern, ist keine Freiheit, sondern Unterdrückung. Die wünschen FÜR SICH Freiheit und FÜR ANDERE Unterdrückung.

Problem ist jedoch, dass es wahrscheinlich nicht genug Platz auf Mallorca gibt, um allen hierzulande ihre Freiheit zukommen zu lassen, ohne dass es Tote gibt. Somit ist der Ruf nach Freiheit zur Zeit nur ein Ruf danach, als Vollidiot oder Ignorant verstanden zu werden.

Denn was wir hier machen und was wir in „Demokratie“ so machen und was wir immer machen sollten, ist so viel Freiheit jedem zukommen zu lassen, dass so wenig Menschen wie möglich auf der Suche danach drauf gehen müssen. Wenn man dagegen also generell etwas hat, hat man entweder das zuvor geschilderte Problem noch immer nicht verinnerlicht (ich habe äußerst langsam geschrieben) oder man hat es verinnerlicht und gibt keinen fliegenden Fick, weil man SEINE Freiheit als wichtiger erachtet. Und genau deswegen gibt es Gesetze.

Jahrelang habe ich mich gefragt, wieso ich nicht einfach mit einem Zelt in den Wald stapfen kann, da ein Wildschwein schießen, ein Feuer machen und an Ort und Stelle für meine Freunde ein Festmahl zubereiten? Kurze Antwort? Idioten!

Denn ich würde einfallen, einen geeigneten Platz spotten, diesen vorbereiten, alles ausrichten, die Feuerstelle sichern, genügend Wasser für den Notfall bereit halten, Koch- und Aufenthaltsbereich trennen (wir sind noch immer in einem gottverdammten Wald), Mülltüten bereit halten, Abtransport organisieren, und, und, und.

Das würden Idioten wahrscheinlich nicht tun. Idioten stellen Kühlschränke in den Wald. Idioten muss man mehrfach erklären, wieso man eine Schaufel auf langen Wanderungen dabei hat. Idioten sind der Grund, wieso wir Gesetze brauchen. Verstanden. Traurig. Aber verstanden.

Es ist somit für mich nicht möglich, meine Freiheit auszuleben, weil Idioten mich einschränken. Und das ständig. Das bedeutet somit, dass ich meine Freiheit aufgebe, damit die Welt nicht vollkommen im Dreck versinkt.

Somit bedeutet Freiheit hier für mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zu leben, so wenig wie möglich die Freiheit anderer zu beeinträchtigen und immer wieder verinnerlichen müssen, dass etwas womöglich nicht ohne Weiteres möglich ist, weil es Idioten gibt.

Jetzt gerade nehme ich meine Freiheit dazu, mich korrekt zu verhalten. Ich meide unnötige Besuche. Ich versuche meine Arbeit nach drinnen zu verlegen. Ich versuche alles zu tun mich und andere nicht zu infizieren. Ich trage unter Menschen, die nicht in meinem Haushalt leben, eine Maske, wasche meine Hände, wann immer möglich und lasse so viel Alkohol und Chemie darüber laufen, wie nur eben möglich – meine Freiheit und das Recht sind da auf meiner Seite.

Und jetzt kommen wir zum ewigen Problem: Idioten. Es ist nicht nur schlichtweg nicht mehr zu ertragen, auf welch hohem Niveau hier Geheule, Gequengel, Verschwörungen, Hass, Ignoranz und Boshaftigkeit an meinen Nerven zerren.

Das einzige was ich will, ist die Freiheit, das Richtige zu tun. Dass man mir dabei auf den Keks geht, bin ich gewohnt. Ich schränke mich ein und ertrage den Blödsinn. Anders ist es jedoch, wenn man mich deswegen angeht oder umzudrehen versucht– denn das ist eine direkte Einschränkung MEINER Freiheit.

Und ich habe mich sehr oft gefragt – wann kommt der Punkt, an dem ich es nicht mehr weiter ertrage?!

Wann kommt der Punkt, an dem meine Freiheit so sehr durch andere eingeschränkt und selbst durch Recht und Gesetz nicht mehr zu sichern ist. Wann kommt der Punkt, wenn man mich zwingt selbst meine Freiheit abzusichern oder aufzugeben?

An all die Clowns, die gerade um ihre Freiheit und Bürgerrechte und Einschränkungen durch „die da oben“ fürchten:

Ich habe eine gute Nachricht. Ihr dürft raus und ich spreche mit dem DFB, damit die Bundesliga schnell wieder auf macht. Aber, Ihr müsst dafür nur unmaskiert auf Instagram live streamen, wie Ihr:

  • Minimum 2 Stunden Zug fahrt und allen Fremden die Hände schüttelt.
  • Eine Intensivschwester (Hey, wieso eigentlich nicht Intensivbruder?! #Maskulinism) umarmt.
  • Einer Kassiererin dankt.
  • 4 Stunden Bus fahrt (und an allen Stangen leckt).
  • Euch ständig dabei an den Mund fasst.

Zeigt uns allen, wie viel Ihr bereit seid für Eure Freiheit zu geben. Wie weit Ihr gehen, wie wenig Ihr essen, wie viel Ihr geben würdet, um endlich wieder Eure Freiheit zu haben.

Wenn Ihr das nicht tun möchtet, kein Problem, dann bitte ich Euch nur inständig um eins: Hört auf mir auf den Sack zu gehen. Ich bitte Euch. Ich kann das nicht mehr lange.

Zum Schluss möchte ich noch kurz was zu Masken los werden – auch wenn mein anfänglicher Drang schnell möglichst auf Anhieb richtige und wichtige Informationen weiterzugeben mich schnell wieder verließ. Der Verlauf und das Verhalten in der Zeit danach haben gezeigt, dass ich auch ein hübsches Bild hätte malen können, das hätte ebensoviel gebracht.

Trotzdem. Masken können Euch und Ihr andere schützen. Egal welche Art von Maske Ihr habt. Es gibt ein wenig was zu beachten, wenn man wirklich durch so ein Ding geschützt und nicht noch mehr Risiko ausgesetzt werden möchte.

Ihr müsst davon ausgehen, dass das Ding immer an der Vorderseite infiziert ist, denn sonst fasst Ihr rein, zupft dran rum oder ähnliches und wenn Ihr dabei die Vorderseite berührt, dann habt Ihr Mr. oder Mrs. Coronoa halt schon an der Hand. Und dann verteilt Ihr ihn oder sie. Also Finger da weg. Sobald Ihr das Ding auf habt, müsst Ihr davon ausgehen, dass vorne Lava ist, sonst bringt Euch das Ding gar nichts. Wenn Ihr also zum Einkaufen fahrt und davor die Maske aufsetzt und sie danach einfach absetzt und in die Einkaufstüte werft – dann wird das womöglich kein Zott-Sahnejoghurt Traum-Wochenenende für Euch, dann müsst Ihr eher die Kräuterpolizei rufen, oder im Ernstfall, fucking Saitenbacher!

Also wenn Ihr wirklich die Maske bis vor der Heimkehr absetzen möchtet, dann müsst Ihr darauf achten, dass Ihr das Ding von den Kopfriemen oder Ohrriemen aus absetzt, also so weit weg vom Gesichtsbereich wie möglich und Euch trotzdem danach die Hände wascht und/oder desinfiziert. Danach, wenn Ihr nicht Dagobert Duck seid und Euch ständig neue Masken kaufen könnt, packt sie in eine Plastiktüte (zum Glück gibt’s die noch) und macht die Prozedur zu Hause (habe selbst bereits erfahren, dass die Polizei bei „Maske im Auto“ annimmt, dass man Radarfallen austricksen will – wie gesagt, Idioten wollen die derzeitige Sachlage einfach nicht verstehen). Sonst hattet Ihr einfach nur einen fancy Virenfänger. Ich fahre meist zu zwei Einkaufsmöglichkeiten und lasse das Ding einfach auf und wenn zu Hause leg ich sie auf die Fensterbank – weil meine persönliche Verschwörungstheorie ist, dass Sonnenlicht nicht gut für Viren ist. Wie lange der Virus auf Oberflächen (wie der Eurer Maske) zurückbleibt und was die Pros vom Robby-Koch-Institut zu Masken so raten: HIER.

Ich hatte wegen meiner (wahrscheinlich zu frühzeitig getragenen) Maske viele Fragen zu beantworten und mir sehr viele Meinungen anzuhören (danke dafür, interessiert mich brennend) und auch einige echt nette Gespräche – und von sowas ernähre ich mich. Ohne den ein oder anderen, netten Plausch mit maskierten Menschen, die, wie wir alle, nicht wissen was der ganze Scheiß soll, wie lange er dauern wird und wie schnell wieder alles normal ist, aber sich gegenseitig informieren, bestärken, Mut machen und Idioten disziplinieren.

Zurück zum Thema: Natürlich sind Masken auch ein nettes Modeaccessoir und die Instagram-Influencer rasten aus vor „Küsse durch die Maske“ Fotos (Wieso erschießt mich nur keiner?!) aber, wie bei allem ist es eine traurige Maßnahme, die wir auf uns nehmen müssen. Und wir sollten sie gewissenhaft ausführen, weil es sonst Unfug und man nur ein Poser wie Mötley Crüe ist.

Natürlich ist es leicht befremdlich, plötzlich alle maskiert zu sehen, wenn man den Lauf der Zeit langsamer wahrnimmt. Aber im Endeffekt fällt das nur auf unser Thema von vorhin zurück. Ich möchte – und entgegen des Vermummungsverbots, rät es die Bundesregierung mir – eine Maske tragen. Das ist mein Recht, nun zum Teil meine Pflicht UND meine Freiheit.

Wie das auf andere wirkt, schränkt nicht deren Freiheit ein, ist für mich irrelevant und in erster Linie – deren Problem.

Vorher war es anderen egal, wie mehr oder weniger achtsam sie miteinander umgegangen sind, jetzt ist es mir egal, wenn sie rücksichtslos handeln und sie stören sich womöglich an meiner Maske.

Bleibt gesund, bleibt drin, ich liebe Euch.

#STAYHome #STAYSafe durchhalten!

Es ist immer irgendwie gleich, wenn eine neue Situation auf mich trifft. Ich schau sie mir an, dann schau ich in mich rein und dann bewerte ich. Dann kommen die Menschen und manche reagieren wie ich, doch einige, der Großteil in manchen Fällen, geht mit dieser Situation auf eine Art- und Weise um, dass ich wochenlang Zeug zum „mich wundern“, wenn nicht sogar „erschrecken“ habe.

Wo treffen sich alle Tiere irgendwann? An der Wasserstelle. Und unsere Wasserstelle sind derzeit Supermärkte – hier zeichnet sich ein Bild, was das volle Ausmaß des Problems erkennbar macht. Da haben wir die Randgruppe 1 – die direkt in OP-Maskierung und Einmalhandschuhen erscheint und penibel den Abstand einhält, dann die, die versuchen ihren Einkauf im Rahmen des möglichen und so vorfallslos wie möglich zu erledigen und dann die Leute, die das scheinbar alle noch nicht komplett begriffen haben.

Das sind die „nur bis vor die Haustür Denker“. Wie die Mom, aus 9/11 von Michael Moore. Erst komplett Feuer und Flamme für den Einsatz der Söhne im Irak, geile Nummer, Regierung, danke U.S. Army, pipapo. Doch wenn der erste Sohn nicht heimkehrt – wir wurden getäuscht! WAAAAAAARUUUUUUM?! WAAAAAAAAAAARUUUUUUUUUUUUUUM?! Wäre das nicht eingetreten, würde sie heute noch feiern – und sie scheint einfach nicht in der Lage zu sein zu verstehen – dass das immer so geht, doch womöglich nicht immer sie selbst trifft. Männer, die in den Krieg ziehen, gerechtfertigt oder nicht – kehren manchmal nicht Heim. Das war vorher kein Bestandteil ihrer Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Nur dummerweise ist es ja nun nicht mal so mittelbar. Wenn heute jemand an Corona wegen der Unachtsamkeit jemand anderes drauf geht – wer will das denn nachhalten?

Somit – eine ziemlich beschissene Situation.

Schauen wir uns die Zahlen an. Wie Harald Lesch in folgendem Video erklärt, haben wir Kapazitäten in den Krankenhäusern bis zu einem gewissen Prozentsatz an Konfliktpatienten unter 40.000 Neuinfizierten pro Tag. Unter diesen Infizierten sterben derzeit nur 0,5 % in Deutschland. Doch das wird sich ändern, wenn wir nicht mehr ausreichend Krankenhausbetten für Konfliktpatienten haben.

Und wo stehen wir derzeit? Derzeit stehen wir bei knapp 4.954 Neuinfizierten pro Tag (Stand 26.03.2020, 9:35, Quelle: www.rki.de). Es ist also abzuwarten, ob wir weitere Einschränkungen zu erwarten haben, wenn die Zahlen sich nicht ändern (was sowieso nur über Zeit passiert) und manche Kandidaten nicht einfach begreifen, dass die Sau, die hier durch das Dorf getrieben wird, kein Virus, sondern Todeszahlen sind.

Somit bleibt nur weiter aushalten.

Wo wir beim nächsten Punkt sind. Gemeinsam aushalten ist das Motto der bereits angekündigten www.getsomewtal.de Seite, um lokalen Geschäften in meinem Umkreis ein wenig Marketingschützenhilfe beim Anlauf des Internetgeschäfts zu geben. Bisher noch recht sparsam bestückt, da einige Unternehmer unter den neuen Regelungen doch noch einmal öffnen durften und andere Shops noch vorher beladen werden müssen. Nichtsdestotrotz bleibt die Seite erst mal online, je nachdem wie sich die Situation entwickelt.

Kommen wir zum Schluss zu Negativbeispielen. Die Länder, die derzeit von, sagen wir mal „Knalltüten“ regiert werden, reagieren etwas anders auf die Krise – gar nicht. Alles nicht so schlimm, geht wieder weg, kein Thema, fällt gar nicht auf – der Dreck, den einen die Bauernfänger zur Zeit halt grad so verkaufen wollen. Wie das so läuft? Nach Bildern von Twitter zu urteilen, fallen da gerade die Menschen genauso um, wie anfangs in Wuhan – mitten auf den Straßen:

Und in den Staaten ist es vielleicht vom Bildmaterial her nicht schlimmer, doch die Situation ist überhaupt nicht gut. Denn gestern sind allein in New York mehr Menschen am Coronavirus gestorben, als in Afghanistan in 2016, 2017, 2018, 2019 und 2020 zusammen (Quelle: MSNBC; Morning Joe). Zum einen senden alle Late Night Talker (Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon, Stephen Colbert, John Oliver) wenn überhaupt noch von zu Hause, denn Trump verkackt auf ganzer Linie und scheint nun sogar die Anstrengungen mancher Gouverneure und Bürgermeister zu bekämpfen, indem er Hilfsmittel an die Politiker gibt, die zwar kein Problem haben oder das nicht angehen, aber sonst immer nett zu ihm sind.

Er hat wortwörtlich vor laufenden Kameras gesagt, dass manche Orte ja Hilfe erhalten könnten, aber das ist eine Straße mit zwei Straßenseiten – er will dann auch was. Klingt so jemand, der begriffen hat, dass durch sein richtiges oder falsches Handeln mehr oder weniger Leute ins Gras beißen werden? Was der Idiot alles in dieser Krise für eine Scheiße erzählt hat, hier eine nette Zusammenfassung:

Und somit: #BleibtGesund #STAYHome und #STAYSafe

 

#StayHome #StaySafe

Noch immer kann ich mich nicht dagegen wehren, dass mich die Situation amüsiert. Auch wenn ich mittlerweile rausgefunden habe, dass ich ein Risikoase und ein Problemase bin und mich manche Menschen überdurchschnittlich aufregen – aber ich bin amüsiert. Popcorn in the Air!

Die Situation ist durchaus mit Krieg zu vergleichen. Doch ist unser Gegner nicht ein anderes Land oder Terroristen oder eine andere Religion, sondern wir sind die Beute und der Virus ist die Invasion. So sieht man manche Regierungen (unsere zum Beispiel) genau richtig reagieren – Zahlen im Blick behalten, danach die richtigen Impulse an die Bevölkerung geben, die richtigen Aufträge für lebensnotwendige Produkte ausgeben und hoffen, dass alle mitspielen und den Ernst der Lage verstehen.

Und dann teilt es sich wieder auf, viele folgen dem Aufruf, weil sie auf Anhieb nachvollziehen können, dass das keine Übung oder irgendeine Aktion zur Kappung der persönlichen Freiheit – sondern bloody ernst ist. Die anderen scheinen noch immer nicht die geringste Ahnung zu haben, worum es überhaupt geht. Obwohl man mehrfach gehört hat, worum es geht. Manche verstehen es nicht nur nicht – sie glauben es nicht – und spätestens da hört es für mich auf.

Ich war lange Zeit der Meinung, dass das Internet maßgeblich dafür genutzt werden wird ein Thema besser verstehen zu können. Eben weil man die Möglichkeit hat, nahezu alles näher zu erforschen. Man kann sich verschiedene Berichte zu den unterschiedlichsten Themen ansehen und seine eigene Meinung bilden.

Aber, dass mal ein Sachverhalt entsteht und die Menschen im Netz nach Meldungen suchen um zuerst sagen zu können, dass das so nicht stimmt und sie es besser wissen, weil ein Mann in einem Video auf YouTube das gesagt hat – das wäre mir niemals in den Sinn gekommen. Es geht also gar nicht darum, dass man es besser versteht und man daraufhin bessere Entscheidungen treffen kann. Nein, es scheint darum zu gehen schnell etwas zu finden, worauf man dann sagen kann „Das ist doch Blödsinn.“ – und das, meine Damen und Herren – ist der Inbegriff von Blödsinn.

In meinem Kreis wurden nun vom Ordnungsamt Einlassbestimmungen für Supermärkte erlassen. 1 Kunde kommt raus. 1 Kunde geht rein – fast wie in der Donnerkuppel, doch anders. Nun habe ich das System gestern erstmals erleben dürfen und muss dazu sagen, dass ich Systeme liebe. Wenn etwas entwickelt wird und jemand Zeit und Muße investiert, etwas wie am Schnürchen laufen zu lassen, hasse ich es nicht mehr, als wenn das System beeinträchtigt wird. Never change a running system!

Mir ist es egal an was oder wen man glaubt oder in wessen Körper man mit welchem Geschlecht geboren wurde – wenn es um eine Ausnahmesituation geht und manche nicht begreifen – dann ist mir ziemlich klar was passieren wird. Und das nicht, weil man es gleich wollte – sondern weil es provoziert wurde.

Es ist wie Krieg.

Wie ernst es ist, ist mir gestern aufgefallen, als ich einer Kassiererin für Ihren Einsatz gedankt habe und die ihre Arbeit unterbrechen musste, weil sie in Tränen ausgebrochen ist (was sagte ich zu niemals laufende Systeme unterbrechen – ES TUT MIR LEID! ICH WUSSTE DAS DOCH NICHT! DAS SIND MENSCHEN! ICH KONNTE DOCH NICHT WISSEN, DASS… usw.). Und dann wird es einem klar. Man selbst denkt an sich, seine Familie, Freunde, Kollegen, Umfeld im Ganzen. Aber das sind derzeit die Menschen an der Front. Der Virus ist die Invasion, der sitzt in den Menschen und wo geht sich jeder Mensch sein Essen holen? Die sitzt da 10 Stunden lang, hat bei jedem unachtsamen Husten ohne Hand vor dem Mund, bei jedem Kunden, der meint, er wäre das einzige Arschloch auf diesem Planeten und bei jedem Schnitt in der Hand Angst sich zu infizieren und die haben auch Familie, Freunde, etc. und keine andere Wahl!

Heute entscheidet es sich, ob wir es geschafft haben uns selbst zu schützen und weiter frei rumlaufen dürfen oder ob die Zahlen noch immer darauf hindeuten, dass man alle „zwangsverdonnern“ muss – weil manche auch keinen Grund sehen ihr Kind in den Griff zu bekommen. „Coronapartys“? Hätte ich hier einen Teenie sitzen, der einfach nicht verstehen will, dass „im Park saufen und sich gegenseitig in die Hosen fassen“ vorerst abgesagt ist – dann wäre auch hier der Freiraum bald drastisch eingeschränkt. Und so ergeht es uns bald allen so wie dem Teenager, der einfach nicht hören will.

Ja, das ist alles sehr beängstigend. Aber doch auch amüsant, oder? ODER? Ich hör ja schon auf.

Drin bleiben funktioniert noch semi-gut. Was delfinitiv (NO TYPO) nicht von mir ausgeht. Aber ich nehme das als Ansatz des Schicksals, dass ich mich doch infiziere und in unsäglicher Wut auf den Ton einer Beatmungsmaschine sterben werde. Das find ich nett.

Ein anderes Problem ist, dass viele Geschäfte gerade die Lager für das Ostergeschäft gefüllt hatten und nun schließen mussten und das Lager nicht leer bekommen werden. Für manche wird das womöglich bedeuten, dass sie nie wieder öffnen können, wenn keine Hilfe kommt. Nehmen wir an, wir müssen nun wirklich alle eine Zeit drin bleiben – dann kommt Ostern ja trotzdem. Somit habe ich mir Gedanken gemacht und werde für befreundete Unternehmer, die die Geschäfte dichtmachen mussen, helfen das Geschäft trotzdem am Leben zu erhalten.

Dazu gibt es einen Shop und/oder eine Liste von Links zu Shops der Geschäfte die auf den Onlinehandel umgestellt haben. Aus eigener Kraft, schaffe ich es nur für meine Region zu stemmen, aber ich vielleicht kommen andere Webworker im Land ja dazu es nachzumachen, um so die lokalen Geschäfte zu unterstützen.

Wenn mein Plan aufgeht – werden wir am Mittwoch unter www.getsomewtal.de für den Großraum Wuppertal eröffnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn lokal ansässige Leser die Seite teilen, in der Hoffnung so „das kleine Geschäft um die Ecke“ zu erhalten. Wer andere Unternehmer aus dem Raum kennt, die nun auch Existenzängste plagen – sagt Ihnen, dass Sie mir unter unternehmer@getsomewtal.de schreiben sollen.

Kommen wir zurück zu einer möglichen Ausgangssperre. Vor einiger Zeit hatte ich einen größeren Auftrag und saß auch fast tagtäglich im Home Office vorm Rechner. Und zu der Zeit habe ich den Kanal von Matt Posa entdeckt. Der geht mit seinem Hund Monti (manchmal mit mehr zwei- und vierbeinigen Begleitern) in Nordamerika auf tagelange Angel/Kanu/Camping Trips und im Winter schläft er draußen in selbst gebauten Unterschlüpfen (Bushcraft). Wenn man wirklich lange keine Möglichkeit hat wirklich an Natur zu kommen, ist das im heimischen Fernseher zwischendurch laufen zu lassen schon ein guter Eindruck. So ein Morgen am See, mit dem ersten Kaffee vom Feuer nach dem Aufstehen – ist auch als virtueller Begleiter echt nice anzusehen.

Bleibt gesund. Bleibt drin. Bleibt safe (wer noch nie safe war: am Anfang kribbelt’s).

Ich bin dann mal raus (also drin) – Isolation

„Well, that escalated quickly.“

Wie Ron Burgundy sagen würde.

Zumindest weiß ich jetzt, wie sich die Klimagegner fühlen. Wobei ich denke, dass wir alle Klimagegner sind und dass KlimaKopfDurchDieWandGeher sind. Ich find Fahrräder doof. Daran wird sich nichts ändern. Ich find Autos cool. Daran wird sich auch nichts ändern. Doch wenn ich aufhören würde Auto zu fahren, müsste das nicht unbedingt bedeuten, dass ich dann beginne Fahrrad zu fahren – natürlich wäre das eine logische Entscheidung. Doch dann schaltet sich mein Drang nach Freiheit ein und der macht einen Strich durch die Rechnung und sagt: Du hast Beine, es gibt Pferde, es gibt Esel, es gibt Bilgenschweine – wieso solltest Du Dich festlegen, wenn Du auch so Deine Einkäufe nach Hause bekommen könntest?

Wenn man einem KlimaKopfDurchDieWandGeher aber sagt, dass man Fahrräder doof und Autos cool findet, dann hat man verloren.

Nur, weil der KlimaKopfDurchDieWandGeher nicht verstehen will, dass nicht das Automobil, die Stoßstange des Automobils, der Rückspiegel des Automobils oder die Fußmatten des Automobils zum Klimaproblem beitragen, sondern der Motor, die Abgasanlage und das Zeug, was man rein kippt, damit der Motor läuft. Tauscht man das gegen einen Elektromotor – verstehe ich das Problem nicht mehr. Spätestens dann springt in mir der Eindruck wild, dass es gar nicht darum geht, dass alle das Klima retten, sondern nur, dass man gern eher Fahrradfahrer als Freunde hätte oder nur einen Fetisch für Frauen auf Fahrrädern hat oder Irgendeinproblem mit Fahrzeugen auf vier Reifen – denn dann ist das Auto aus der Problematik raus.

Insofern gibt es viele Lösungen und wir alle müssen die besten für uns und diese Welt herausfinden und nicht uns gegenseitig diktieren, wie wir uns fortbewegen sollten.

Was wir jetzt haben, ist zwar auch komplex, doch die Maßnahmen, um einen kolossalen FuckUp zu verhindern, sind überschaubar. In meinem letzten Post hatte ich erwähnt, welche Maßnahmen dazu gehören.

Auch zu mir hat niemand Ende 2019 gesagt: Yo, die Pest kommt zurück! Wer hätte den Shice auch geglaubt? Go Home, you’re drunk!

Doch genau das ist, was hier gerade passiert. Oder zumindest könnte es ein gleicher Abfuck werden. Denn einen entscheidenden Aspekt habe ich in meinem letzten Beitrag vergessen: Auch dem Gesundheitssystem hat keiner Ende 2019 gesagt, dass die Pest zurückkommt. Bedeutet, dass wir nur auf eine gewisse Anzahl an Erkrankungen vorbereitet sind, alles darüber – wird sich selbst überlassen. Und das bedeutet auch, dass wenn ein Impfstoff wirklich, wie in normalen Szenarios der Wissenschaftler angedacht, ein Jahr auf sich warten lassen wird, dass wir ein Jahr lang mit diesen Regeln leben müssen. Dass Geschäfte nicht öffnen können oder nur in einem gewissen Rahmen. Und das Blöde an Geschäften ist, dass die auf machen müssen, damit Leute kommen und Zeug kaufen und wenn keiner kommt, um Zeug zu kaufen, können die nicht mehr lange auf machen. Doch auch hier gibt es einen Lösungsansatz: Das Netz.

Natürlich sind das verflucht beängstigende Zeiten und niemand ist darauf vorbereitet, sonst hätten wir doch schon einen Plan.

Doch wir haben alles am Mann, um das glimpflich und mit nur wenig Einbußen an Lebensqualität zu überstehen. Und sich über die genannten Regeln hinweg setzen – ist nichts davon.

Die Menschen, die das letzte Jahrzehnt damit verbracht haben das Internet doof zu finden, sich an dem guten, soliden Einzelhandel um die Ecke festzuhalten, Zeug zu drucken anstatt online zu stellen, und so weiter – müssen dann schnell schalten – und wenn die schnell schalten – müssen die das dem guten, soliden Einzelhandel und denen, die gern drucken, sagen.

Ich hatte am Montag den ersten Anruf eines Kunden (Grüße an Blumen Boon aus Pulheim), der nun auch online Bestellung, Zahlung per PayPal und Lieferung im Umkreis von Köln anbieten will. DAS war schnell geschaltet und auch schnell in Umsetzung.

Zu meinem großen Glück habe ich einen Arbeitgeber (Dank an die Höffken GmbH aus Wuppertal), der bei meinem nächsten Gedankengang mitspielt und so habe ich mich heute (so weit es möglich ist) selbst isoliert.

Denn, auch wenn ich jemand bin, der die Amis feiert, weil sie einem Irren Druck gemacht haben, der uns den Faschismus brachte und uns daraufhin die Freiheit brachten, auch wenn sie einfach hätten chillen können, so genieße ich die Freiheit freiwillig etwas Richtiges zu tun. Dazu bin ich jemand, der geblitzt wird und direkt davon ausgeht, nun die Fahrerlaubnis entzogen zu bekommen, damit man sich nachher freut, wenn man „nur“ 25,- € zahlen muss. Und somit mag mein Schritt auch übertrieben auf manche wirken, doch wenn es hart auf hart kommt, müssen wir das sowieso alle durch ziehen. Wenn sich manche da einfach nicht behelligen lassen wollen, dann möchte ich deren Risiko mindern, indem ich das mache, was ich sowieso mache: Alleine zu Hause sitzen und Zeug im Internet anstellen.

Ich kann alle Systeme von meinem regulären, externen Büro-Arbeitsplatz von zu Hause bedienen und auch die Rufnummer ist auf ein iPhone neben mir umgeleitet. Somit ist es nur noch in bestimmten Fällen (Ablage, Post, Anlieferungen, etc.) notwendig vor Ort zu sein und dann fahre ich halt zu Zeiten ins Büro, zu denen eben nur Irre wach sind oder es nicht anders geht. Ansonsten kann ich die gleiche Performance bringen, die man von mir gewohnt ist – atemfuckingberaubend. Da ich nebenbei noch eigene Kunden betreue, kann ich das ebenfalls und auch hier. Nur für Hardwareaufgaben vor Ort aufschlagen. Dafür spare ich mir die Fahrtzeiten (und die ein oder andere Dusche) und trage etwas dazu bei, dass die, die einen Aufenthalt im Krankenhaus dringend brauchen, diesen auch bekommen können.

Dabei geht es nicht im Geringsten darum, dass ich besondere Angst verspüre, mich zu infizieren. Meinetwegen ess ich sofort ein schmackhaftes Corona-Meerrettich-Schnittchen und womöglich würde ich das (dummerweise) überleben und es wäre dann sehr unwahrscheinlich, dass ich mich erneut infiziere und könnte wieder „normal“ leben. Doch das Ding ist halt, dass man immer ein Multiplikator ist. Wenn ich das Virus jetzt an mir habe, verspüre ich nicht unvermittelt Krankheitssymptome, lasse mich nicht unvermittelt testen, gehe nicht unvermittelt in Quarantäne, sondern renne womöglich noch gute anderthalb Tage rum und verteile das Virus, bevor sich dann jemand damit infiziert und im Worst-Case übermorgen mit 2Pac dinieren kann.

Daher verstehe ich die Ängste, doch die Reaktion MUSS jetzt diszipliniert sein, um die Infektionsquote so lange klein zu halten, bis ein Impfstoff in ausreichender Menge da ist – davor spielen wir alle russisch Roulette – VOR ALLEM – mit denen, die wir gern haben. Denn es trifft nie die, die es treffen sollte und wenn die dicke Frau singt, fallen meist die Helden.

Und wenn einige nun nicht klein bei geben wollen, dann kommt es halt, wie in Italien oder noch viel schlimmer.

Mich interessiert jetzt vor allem, wie es sich hinsichtlich des Interwebs‘ entwickelt. Denn die Möglichkeiten mit- und untereinander zu kommunizieren, zu Arbeiten, Warenverkehr, Informationsbeschaffung etc. sind genau auf dem technischen Stand, dass es durchaus möglich ist, eine Worst-Case-Zeit so auszuhalten. Oder zumindest angenehmer zu gestalten. Wenn die Menge an Arbeit bei mir gleichbleibend aus den verschiedenen Anstellungen und Unternehmungen ausfallen sollte, werde ich einfach nur weiter arbeiten und der Feuerball hinter dem Fenster verschwindet manchmal. Wenn ich es jedoch schaffen sollte, versuche ich zu bloggen und zu streamen.

Mal schauen, wie sich die Dinge entwickeln.

Gesund bleiben!

Bye.

Ursache und Virus

Es tut mir leid, aber ich kann es nicht leugnen, dass mich die derzeitige Situation mehr als amüsiert. Und ich kann es grad auch echt gebrauchen.

Doch von vorn – worum gehts?

Vor ein paar Wochen hat sich in Wuhan, China erstmals ein mutierter COVID-Virus bemerkbar gemacht, COVID-19 oder SARS-CoV-2, wir nennen es Corona-Virus, doch an Corona Viren gibt es bereits mehrere (schätzungsweise 18) bekannte Varianten, das ist nun scheinbar der neunzehnte, daher: COVID-19.

Die Idioten unter uns, nennen es „Wuhan-Virus“, weil es für Sie scheinbar wichtiger ist, wo der Virus erstmals auftrat und somit ist das ein Punkt auf dieser Ecke rumzuhacken, da es nicht von der eigenen Ecke kommt und man dadurch (scheinbar) wieder einen Ansatzpunkt gefunden hat, sich und seine Ecke als besonders toll und hochwertig zu feiern.

Das Virus ist für 3,6 % der Infizierten tödlich und damit fast nur für chronisch Erkrankte oder alte Menschen – und auch dann nicht immer. Bisher sind weltweit 4.955 Menschen an Corona gestorben – jährlich sterben in Deutschland ca. 74.000 Menschen an Alkohol. An ALKOHOL, nicht an Alkohol im Verkehr, nicht an Alkohol und vom Dach gefallen – allein durch den Konsum von Alkohol.

Das Dumme an aggressiven, neuen Viren: sie machen, was Viren so machen und breiten sich aus. In der Regel kann man die Ausbreitung jedoch schnell und wirkungsvoll eindämmen und das sind dann meist die Maßnahmen, die man nun überall immer und immer wieder gesagt bekommt und Maßnahmen, die der Staat und andere Einrichtungen einfach durchsetzt, weil zu viele Menschen einfach zu viel bunte Knete im Kopf haben.

Das Wirkungsloseste, was dieses stoppen der Verbreitung des Virus angeht – ist das was man jedoch eher im Auge hatte: Hamsterkäufe.

Gehen wir kurz die Punkte durch, welche die Verbreitung eines Virus per Tröpfcheninfektion, sinnvoll eindämmen:

  1. Generell Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Keine Großveranstaltungen, keine Menschenansammlungen, keine Reisen, keine Sport- oder Kulturveranstaltungen, etc. – NICHT MIT FREMDEN MENSCHEN ABHÄNGEN #traumhaft
  2. Hände waschen, wenn möglich hin und wieder desinfizieren, in die Armbeuge oder ein Taschentuch husten oder niesen, keine Hände schütteln, nicht im Gesicht und vor allem nicht an Schleimhäuten rumfummeln.
  3. Wenn krank (Husten, Kopfweh, Fieber, etc.) zu Hause bleiben. Ihr werdet wieder gesund, es muss keine „was mache ich an meinem letzten Tag?“ Aktionen geben – hängt einfach ein paar Wochen ab und gebt Euch Serien oder zockt was durch. Holt Euch vorher was zu Essen (IM RAHMEN) oder lasst Euch was bringen und zahlt online oder fragt Familie. Wenn Familie, mit Familie zu Hause bleiben oder zumindest dem Rat der Ärzte folgen, wenn Kinder oder alte Leute in Familie integriert. Es ist nicht schwierig – die goldene Regel: Der Typ mit dem Kittel, der einen Eid abgelegt hat, dass er Euch nichts schlechtes antun wird und daraufhin jahrelang etwas gelernt und das mit Zertifikat nun in der Praxis hängen hat – wird Euch zu 99,8 % besser informieren als Leute im Internet oder Nachbarn oder weiß der Hugo wer.

Hamsterkäufe sind da eher sinnlos. Denn a) SIND DAS MENSCHENANSAMMLUNGEN UND DA INFIZIERT MAN SICH b) ist es (wenn ihr Euch da nicht infiziert) doch gar nicht sicher, ob Ihr überhaupt in Quarantäne müsst – denn wenn wir die Punkte oben alle beachten, gehen wir ganz entspannt (und nicht wie Italien) einer generellen Quarantäne Situation aus dem Weg.

Das Dumme ist nur, dass man manche Punkte (wenn möglich gelegentliches Desinfizieren) jetzt ein paar Tage womöglich nicht beachten kann, da Desinfektionsmittel nun ausverkauft sind, manche nun 20l im Keller haben (wahrscheinlich nur 3l brauchen werden) und andere nur nach Vodka riechen oder sich auf das Waschen der Hände beschränken müssen. Dazu hat man massenhaft Zeug im Keller, was man sowieso nach zwei Dosen im Hals hat und so wird es in vielen Fällen nur eine Panikreaktion bleiben.

Sinnvoll wäre nun damit wirklich ein „Doomsday-Magazin“ anzulegen und die Noodles, Chili-Con-Carnes und Uncle Bens nach Verfallsdatum zu erfassen, über die Zeit zu verbrauchen und gegen neue Produkte auszutauschen und so einen generellen Vorrat verfügbar zu haben. Mag in gewissen Größenordnungen auch etwas weird sein. Doch einer meiner Leitsprüche lautet „Every nation ever built – has been destroyed.“ Niemand war in Pompei oder Hiroshima vorbereitet. Kann einem jedoch auch alles weiterhin komplett am Arsch vorbeigehen, so wie mir.

Ich bin der Meinung, dass der Virus vielleicht nicht der Virus, sondern die Lösung ist. Hey, wer hier liest, muss mit so was klar kommen 😉

Wer hier liest, der weiß von meinen argen Problemen mit der Menschheit. Sie erschließen sich mir nicht. Keinen Plan, was da abgeht. Beim besten Willen nicht. Hunde – kein Problem. Ich seh einen Hund, Hund sieht mich – alles smooth. But Menschen – keine Ahnung. Wie Katzen, ich hab keinen Plan. Da passiert tagtäglich so viel, was mich vor unendliche Rätsel stellt.

Es ist nicht so, dass ich Euch generell nicht mag. Ihr macht es einem nur wirklich nicht einfach gemocht zu werden. Ständig stellt Ihr mir Zeug vor Thrudheims Tore, womit ich nicht das Geringste anfangen kann und erwartet darauf irgendeine Reaktion und wenn ihr die nicht bekommt, seid Ihr enttäuscht – was soll denn das?!

Curb your Enthusiasm!

Und doch gibt es Situationen, in denen ich gerne auf dieser lustigen, blauen Kugel eingesperrt bin. Das zeigt sich dann meist in den Momenten, in denen Euch gar keine andere Möglichkeit bleibt, als mal runter zu fahren und Euch mit dem zu beschäftigen, was gerade genau vor Eurer Nase passiert.

Ihr rennt tagtäglich aneinander vorbei und fahrt einen eigenen Film, Ihr wollt irgendwas erreichen und fragt Euch über die Bereitschaft zu Gängen über Leichen (ja, Old School Battle MC). Ihr werdet irgendwo enttäuscht und sucht Euch wen, um es raus zu lassen oder verkackt irgendwo und schiebt das auf wen anders oder nehmt Vorfahrten oder drängelt Euch vor für fünf Minuten mehr Zeit um GEZ TV zu konsumieren oder was man halt so mit der Zeit und den Nerven anstellt, die man woanders nimmt. Ihr achtet nicht aufeinander. Ihr wollt höher, besser, schneller, weiter, deutscher sein, anstatt Euch zu kennen.

Doch manchmal geratet Ihr in Situationen, in denen Ihr Euch miteinander beschäftigen müsst und dann passiert oftmals Magisches.

Kommen wir zurück zum Virus. Wer krank ist, bleibt zu Hause. In Italien müssen grad ne Menge Leute zu Hause bleiben, da sich das Virus da rasant verbreitet hat. Und dann hat man so eine Situation – ganz Italien  lernt sich von Fenster zu Fenster und von Balkon zu Balkon kennen – and let the motherfuckin magic happen:

 

 

Und zum Abschluss noch ein paar Negativbeispiele:

 

Somit: Einfach cool bleiben. Wir bleiben alle cool. Tell that bitch to be cool.