Unter Einfluss der Nachhaltigkeitspolizei

Ja, McDonalds ist nicht gut. Wenn ich aber bei McDonalds esse, bin ich dann auch nicht gut? Ist der Burger wirklich so verachtenswert, dass seine abstoßende Produktion mich zu etwas schlechterem macht, als ich schon bin, wenn ich ihn esse?

Bin ich wirklich anzuprangern, wenn ich mir ein neues Paar Nikes hole – obwohl ich weiß, wieso man sie „Sweatshop“ nennt?

Ist klar, hier läuft alles nicht perfekt – ist mir bewusst. Aber trotzdem esse ich Burger und trotzdem kaufe ich Nikes.

Denn:

  1. Der Umstand, dass da an einigen Stellen was verkehrt läuft, hat nichts damit zu tun, dass wir bisher ein enormes Problem hätten, wenn solche Unternehmen einfach entfallen würden. Das will ja auch niemand. Sie sollen aufhören Blödsinn zu machen, dann können die Rinder hacken und Sohlen kleben, bis Ihnen der Kopf raucht. Aber wenn wir jetzt wirklich alle aufhören Burger zu essen und Nikes zu belaufen, was sollen denn die Menschen dann machen, die in den Unternehmen weltweit arbeiten? Arbeiten, nicht schwitzen, das schwitzen muss aufhören. Deo oder so.
  1. Bin ich ein extremer Draufgänger. Ich lebe am Limit des Cheeseburgers.
  1. Sind Nikes mitunter verflucht nice und Cheeseburger das, was sie sein sollen: Schnell, günstig, mit totem Tier und zuweilen schmackhaft.

Was wir also wollen ist, dass die Unternehmen aufhören gewisse Unternehmensbereiche nicht nachhaltig oder ohne Rücksicht auf seine Mitarbeiter zu betreiben. Und dazu müssen wir andere Menschen erst einmal aufklären, was in solchen Unternehmen schief läuft, wieso es schief läuft und was das für unser tägliches Zusammenleben bedeuten könnte.

Was wir nicht wollen sollten ist: Sich vor einem Mäckkes stellen und jedem der raus kommt einen Stern auf die Brust malen. Wie gesagt, wir wollen aufklären, nicht anprangern.

Ich habe in meinem Umfeld einige „Weltenretter“, die einiges aufschnappen, was in manchen Bereichen schief läuft und einem dann penetrant damit so lange auf die Nerven gehen, bis man sich denkt: Weißt Du was, Nachhaltigkeitspolizist? LECK MICH! Jetzt erst recht Burger! Ich bin nicht Dein Feind. Dein Feind ist der Manager, der Tierproduktion so plant und ausführt, wie sie läuft. Und Dein Feind ist der Politiker der a) nichts dagagen tut, oder b) Geld dafür bekommt, dass es weiter so läuft.

Mir musst Du nur einmal sagen, dass McDonalds schlecht ist. Man muss mir nicht jedes verfluchte Mal so dermaßen auf die Klingel gehen, dass ich über unkonventionelle Wege nachdenke, mir meine Ruhe zu verschaffen. Denn die ist mir wichtiger als wie das Rind auf dem Burger lebte, starb und meine Gesundheit, wenn ich das Ding verdrücke. Also steht die Wahl: Nachhaltig futtern, frei futtern oder mir nachhaltig Ruhe zu verschaffen – ziemlich schlecht für den Nachhaltigkeitspolizist.

Es geht nicht darum, dass man zu jeder Zeit, an jeder Stelle und vor allem nicht ständig wiederholt, den Menschen zeigt, dass man etwas scheiße findet. Sondern, dass so viele Menschen wie möglich anfangen sich über die Probleme in der Welt zu informieren. Denn so bekommen wir eine größere Stimme, um solche Probleme schnell anzupacken.

Das verstehen die meisten „Nachhaltigkeitspolizisten“ aber nicht. Die wollen als Sheriff rum rennen und jeden belehren. Sie wollen nicht informieren, sondern sich profilieren und andere terrorisieren.

Damit macht man es dann wieder uns, die gerne einiges wirklich ändern würden und trotzdem manchmal sündigen, nicht gerade einfach. Denn wir werden sofort gleichgestellt, mit diesen mutierten Superhippies.

Letztens war es so weit, dass ich am Morgen wo hin musste und es war Sonntag. Dazu war ich spät dran und musste was finden, was ich beim Auto fahren in mich stopfen konnte. Also: McDrive. Ich hab nicht alles auf der Fahrt geschafft und hab mir die letzten Bissen, in der bekannten Papiertüte, in den Backpack gepackt. Irgendwann nahm ich diese raus und jemand sagte zu mir: „Ouh, ist das McDonalds? Das musst Du aber weg tun, gleich kommt XXX, der flippt dann aus“

Und ich dachte mir: Nein, ich muss nichts weg tun, damit jemand anders nicht uncool zu mir ist, weil ich etwas konsumiere. FALSCH! Der muss mal klar kommen und merken, dass man so vielleicht in seinem Umfeld der Held im Erdbeerfeld ist. Aber „normale“ Menschen werden sich ziemlich schnell hart angenervt fühlen. Denn die wollen frei sein UND was verändern UND hin und wieder mal nen Burger UND trotzdem keinen Stern auf die Brust!

Ich kann nichts dafür, dass manche sich in einem Umfeld bewegen, die einen dafür lobpreisen, dass man immer wieder die gleichen, eigenen Regeln runter betet und alle belehren möchte. Ich komm aus dem Internet, zeig ich allen und jeden Tag lustige Katzenvideos? NEIN! Es gibt hier und da mal einen ausgedehnten Vine-Anschlag, aber der enthält ja auch immer wieder neuen Content.

Irgendwann hat man es jedoch verstanden, dass IHR der Meinung seid, dass man es anders machen sollte. Aber ICH nicht verpflichtet bin dem nachzukommen und IHR das nicht eher an mir ändert, indem IHR MICH wütend macht.

Also kommt mal klar, ihr gluten- und laktosefreien Sojadickmilchtrinker und Yoga-Befürworter.

Sonst werde ich bald in einer Tour anschaulich erklären, wieso Gewalt weh tut und gemein ist!

Btw: Mediziner raten dazu, nur einmal im Monat Fast-Food zu konsumieren. Ich hör lieber auf Mediziner, als auf die selbsternannte Nachhaltigkeits-Polizei, die mal dringend an ihrer strategischen Ausrichtung arbeiten sollte, wenn sie wirklich mehr wollen, als allen zu zeigen, dass man eine Flachzange mit Langeweile ist oder es einfach geil findet Leute zu belehren und voll zu quengeln.

P.S.: Gestern wollte bei Twitter ein Radfahrer auf Autofahrer schießen, weil sie gegen eine Laterne gefahren sind.

  1. Ist das so vollkommen durcheinander.
  2. Wieso bekomm ich als Autofahrer ärger, wenn ich auf Radfahrer schießen will? Hat das wirklich was mit meinem Otto-Motor zu tun oder mit dem Neid mancher Ottos?

Ihr seht – in dieser Welt – die besser werden soll – ist verdammt viel Schwachsinn unterwegs.

Also BITTE – passt auf Euch auf. Und ich hab Euch auch noch lieb, wenn Ihr Euch jetzt nen BOGOF BigMac gebt – die gibt’s nämlich zur EM. Sagt einfach an der Kasse: „Einmal den Gutschein 120 bitte!“ Und nehmt die Netzkartoffeln dazu. Ich hätte zwar lieber Hash Browns, aber die gibt’s hier noch nicht. Ein Problem, was angepackt werden will – erzählt allen davon! 😉

Danke!

Einen guten Start in die neue Woche Euch.

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1,80m in Leggings and Chucks

Wisst Ihr worüber wir schon lang nicht mehr gesprochen haben? Frauen. Warum nicht? Aus Gründen.

Aber wie das so ist, man kann nicht mit, man kann nicht ohne. Doch die Welt hat sich verändert, ich hab mich verändert und somit muss man alles neu fein justieren.

Einerseits gibt es hier und da eine Walküre, die sich um einen kümmert. Mittlerweile gibt es auch Frauen, die mit einem ein Wochenende verbringen wollen, eben damit man darüber schreibt. Ich denke das beschreibt das Ausmaß des Wahnsinns recht gut.

Die meiste Zeit lässt man Grazien ziehen, in der Gewissheit, dass man kein Segen für sie wäre. Doch manchmal, manchmal kann man einfach nicht anders. Diesmal waren es 1,80m in Leggings und Chucks. Und manchmal, ja manchmal merkt man auf Anhieb, dass man auch falsch liegen kann.

Denn vielleicht ist man nicht nur eine Last, sondern bringt in seiner Verfassung, die man nun mal hat, auch Aspekte mit, die dem Gegenüber wie gerufen kommen. Dazu muss auch nicht immer alles direkt in einer Flut aus Anordnungen und Einschränkungen enden, sondern in einem lockeren Terminplan, der nicht bindend sein muss.

Warten wir es mal ab.

Was ich jedoch eigentlich mit diesem Post sagen wollte ist, dass es zunehmend schwieriger wird über Eskapaden zu berichten. Mag am Mangel an Eskapaden liegen, aber auch daran, dass, selbst wenn Eskapaden wären, auch einige Augen mehr auf einem liegen.

Genau wie ich im Freundeskreis Bereiche habe, über die ich frei schreiben kann, gibt es auch Bereiche, über die man nie etwas im Netz lesen wird. Man eignet sich einen gewissen Kodex an. Und genauso ist es auch im Bett.

In letzter Zeit fällt häufiger der Satz „Darüber muss(t) Du/Ich schreiben!“. Und sobald er fiel, geht ein Task in meinem Gehirn auf, der das durchdenken will (er wird natürlich umgehend unterdrückt, weil die Ressourcen beim Task „rummachen“ gebraucht werden). Egal wer ihn denn droppte.

Wenn sie es war, hab ich früher einfach drauf los gelegt, es war wie eine Aufforderung, nein, es war ein Befehl. Heute denke ich lieber erst drüber nach. Denn der Satz, den der alte Onkel Ben dem jungen Peter Parker mitgab: „Mit großer Macht, geht auch große Verantwortung einher.“ stimmt.

Alles was ich raus gebe, trifft auf meine Umwelt. Alles wird analysiert, gescanned, und bewertet. Egal wie viele Pseudonyme man sich zulegt – vollkommen Hupe.

Daher muss meine Stammleserschaft entschuldigen, dass sich die Berichterstattung betttechnisch verändert hat. Ich will nicht ausschließen, dass sich das ändert, so wie die Welt sich ändert, so wie ich mich änder.

Und ich kann nicht ausschließen, dass Ihr von 1,80m in Leggings und Chucks bald mehr lesen werdet.

Oder auch nicht, kann man nie wissen 😉

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Something’s in the Bush

Und damit mein ich nicht die bunte Knete, die George W. zwischen den Ohren hat.

Manchmal verhalten Menschen sich komisch. Entweder sie sind plötzlich überfreundlich oder stellen ungewöhnliche Fragen oder sagen, dass sie sich melden und selbst wenn man sie noch 2x anschreibt, bleibt eine Antwort aus.

Das Blöde ist, ich kann so was meist nicht nur erkennen, sondern auch 1 und 1 zusammen zählen. Das mag zuweilen eindrucksvoll sein. Menschen machen ein ganz komisches Gesicht, wenn man sie nach Geheimnissen fragt, die sie eigentlich vor einem im Verborgenen lassen wollten.

Ich kann da nichts für. Ich bin nur der überdimensionierte Freak, der damit „leben“ muss, dass er so was im Gefühl hat.

Die meiste Zeit habe ich wirklich keine Ahnung, was so mancher Mensch in meinem Umfeld so treibt und vor allem wieso?! Nicht jeder scheint wirklich eine Strategie zu haben, doch stumpfes Rumgefronte hat bisher noch niemanden einen Blumentopf gewinnen lassen. Ich habe bereits so viele Komplotte aufgedeckt, bevor sie überhaupt ausgetragen werden konnten, dass ich schon ziemlich creepy für manchen erscheinen mag.

Aber das ist mir (die meiste Zeit) egal. Weil zu selten jemand zu diesen Leuten gehört, der mir WIRKLICH was bedeutet. Und wenn, dann muss man auch da drüber stehen, irgendwie.

Alles was ich sagen kann ist, dass meine Erfolgsquote ebenso eindrucksvoll ist. Ich brauch niemanden irgendwo hin zu schicken, dass er jemanden aushorcht oder provoziert oder in anderer Weise beeinflusst.

Ich muss mit niemandem über irgendwen reden um an Infos zu kommen. Man muss sich die Menschen nur ansehen und ihnen zuhören. Das reicht schon um an Punkte zu kommen, auf die man aufpassen muss. Menschen machen so was. Sie rangeln, rivalisieren, kämpfen, gehen sich gegenseitig auf den Sack und fordern Frieden.

Man selbst ist der Verrückte, wenn man damit nichts am Hut haben will und aus berechtigten Gründen daran zweifelt, dass die Menschen neurobiologisch zu friedlichem Verhalten fähig sind. Sie brauchen den Beef, das Drama, die Rangeleien. Ich brauch das nicht, denn immer wenn ich in so was einsteige, bin ich sofort der böse Mann. Alles cool. Ist nicht mein erstes Jahr hier.

Menschen, die wenige Argumente für etwas oder sich haben, die haben immer eins gegen Dich. Und sie finden immer arme Seelen, die ihnen zuhören und ihre Geschichten abkaufen. Damit muss man umkommen.

Wenn sie das unterhält, belustigt oder weiter bringt, dann bitte. Aber man darf mir auch nicht böse sein, dass ich darauf wenig Lust habe und das offen zeige. Ich mein, worum geht’s denn? Etwas zu schaffen, zu verändern, positiv zu beeinflussen, zu beleben, zum umdenken zu bewegen? Oder darum, dass einen jeder für nen tollen Hecht / eine tolle Hechtin hält? Nah, wieso frag ich eigentlich?!

Wenn mich keiner auf der Arschloch-Liste hätte, dann hätte ich den Finger nie in die richtigen Wunden gelegt. Wenn ich für jeden der Spaßkasper wäre, dann würde man mich sicher öfter um Platz im Blog bitten und dann doch hängen lassen.

Und das ist der Punkt. In den meisten Fällen, wenn ich mich richtig über jemanden aufrege, muss ich nur eine Runde durch die Wälder streifen um wieder auf die ausschlaggebende Frage zu kommen: „Bringt es mir was, wenn ich mich weiter darüber aufrege?“ Und meist lautet die Antwort: NEIN!

Die meiste Zeit reg ich mich über Shice auf, der eigentlich gar nicht mein Shice ist. Ich könnte nen Strich drunter ziehen, nach Hause gehen, duschen, was kochen und es mir gut gehen lassen. Aber nein, ich setz mich irgendwo hin und lass mir auf die Kirsche gehen.

Aber ich lerne ja auch daraus. Ich muss mich mehr um meinen Shice kümmern, wenn andere Hilfe brauchen, werden sie sich schon melden. Und wenn nicht „Thanks, for Odins Sake“!

Zwei Beispiele:

a) Jemand sagt mir, dass er gerne bei einem Projekt mit macht und meldet sich dann nicht mehr, man rennt ihm/ihr tagelang hinterher.

Wieso? Vielleicht ist da draußen jemand, der sich wirklich freut mit machen zu können und somit vergeudet man nicht nur Energie, sondern auch Zeit, in der man jemand anderes Lächeln lassen könnte.

b) Ich will meine Projekte im RL abbilden und eine Location spielt lieber Affentheater mit einem, anstatt klare Worte zu sprechen.

Wieso? Vielleicht gibt es ja eine andere Location, die sich das nicht erlauben kann und sich sogar über Publicity und Programm freut. Man verschwendet wieder Energie um etwas zu schaffen, gegen ein paar Menschen, die mit IRGENDWAS (mir, dem Programm, dem Internet, sich selbst) ein Problem haben und verweigert damit einer anderen Location ein nettes Programm.

Also muss man sich einfach öfter mal besinnen, was man denn nun will. Und in den meisten Fällen sollte man sich überlegen, ob es nicht andere Wege gibt um ans Ziel zu kommen und vielleicht um jemandem eine Freude zu machen.

Ich beschäftige mich zu viel mit Bullshit. Lügen, Geheuchel, Gestichel, Image- und Ego-Probleme, Fame-Neid und – Geilheit. Und all den Shice hab ich eigentlich gefressen. Zur genüge. Wie Five Finger Death Punch meinen: „I’m Under and Over it!”

Wenn man es nicht hin bekommt Differenzen durch ein direktes Gespräch zu klären, weil einem die Nüsschen dazu fehlen und man lieber das Äffchen machen will. Bitte.

Aber vielleicht ist genau diese generelle Abgrenzung von solch einem Schwachsinn das, was mich ausmacht. Oder das, was mich zu so einem überdimensionierten Freak hat werden lassen.

Ich hatte letztens ein Gespräch mit einer bezaubernden, jungen Dame. Diese meinte so etwas wie: „Es ist immer das Gleiche mit Dir, sobald Du merkst, dass Dich jemand gern haben könnte, machst Du zu und stößt einen weg.“ Ja, denn vielleicht bin ich genau dann verletzlich, wenn ich jemanden mag und der mich auch mag.

Vielleicht waren es genau diese Momente, die mich so getroffen haben, dass ich keinen Sinn mehr darin sehe, dass man ständig irgendwo in Beef rein gezogen wird, nur um nachher der böse Mann zu sein.

Werte sind hier nicht mehr so gern gesehen, wenn man etwas nicht für Geld oder Fame, sondern aus Überzeugung tut, hat man für 80% schon einen an der Glocke. Für mich ist das anders herum. Wenn jemand etwas tut, nur damit sich jemand freut oder damit es irgendwo reibungsloser läuft, dann darf der sich noch dem Gram der Geier aussetzen lassen. Doch mehr Punkte sammeln kann man bei mir nicht.

Im letzten Post habe ich ja bereits beschrieben, wie komisch es für mich ist, wenn alle (außer mir) über irgendwas Bescheid wissen, was man dann Einzelpersonen nach und nach aus der Nase ziehen muss. Ich weiß nicht wie oft ich in letzter Zeit das Gefühl hatte, dass ein direktes Gespräch angenehmer wäre, als ein andauernder Eiertanz.

Ich muss nicht überall mitarbeiten.

Ich muss nicht jeden als Freund haben.

Was ich jedoch muss, ist mich öfter fragen, was es bringt, wenn man seine Nerven, seinen Ruf (ahahahhahhahahhaaaaa, tschuldigung!) und seine Zeit in etwas investiert, was vielleicht auch woanders und sogar besser funktionieren würde. Und da muss man sich eventuell auch nicht verarscht fühlen oder um irgendwas kämpfen oder mit irgendwem diskutieren.

Ich hab manchmal einfach keinen Plan mehr, wieso ich das alles mache.

In den meisten Fällen ist es scheißegal, ob ich mich um Kopf und Kragen arbeite und ärgere oder einfach von 8 – 17 Uhr irgendwo sitze, (wie alle) nur 60% meiner Leistung bringe und den Rest des Tages Welpen knuddel. Vollkommen Hupe. Klar, da wird es auch wieder Menschen mit Problemen geben, aber die haben den gleichen Arbeitsvertrag wie ich und ich hab somit ne ziemlich genaue Grundlage, wie ich damit umzugehen habe.

Man lernt niemals aus. Und so legt man seine Karten neu und plant Rettungsboote ein. Am besten weit, weit weg, von all dem Dreck.

Bis dahin schreib ich Euch weiter eins um die Ohren.

Danke für Euren Besuch <3

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#thanksNotthankful #sorryNotsorry

Menschen reden immer lieber über einen, statt mit einem. Einer der vielen Gründe, weswegen ich mich weitesgehend von der Öffentlichkeit verabschiedet habe.

Und jedes Argument gegen ein komplettes virtuelles Dasein, klingt für mich wie ein weiteres Argument dafür.

Beispiel? Es gibt Leute, die kennt man seit Jahren und man spricht sie nur alle jubel Jahre mal. Normalerweise laufen solche Gespräche dann natürlich eine Nacht durch und jeder weiß danach, wie es dem Anderen erging.

Komisch wird es erst, wenn die Personen sich melden und nicht nur scheinbar "genau" Bescheid wissen, was bei Dir geht, sondern auch noch direkt tolle Ratschläge haben, wie es denn besser geht. Das doofe ist nur, wenn man genau diese tollen Ratschläge schon 500 Mal gehört hat - und sie nach wie vor weder als zielführend, noch als kriegsentscheidend bewerten würde.

Das Einzige, was mir dabei sofort (noch vor dem Ausformulieren) in den Sinn kommt ist: Hier stimmt was nicht.

Und dieses Gefühl intensiviert sich, wenn einem dieses Gefühl öfter bekommt und die gleichen Ratschläge innerhalb kurzer Zeit mehrfach und von verschiedenen Menschen hört. In dem Fall fängt mein Gehirn sogar instinktiv an Verbindungen zwischen den Ratgebern zu ziehen. Mag Paranoid klingen und auch so sein. Hilft mir aber auch nicht weiter. Alles was ich weiß, dass ich mich mehr drüber freuen würde, wenn man sich einfach (ohne Geheuchel) wirklich dafür interessieren würde, wie es mir geht und warum es mir so geht. Denn das (oder einfach so viel zu Blödsinn erzählen, dass das Gespräch für mich ansatzweise unterhaltsam wird) interessiert MICH, wenn ich jemanden lange Zeit nicht gesehen habe. Ich würd weniger auf die Idee kommen, dass ich irgendwelche Wegweiser aufstelle. Denn dafür müsste ich ja erstmal wissen, wie es der Person ergangen ist. Und am liebsten, aus erster Hand.

Genauso komisch: Man erzählt Partei A von Partei B und wie es dort läuft. Wobei Partei A und Partei B sich nicht kennen dürften. Dann kommt Partei C hinzu, fragt wieso man so aufgewühlt ist und man berichtet Partei C von Partei B, während Partei A zuhört (Ihr merkt, Partei A und Partei C sind sich bekannt). Daraufhin dreht sich Partei A zu Partei C und stellt das von mir soeben 1:1 wiedergegebene (was ich genau so zuvor Partei A berichtete) in Frage. Und an dem Punkt dürfte auffallen, entweder hat Partei A doch eine Verbindung zu Partei B oder Partei A hält mich schlichtweg für einen Dummschwätzer.

So oder so, mir fällt sowas auf. Und das nicht positiv.

Klar, am Ende heißt es natürlich, dass man nur das Beste wollte. Wieso man dazu aber zu so unschönen Methoden greifen muss, versteh ich nicht.

Ich hab mich immer gefragt, wie eine Überraschungsparty wohl ist. Man kommt nach Hause, geht rein und plötzlich ist alles voll mit lieben Menschen. Naja, die letzten 2 Geburtstage habe ich allein verbracht. Es schreiben einem zwar hunderte Leute über den Tag, aber nur die wenigsten fragen, was man macht oder ob man Lust auf einen Kaffee hat. Kein Plan, was die Tippgeber da taten, die es gut mit einem meinen.

Keine Ahnung, wie lang diese tippgebenden Gerechtigkeitsligisten bereits am Werk sind. Aber ich würd sagen, dass ich von deren "Erfolgen" bisher nicht viel mitbekommen habe.

Aber ich hab "konspirative Vorgänge aufdecken" auch nie studiert. Was man ja schließlich muss, wenn man was werden will. Gut, Jobs hat nie "iPod erfinden" studiert und Zuckerberg hat sicher nie "social network erfinden" studiert, Musk hat nie "PayPal" oder "Tesla Roadster" studiert (eigentlich war er nur einen Tag an der Uni) und der "exzentrische" Entrepeneur im Trailer zu SlingShot oben, der jeden Morgen seinen Hubschrauber aus dem Haus fährt, der kann nicht mal schreiben. ABER! Der hat sich als Ziel gesetzt, die weltweiten Erkrankungen aufgrund unsauberem Wasser bis 2020 und eben durch SlingShot auf die Hälfte zu reduzieren.

PLUS! Er hat Coke auf die Idee gebracht, ebenfalls bis 2020 - Wasserneutral zu werden. Wasserneutral? Was soll das sein? Ziemlich simpel (und auch bereits mehrfach hier angeprangert) Coke benötigt zur Herstellung von 1L Softdrink - 3L Wasser aus natürlichen oder öffentlichen Quellen.

Das pumpen die, wie auch Nestlé, Pepsi und Co., einfach ab, wie ihnen der Zwirbelbart wächst und das Monocle sitzt. Coke will bis 2020 jedoch jeden Liter, den sie aus der Umwelt entnehmen an die Umwelt zurück geben.

Ein schönes Beispiel, dass wir in unserem System sehr wohl Probleme anpacken können und müssen. Der Grad an Dämlichkeit wächst ins unermessliche, wenn man wirklich daran glaubt, dass in unserem System alles fancy funktioniert! Wer das annimmt, der ist der Frosch im Kochtopf, um den das Wasser grad anfängt zu kochen. Wenn es bisher für Dich funktioniert hat, dann freu ich mich für Dich. Wenn Du das aber voraussetzt und auf Grundlage dessen "schlaue" Tipps ableitest, dann wünsche ich Dir von ganzem Herzen, dass Dein Grund niemals anfangen wird zu bröckeln, so dass Du fällst.

Denn wenn dem so kommt, rate mal, wer als erstes da sein wird und Dir Deine "Hilfe" zurück wirft? Kleiner Tipp von meiner Seite, es reimt sich auf: Tonnerdott!

Und bitte hört auf mir oder irgendwem zu erzählen, dass man irgendetwas sein muss um irgendetwas zu verbessern, zu entdecken, zu erfinden. Denn damit tut Ihr den Jobs, Zuckerbergs und Musks von Morgen keinen Gefallen. Ja, vielleicht seid Ihr nicht diese Ausnahmen und vielleicht bin ich nicht diese Ausnahme. Aber man sollte zumindest den kommenden Generationen den Traum lassen, dass sie etwas schaffen können, egal was die Umwelt ihnen erzählen will.

Alle Menschen, denen ich nicht vertrauen kann, kommen auf eine Liste. Und das ist nicht die Liste der coolen Leute, denn die füllt sich hingegen gerade fast ausschließlich mit Bewohnern des Landes: Twitter. Ich habe da so viele tolle Menschen getroffen, dass ich überhaupt erst angefangen habe, mehr auf meine Umwelt zu achten. Ich bin sensibler geworden. Und schäme mich dafür kein Stück. Denn Sensoren müssen sensibel konfiguriert sein, sonst arbeiten sie scheiße!

Und mittlerweile ist es so weit, dass ich die Kontakte im RL auf ein Minimum beschränke. Ich lasse mich nicht als "bipolaren Spasti" ansaugen, nur weil man grad Damenbesuch und keine Lust auf Arbeit hat. Und so jemanden setzt man mir schon gar nicht ins Team oder ich finde in kürzester Zeit einen Weg, das Teammitglied wieder zu deinstallieren oder mich selbst zu deinstallieren. Zwischen all dem Unfug von Träumen und Wundern, muss man dennoch Prinzipien haben und so ein Dreck fliegt bei mir einfach nicht. Und das ist mit meiner Vorstellung von Moral auch voll vereinbar und ich kann das sogar erklären. Wenn man mich denn direkt fragt und keine Mittelsmänner entsendet, die Enden (wie in Sparta) im Loch.

Ich hätte mich wirklich gefreut, eher Menschen kennen zu lernen, mit denen man so hervorragend arbeiten kann, wie ich es jetzt gerade mit einer Hand voll Menschen kann. Hingegen ist mein Ausstoß an Partnern auf die "Nicht-Cool" Liste nach wie vor atemberaubend.

Weder hab ich Lust auf Drama, noch ist mein Leben eine Daily Soap und auch sonst geht mir alles triviale frontal auf den Sack. I need food for thought - they do the dishes!

Aber man findet auch echte Diamanten und die muss man mit beiden Händen fest halten, außer die wollen das nicht, dann lässt man los.

Genau so geht das aber auch anders herum, wenn jemand nicht mit mir arbeiten möchte, weil er ein persönliches Problem mit mir hat, ohne mich im RL zu kennen oder noch besser, wenn jemand keine Lust hat mit mir zu arbeiten, weil er mit jemandem gesprochen hat, der ein persönliches Problem mit mir hat, dann kann ich das auch nicht ändern. Aber zumindest ebenso fragwürdig finden.

Ich mein, ich kann es mir nicht vorstellen irgendwen abzulehnen, weil man mir sagt, dass der-/diejenige nicht kosher ist. Und ich kann aus Erfahrung auch sagen, was ich in dem Fall tun würde - "Jaja, Fick Dich!" an den Tippgeber ausgeben. Man muss seine eigenen Erfahrungen machen, sonst ist man nicht mehr als ein Hamster im Zahnrad von irgendwem. Und ich hab noch nie nen Hamster gesehen, der nen Hammer durch die Gegend fliegen lässt oder tausende Besucher auf seinen Blog lockt. Übrigens: Blogging habe ich nie gelernt 😉

Ich wär auch gern manchmal und kurzzeitig ein "normaler Mensch", aber ich glaube, dass wir uns alle sicher sein können, dass der Zug schon lange abgefahren ist.

Zum Schluß noch etwas zum Thema "System optimieren": Viele glauben daran, dass die Lösung unserer Probleme im Osten liegen. Und dass wir uns viel bei den Russen abschauen könnten. Meine Bedenken hinsichtlich der Freiheit, zu schreiben, zu reden, zu protestieren oder einfach einen gleichgeschlechtlichen Partner zu haben, bereits geäußert. Ich habe jedoch ein paar bewegte Bilder gefunden, die meine Befürchtungen anschaulich untermauern.

Wenn man sich nämlich die Ereignisse während der ukrainischen Revolution auf dem Maidan ansieht, bekommt man schnell heraus, wie weit die Russen bereit sind zu gehen, um Hoheitsgebiete und Einfluss zu sichern. Nach dieser Dokumentation werde ich nicht nur angepisst aussehen, wenn mir jemand seine "Go East" Philosophie verkaufen will, sondern ich werde sehr kritisch werden und vielleicht sogar etwas laut und ungehalten.

Alle meine Befürchtungen hinsichtlich einer "Ost-Lösung" kommen da zusammen. Und da kann man mir auch was von CIA-Inszeniert erzählen, da bitte ich in dem Fall darum, dass man sich mal die 98 Minuten Zeit für die Doku nimmt. Kann ja sein, dass ich was übersehe.

Passt auf Euch auf, urteilt nicht über Leute, von denen Ihr nicht den kompletten Hintergrund kennt. Lasst Euch nichts verkaufen. Ihr seid alt und klug genug um eigene Schlüsse zu ziehen. Und wenn Ihr Lust auf einen ehrlichen Plausch habt - ich auch 😉

Danke für's vorbei schauen. Seitdem ich ins Netz schreibe hat sich mein Leben kolossal verändert. Nicht immer zum Guten, aber ich will keine Erfahrung missen. Und ich freue mich jedes Mal, wenn man mich drauf anspricht. Auch wenn ich sehr gut darin bin die Maske des Bad Guy aufrecht zu erhalten und auf cool zu machen. Auch das hat seine Gründe.

Alles was ich will, ist dass Du weißt, dass ich Dir dankbar für Deinen Stop hier bin.

Auf bald!

P.S.: Ich will wetten, dass manche bereits jetzt perplex sind, wie weit ich es geschafft habe und sollte ich jemals aufgeben, seid mir nicht böse. Gegen den Strom schwimmen macht mit der Zeit unglaublich müde.

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Nächste Runde! Keep em coming!

Was treibt Dich hier her?

Zahlen mögen vielleicht nicht lügen, aber sie sagen mir nicht, was Dich antreibt hier vorbei zu schauen. Ich hab keine Ahnung. Nur Dankbarkeit.

Was soll ich sagen? Hallo, ich bin noch da. Erde, Milchstraße und noch immer mit der Frage: Was zum Geier mach ich hier?

In einer Welt, in der man Projekte entwickelt um in die Zeitung zu kommen, nicht um etwas zu ändern. Im Detail: etwas zu verbessern.

Es geht eher darum, dass der eigene Name drauf steht, als dass man was dafür tut. Men will gefeiert werden, man will Anerkennung und auf der Straße erkannt werden. Auf Deutsch: Wir haben ein ernsthaftes Problem mit Selbstdarstellung und Ego-Boosts.

Das alles macht es hier nicht erträglicher für mich.

Menschen agieren und reagieren oft nicht logisch, sondern emotional. Nach außen wollen sie aber so wirken, als hätte das alles Hand und Fuß.

Bei einem Projekt mithelfen? Nein! Wir ärgern uns darüber, dass es wer anders macht als man selbst. Aber wenn es erfolgreich wird, dann wollen wir auch was vom Kuchen abhaben.

War schon immer so.

Die Gruppe entscheidet sich für den „Chillmode“ und ich entscheide mich für den „Grindmode“, darf dann noch gegen den Gram der „Chiller“ ankämpfen. Doch wenn ich am Ende ein Feierabendbier auf meinen Erfolg trinke, dann wollen plötzlich alle meine Freunde sein.

Doch dann ist es zu spät, dann habe ich genug ECHTE Bestätigung, dass es mir egal ist, wenn mich jemand schief ansieht. Weil ich sie dann tanzen lasse.

Ich benötige keine pro forma Bestätigung von Menschen, die genauso denken wie ich. Ich brauche keine Gruppe, in der ich mich geborgen fühle. Weil ich mich in Gruppen selten geborgen fühle. Ich nehme eher Feindseligkeiten wahr, ich erkenne falsche Spiele, ich deute abwertende Blicke. Obwohl man natürlich öffentlich ein Lächeln geschenkt bekommt.

War wirklich immer schon so. Und sicher hat immer irgendjemand spekuliert, wie lange ich das so durchziehen werde, ohne dass ich einknicke und mich auch hin lege. Und sie fragen sich, wie man so einen Körperbau ohne Training bekommt. 2 Fragen / 1 Antwort: 33 Jahre gegen den Strom geschwommen – ain’t no stoppin this!

Klar, die Nerven werden nicht länger und die Unterstützer nicht zahlreicher, aber man hat einen gewissen Frieden mit sich. Auch wenn ich ständig im Realitätsabgleich mit mir selbst bin und Selbstzweifel da nicht ausbleiben. Doch bisher war die Strategie, dass man dem Gegner mehr Chancen einrichtet, als sich selbst – immer gut gewählt.

Ich mein, wenn ich mich grandios und alle anderen doof finden würde, würde ich ja nicht gegen den Strom schwimmen. Ich würde mir nur eine heuchlerische Persönlichkeit zulegen und ein wenig mehr an meinem Lächeln arbeiten.

Aber ich wurde zu dem Typ, der Gruppen aushebt, weil sie sich und anderen was vor machen – und es nicht mal ansatzweise wahr haben wollen. Wie auch, wenn man State of the Art ist?

Ich mein, ich könnte auch sicher den ganzen Tag irgendwem erzählen, wer in Wirklichkeit eigentlich voll böse ist. Oder ich könnte mich in Vollzeit darum kümmern, dass mein Name irgendwo steht. Ich könnte mich darum kümmern, dass alle mich mögen und ich müsste dazu nur das erzählen, was andere gerne hören möchten. Und wenn ich dann danach was ganz anderes praktiziere, dann ist das immer noch besser, als wenn man bei der Wahrheit bleibt.

Ich mein, wie kann man diese Welt denn nicht lieben?

Das ist im Grunde genommen ziemlich einfach.

Wenn einem der ganze Blödsinn nämlich egal ist, die Veränderungen, die man bewirken möchte jedoch nicht, dann fängt alles an an Farbe zu verlieren, bis man Fortschritte sieht, denn ein Scheitern ist immer zu verhindern, wenn man allein steht.

Doch beim nächsten Feierabendbier munitioniert man wieder voll und räumt dann auf. Das mag kein großer Trost sein, aber es ist ein netter Zeitvertreib.

Und irgendwie kann ich in diesem Jahr das zweite Bier schon schäumen hören. Also hol ich mir die nächste Crew um meinen nicht enden wollenden Durst zu stillen.)

Also egal was Dich hier hin getrieben hat, irgendwas habe ich damit richtig gemacht. Und somit kann ich kein Systemfehler sein.

Danke Dir!

Pass auf Dich auf!

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