New Music Friday

Traditionen sind da, um gepflegt zu werden. #MuddyMonday, #TittysTuesday, #WomansCrushWednesday, #Thorsday, #NewMusicFriday.

Manchmal kommt man aber einfach nicht dazu Traditionen zu pflegen und das ist an diesem #NewMusicFriday der Fall gewesen. Ich weiß nicht mehr genau, ob ich auch wirklich alles Neue und empfehlenswerte über Facebook und Twitter gejagt habe.

Daher hier noch einmal alle Empfehlungen aus Thrudheim und von ThrudheimTunes zu diesen Freitagreleases.

Fangen wir mit Mainstream-Veröffentlichungen im Bereich der Alben an.

Zum einen hat Emeli Sandé ein neues Album „Long Live the Angels“ und ich kann mit Emeli ne ganze Menge anfangen. Dazu ist noch ein Feature von Jay Electronica dabei, den ich für sehr talentiert und unterbewertet halte.

Und The Fray haben ein Best-Of-Album  raus gebracht. Und wer The Fray nicht mag, der heizt sein Haus doch auch mit Welpen.

„We got it from here… Thank you for your Service“ heißt das letzte Album von A Tribe Called Quest. Nun gibt es das ja oft, dass Bands sagen, dass ein Album das letzte Album war und dann kommen noch drölfzig. Doch da Phife Dawg im März dieses Jahres an einer Diebeteserkrankung gestorben ist, ist es unwahrscheinlich, dass Q-Tip und Ali Shaheed Muhammad noch einmal als A Tribe Called Quest ins Studio gehen. Wahrscheinlich machen die beiden zusammen noch Musik, aber die Ära einer der einflussreichsten Rap-Gruppen der 90er dürfte damit auch leider vorbei sein. Doch dieses Mal wollen wir noch rocken, als wären wir jung.

Und Alex Clare verbindet zum dritten Mal Soul und Dubstep auf seinem Album Tail of Lions – kann man auch machen.

Kommen wir nun zu zwei Urgesteinen der Gitarrenmusik. Einerseits hat Sting mit 57th & 9th sein mittlerweile 14. Soloalbum auf den Markt geworfen und das kommt verflucht gut. Kann ich nur empfehlen. Deswegen steht das ja hier.

Und dann haben Pink Floyd Werke ihrer frühen Jahre auf “ The Early Years 1967-72 Cre/ation“ überarbeitet. Auch da kann man durchaus mal rein hören.

Albumrelease der Woche

Eigentlich hätte hier auch das A Tribe Called Quest Album Platz finden können, doch mit Czarface kommen zwei Elemente zusammen, die ich liebe HipHop & Comics. 2013 haben sich Inspectah Deck (Wu-Tang-Clan) und das Untergrund HipHop-Duo 7L & Esoteric zusammengetan, um ein Rapalbum mit Comicbezug zu machen.

Herausgekommen ist ein Undergroundhighlight mit Features von Ghostface Killah, Action Bronson, Cappadonna und Vinnie Paz und produziert wurde das Ganze dann unter anderem auch noch von DJ Premier himself.

Dann kam ein Marvel-TeamUp für Black Panther mit dem Ergebnis „All In Together Now„. Jetzt kommt ein neues Album voll mit Untergrund-Raps und Comic-Mentions.

Gibt Euch das!

Moop

MNEK covered „Don’t stop me now“ von Queen

Ich hatte den Remix an einem Freitag bei Spotify entdeckt und mich gefragt, wann dazu ein Video raus kommt. Nun ist es da und ist dazu noch ein Werbefilm für die Bekleidungsmarke Strellson.

Der Track bleibt eine Bombe und das Video dazu ist trotz Werbepartners echt gut geworden.

Zieht’s Euch rein, viel Spaß damit.

2 Kandidaten / 4 Gesichter / Keine gute Wahl

Ich hatte nun einige Zeit nachzudenken, den ersten Schock zu verdauen und zu fokussieren. Es ist immer schwer zu formulieren was in einem abgeht, wenn man es sich erlaubt außerhalb der gesetzten Grenzen zu denken. An manchen Ecken habe ich (wie man vielleicht bemerkt hat) eine amtliche Schreibblockade aufgebaut. Einerseits ist es Disziplin etwas, was einen ständig beschäftigt nicht hier zu behandeln und andererseits hat man als Schreiber auch immer Themen die raus müssten, wo einem aber irgendwas zurückhält. Man könnte es erzwingen und schreiben, aber es wäre Dreck. Erzwungener, unausgereifter Dreck. Und dann gibt es so was, wo man den Tag durch mehr Gas gibt, um den Kühlschrank zu füllen, damit man danach den Kopf leeren kann. Es muss dann einfach raus, sonst blockiert es einen. Das kann man nicht nachvollziehen, wenn man nicht selbst irgendwo veröffentlicht. Ich muss mich an manches Zeug, was ich hier treibe auch selbst noch gewöhnen. Doch lasst uns zum Thema kommen. Wer sich gefragt hat, was das denn nun wieder für ein komischer Titel ist, dem erkläre ich es kurz. Jede(r) Kandidat(in) hat zwei Seiten, von denen man ihn/sie betrachten kann. Es kommt darauf an, auf welcher Seite man sieht. Ein Republikaner sieht Hillary Clinton anders als ein Demokrat und bei Trump andersum. Wenn jemand den Sieg von Donald Trump feiert – aus welchem Grund tut er das? Schauen wir uns die beiden nachträglich mal an. Zum einen Hillary Clinton: Die „helle“ Hillary wäre die erste Frau an Amerikas Spitze gewesen, hatte ein politisches Programm, nicht immer die klarste Position, 30 Jahre Erfahrung und war trotzdem keine Bernie Sanders. Sie ist keine Sympathieperson wie Barack Obama, sie ist eine Kämpferin und beißt sich durch. Jeder, der annimmt, dass Politik ein lockerer Job wäre, der soll sich mal in einer Partei über ein Jahr hinweg politisch engagieren. Gremien kennenlernen, es kennenlernen, dass man Menschen, ihre Ansicht und ihre Art nicht versteht und trotzdem irgendwann auch ihre Stimme brauchen wird. Man sollte sich mal damit auseinandersetzen wie es sich anfühlt für etwas Gutes zu kämpfen und darin aufzugehen und dann doch die Mehrheit feiern zu sehen, die ebenso meint etwas Gutes getan zu haben, wenn auch nur für sich. Angriffe aushalten, trotzdem hellwach bleiben um zurückschlagen zu können. Das ist Politik. Nichts was man 30 Jahre mitmacht ohne sich hin und wieder zu denken: das war’s. Und nichts, wo man nicht ständig darauf achten muss, dass man auch die Menschen vertritt und nicht nur sich und seine Taschen. Womit wir zur „dunklen“ Hillary kommen. Sie ist für viele der Inbegriff des „Establishments“. Sie ist fest in der politischen Landschaft etabliert und hat sicher einige Kontakte geknüpft und ist somit natürlich im Einflussbereich von Lobbyisten. Auch für mich war sie nie mehr als eine „Notlösung“. Ich hab mich gefreut, als Obama das Rennen gemacht hat. Die Clintons standen immer in der Kritik dafür, zu oft das eigene Interesse vor das Allgemeinwohl zu stellen. Zur Zeit der Whitewater Affäre hatte sich sogar ein Anwalt der Clintons „umgebracht“ und das kurz vor einer Aussage zur Whitewater Affäre. Und da kommt dann schon ein „House of Cards“ ähnlicher Beigeschmack auf. Und Donald Trump: Der „dunkle“ Donald Trump gibt erst damit an, dass er alles mit Frauen machen könne und als sich dann Frauen meldeten, die das bestätigen konnten, war es plötzlich alles ganz anders. Der Typ will eine Mauer in Richtung Mexiko bauen und die soll Mexiko zahlen. Wieso? Na da kommen eine Menge „Bad Hombres“ aus Mexiko mit Drogen, Problemen, manche sind Vergewaltiger. Er will seine politischen Gegner hinter Gitter bringen, er will alles ganz toll und großartig und wundervoll machen. Wie? Das geht uns scheinbar nichts an. Auch seine Finanzen (die bisher jeder President [auch Bill Clinton] offen gelegt hat) will gerade der Typ, der seine komplette Existenz nur auf Deals und Geld begründet, nicht zeigen. Er beschuldigt Hillary von den EINVERNEHMLICHEN Affären von Bill gewusst zu haben und beschuldigt eine Volksgruppe, dass sie vermehrt Vergewaltiger hervorbringt, während er selbst nicht besonders viel Achtung vor Frauen und derer sexuellen Selbstbestimmung hat. Der Typ hetzt gegen illegale Einwanderer. Hätte aber ohne illegale Einwanderer grad nichts zu vögeln. Oder besser: keine first Lady. Denn die kam illegal nach Amerika. Und die klaut dann auch noch als tolle weiße Frau ihre besten Worte bei einer noch tolleren schwarzen Frau. Was für ein Milchbrötchen. Da hetzt der Mann seit Jahren gegen Obama und dass der ja gar kein richtiger Amerikaner ist und seine wirklich illegal eingereiste Kaufhauspuppe klaut seiner Frau dann die Worte. Also wie toll können DIESE weißen Herrenleute schon sein, wenn sie nicht mal eigene, bessere, weißere Worte finden? Er hat offen getweetet, dass er den Klimawandel für eine Verschwörung der Chinesen hält. Obwohl die Arbeitslosenquote zuletzt um 5% sank und somit auf einen Aufschwung hinweist, betete er das Märchen der desaströsen Wirtschafts- und Arbeitslosenzahlen vor. Und auch wenn der Typ ein gigantischer Kotzbrocken war, vor Widersprüchen nur so überquoll und auch sonst nicht ganz knusper gewesen ist, so hatte er doch eine „helle“ Seite – auch wenn die womöglich nur in den Wunschvorstellungen mancher Anhänger existiert, aber ich skizziere sie mal. Donald Trump ist dreifacher Milliardär (angeblich, genaue Zahlen fehlen) und soll somit, nach eigener Aussage, für Korruption und Lobbyismus gar kein Ansprechpartner sein. Er wäre unabhängig, anders als das durchtriebe Establishment, was sich seit Jahrzehnten, verbrüdert mit Wallstreet und dem Industriell-Militärischen Komplex, da oben eingenistet hat. Grundsätzlich nicht verkehrt, nur was, wenn das auch nur „ein Spaß“ war? Oder „nie so gesagt“ wurde? Vielleicht ist er doch nur das rassistische, sexistische, verwöhnte Arschloch, was sich trotzdem die Taschen vollmacht und mehr nicht – was dann?! Seine Siegesrede ließ mich sprachlos zurück. Der Hampelmann mit der orangenen Rübe, der während des Wahlkampfs selbst Müttern mit Kindern aus dem Saal werfen lies, bat nun um einen Schulterschluss aller Parteien. Er wolle ein Präsident für alle Amerikaner sein und großartige, tolle Dinge machen. Seitdem der Gewinn drin war, ruderte auch sein Wahlkampfteam massiv zurück. Zum Beispiel „es würde keine Deportationen geben“. Na das ist ja begrüßenswert, toll! Ich persönlich schlucke den Braten nicht, denn laut einem Tweet wollte Al Jazeera America nach der Wahl eine Frage stellen und Trump antwortete „Ihr seid raus aus dem Geschäft“ und ging weiter. Klingt also nicht nach: Alle sollen sich lieb haben. Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass man nun großartig besorgt sein sollte. Man sollte das Ganze beobachten und kommentieren. Reden, wenn man Bedarf hat und Fragen, wenn man was nicht versteht. Auch wenn nun der selbst ernannte dunkle Ritter gegen die „Mainstream Medien“ an die Macht kommen wird. Sollte man trotzdem immer lieber zwei Mal nachfragen, anstatt einfach irgendwas zu schlucken. Egal von welcher Seite und in welcher Hinsicht. Nichtsdestotrotz war das auch eine spannende und bewegende Nacht. Und um das zu verdeutlichen, schließe ich diesen Zeilen eine Tweet-Parade der #ElectionNight2016 an. An der Stelle vielen Dank an meine Timeline. Ich folge Jeep-Peoples, Playmates, Spieleentwicklern, Unternehmern, Journalisten, Musikern, Sportlern usw. aus den Staaten und manche folgen mir zurück. Es sind viele verschiedene Menschen, mit vielen verschiedenen Ansichten, die ich alle nach den Jahren sehr gerne lese, auch wenn ich nicht immer ihre Meinung und doch viele ihrer Interessen teile. Vielen Dank. Ja, zuletzt die Frage – Was denkt Ihr über den Wahlausgang in den Staaten?

Ich habe mal einen Umfragetweet mit 4 möglichen Antworten in die 9 Welten entsandt und wenn Ihr mögt – gebt Euren Senf dazu.

Ansonsten: Viel Spaß mit den Tweets und mögen die Nornen Euch gnädig sein.