Déjà-vu

Folgen Sie mir, in ein Land, in dem die Schlüssel immer da liegen, wo Ihr sie auch abgelegt habt: die Vergangenheit.

Genau gesagt in das Jahr 2011. In diesem Jahr kam es zu einem folgeschweren Tsunami in Japan. Daraufhin kam es im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zu mehreren Vorfällen. Man konnte die Explosionen um die Reaktoren im deutschen Fernsehen sehen, während in Tokyo nach wie vor Menschen keine Ahnung hatten, dass ein paar Kilometer weiter gerade womöglich die Apokalypse in Gang gesetzt wurde.

Ich habe derzeit noch mit einer japanischen Freundin über Facebook geschrieben und (was ich sonst vermeide) mal heftig die Alarmglocke geschlagen. Am Ende hat sie mit ihrer Familie Japan vorübergehend verlassen und freut sich noch heute, dass ich ihr kurz gesteckt habe, was vor sich geht.

Nein, es geht jetzt nicht darum, dass eine der technisch entwickeltsten Nationen der Welt es nicht auf die Kette bekommen hat, ihre Bevölkerung rechtzeitig zu informieren.

Es geht mir darum, was danach hierzulande passiert ist. Ausgangssituation hier: Die Photovoltaikwirtschaft blüht auf. Firmen können die Anlagen an Endkunden vertreiben, da denen eine Einspeisevergütung über Jahre hinweg garantiert wird. Ich habe zu der Zeit selbst gerade bei einer Firma für Photovoltaikanlagen gearbeitet.

Nach dem Vorfall in Fukushima sprangen die Weltverbesserer (berechtigt) im Sechseck. Von der Energiewende wurde gesprochen. Die Einspeisevergütung war vielversprechend, die Photovoltaikindustrie wuchs. Goldene Zeiten, Arbeitsplätze, Kunden erzeugen eigenen Strom und erhalten Geld für den Überschuss, den sie anderen zur Verfügung stellen, eine Win-Win Situation.

Doch dann, HARD STOP!

Die Einspeisevergütung wurde weiter heruntergesetzt, die Anlagen wurden unattraktiv für Endkunden. Die Firma, in der ich derzeit Beschäftigung fand, musste Insolvenz anmelden, ein Hersteller nach dem nächsten ging in Insolvenz und die Weltverbesserer waren wohl schon wieder an einer anderen Baustelle, denn davon haben die Dudes scheinbar wenig mitbekommen.

Denn nun, ein paar Jahre später, rufen sie nach Änderungen, die sie bereits hatten, aber mehr als „Slogans durch Twitter jagen“ und „Demos veranstalten“ ist da scheinbar nicht drin, wenn man einen Erfolg bejubelt, sich herum dreht und sich in den Rücken schießen lässt.

Nun geht das besser, man schreibt einfach gar nichts Konkretes auf seine Schilder, dann gibt es auch nichts, was man verkacken könnte. NICE!

Ich verstehe die Demos derzeit nur wenig. Menschen fordern und fordern und fordern irgendwas. Wir tun einfach so, als hätte es das oben nie gegeben und suchen uns einfach einen neuen Aufmacher.

Klar, ich rege mich trotzdem drüber auf, obwohl sich in meinem Kopf die Stimmen mehren, die mich an 2011 erinnern und wie „erfolgreich“ diejenigen waren, die Dinge fordern, die auf einem Schild gut aussehen, aber im Endeffekt wahrscheinlich auch nicht mehr darstellen sollen als plakative Sprüche.

Das rückt einen in ein gutes Licht, man erscheint engagiert und caring, und ob da was draus wird, wen juckt das schon? Man kann mit dem Finger auf „Autofahrer“ (Mutter, Vater, Handwerker, der LKW, der die Sojamilch bringt, Irre aus Asgard, also alle!) zeigen und hat was, womit man auf Twitter anständig auf die Pauke hauen kann. Das macht sicher immensen Eindruck auf Leute, die auch was für eine bessere Welt tun wollen, jedoch nicht so fit darin sind Luftpumpen zu erkennen.

Da ich einer der bösen Autofahrer bin UND einer, der seinen Job verlor, weil das Land noch nicht bereit für Energiewende war – lasst mich Euch besorgten Bürgern kurz helfen, wie eine Energiewende aussehen könnte.

Nehmen wir an, wir erzeugen den ganzen Strom des Landes durch erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Windkraft- und Gezeitenkraftwerken. Dann wird der Strom nicht linear erzeugt werden. Weil nicht ständig Sonne (oder Tag) ist, weil es mal mehr oder weniger windig ist und weil Gezeiten an sich eine ziemlich flatterhafte Geschichte sind.

Was macht man also, wenn man Strom erzeugt hat, doch den grad nicht gebrauchen kann? Akkus aufladen? Wäre ne Idee – doch wo findet man so große Akkus? Die Frage wird gerade woanders geklärt – in der Fahrzeugindustrie.

WAAAAS? JAP! Weil die Elektroautos bisher nicht die größte Reichweite haben, sollen die Möglichkeiten den Kraftstoff aus der Steckdose zu speichern natürlich größer werden.

Was aber, wenn eine ganze Stadt überschüssigen Strom speichern will? Dann braucht man ein Pumpspeicherwerk. Das funktioniert so: Wenn Strom da ist, pumpt man damit Wasser einen Berg hoch in ein Auffangbecken. Sobald man den Strom wieder braucht, öffnet man den Hahn und lässt das Wasser durch ein Kraftwerk wieder nach unten laufen, so erzeugt man wieder Strom.

Das alles braucht Infrastruktur, die Werke müssen errichtet, die Software zur Steuerung geschrieben und wir müssen die restlichen Stromerzeuger abschaffen. Wir müssen Arbeiter umschulen, wir müssen Energiekonzerne dazu bringen grün zu werden und wir müssen Ottomotoren aus- und Elektromotoren einbauen oder unsere Garage zu einem Stall umfunktionieren.

Meine Frage ist, wenn die ganzen Klimaspezis derzeit immer und immer wieder darauf hinweisen, dass es jetzt schon zu spät sein könnte – WAS HAT EUCH 2011 DENN ABGEHALTEN DIE ERFOLGE AUCH ABZUSICHERN?!

Ich versteh auch diesen militanten Ansatz nicht, dass alle vom Auto auf das Fahrrad umsteigen sollten. Erstens können Autos mittlerweile auch Strom und zweitens muss dieser Strom nicht aus dem Kohlekraftwerk kommen – WENN WIR 2011 UNSEREN JOB MAL ANSTÄNDIG GEMACHT HÄTTEN!!!!

Außerdem kennt Ihr noch die Geschichten aus dem Wilden Westen? Wenn Banditen auf Fahrrädern das Postfahrrad überfallen haben? Nein?! Natürlich nicht, weil unsere Fahrräder vorher Pferde waren.

Anyway!

Ich hoffe, dass nun manche verstehen, dass ich allergisch darauf reagiere, wenn Menschen mit ihren „Ideen“ um sich werfen. Denn ich bin einer der Typen, die schon aus einem zukunftswirksamen Arbeitsplatz geflogen sind und es nun mehr als lächerlich finden, wenn 8 Jahre später wieder Menschen da anfangen, wo sie bereits waren. Nur, dass sie jetzt auf die kleinsten Änderungen am System einschlagen, als würde uns das allein wirklich helfen.

Und selbst die lassen sie sich wieder nehmen, sobald sie mit der Feierei des „Erfolgs“ fertig sind und sich wieder um irgendwas anderes „kümmern“.

Ja, wahrscheinlich mache ich mich damit auch wieder nicht beliebt. Aber ich persönlich freue mich als angeblicher „Klimagegner“ mehr Inhalt in diesen Post dazu gepackt zu haben, als mir alle Greta und #FridaysForFuture Tweets der letzten Wochen mitgegeben haben.

Denn wenn ich Politiker wäre und mich an 2011 erinnern könnte – würde ich mir auch einen Spaß draus machen und das alles wenig ernst nehmen.

Doch ich rege mich auf, weil ich mich erinnern kann und es verwunderlich finde, dass man in einem Jahr Irre davon abhält Flüchtlingsheime anzuzünden und in diesem Jahr scheinbar Irre davon abgehalten werden müssen Autos anzuzünden. Man selbst steht dazwischen und versucht irgendwie den Kopf oben zu behalten.

Und ja, ich hätte durchaus mehr Möglichkeiten aufzählen können, wie wir unsere Klimabemühungen intensivieren und konkretisieren können. Doch – das ist nicht meine Baustelle und ich möchte noch ein paar Wochen Twitter verfolgen und darauf wetten, ab wann wirklich greifbare Maßnahmen gefordert werden, die über: „Aber ich will weiter Midgard haben, meh!“ hinaus gehen.

Normalerweise gibt’s zu Beginn Musik, diesmal zum Schluss.

Alles Gute Euch!

14.000.605 Möglichkeiten. 1 Lösung. Avengers: Endgame!

Es ist so weit. Die Reise, die 2008 mit Iron Man begann, geht dem Ende entgegen.  Avengers: Endgame!

Nur noch wenige Mitstreiter sind neben den großen Vier (Cap, Iron Man, Hulk, Thor) nach Thanos‘ Snap noch da und es wird wirklich wenig verraten, was die überbleibenden Helden aus verschiedenen Teams nun unternehmen wollen, um die eine Lösung zu finden, die Dr. Strange auf Titan gefunden haben will.

Eine Idee ist, dass es was mit Ant-Mans letztem Trip, den armbanduhrähnlichen Devices und Zeitreisen zu tun. Damit würde Marvel jedoch schon tief in die Trickkiste greifen. Dennoch hat man bei den Dreharbeiten Szenen aus dem Kampf um New York aus dem ersten Avengers Streifen gesehen.

Marvel Studios‘ AVENGERS: ENDGAME..Tony Stark/Iron Man (Robert Downey Jr.)..Photo: Film Frame..©Marvel Studios 2019

So oder so wird uns Avengers: Endgame uns höchstwahrscheinlich als Film nicht enttäuschen und alle, die Infinity War gesehen haben, werden wissen wollen, wie die Geschichte zu Ende geht.

Captain Marvel ist nun auch als aktuelle Version und nicht als 90er Carol zu sehen und Thor shakert los. Ich hatte ebenfalls nach meinem Besuch bei ihr im Kino geschrieben, dass ich mir ihre Nummer holen würde. Und nach dem Wochenende steht fest, dass sie auch verkaufszahlentechnisch eine gute Partie wäre.

Wer dennoch tiefer in den Trailer einblicken will, für den hat Mr. Sunday Movies folgendes Video:

Mich interessiert jedoch, was danach kommt. Ja, Spider-Man und höchstwahrscheinlich ein dritter GOTG, ein zweiter Black Panther und ein vierter Thor, doch das wirklich dicke Ding kommt ja erst noch.

Zwei Fragen sind hier wichtig:

1. Welche Bedrohung wird danach im MCU aufschlagen?

2. Wann kommen die Charakter von Fox (X-Men, Fanta Vier, etc.) hinzu und wie?

Und vor der dritten Phase des MCU gab es noch ein großes Event. Die Filme für die kommenden Jahre wurden alle in einem Zeitstrahl präsentiert. Davon ist jetzt jedoch noch nichts zu sehen. Womöglich, weil Hinweise auf den weiteren Verlauf in Avengers: Endgame zu finden sind.

Es ist bisher auch nur das eine Foto von Tony weiter oben im Pressebereich von Disney zu finden. Auch der Trailer deutet daraufhin, dass fast alles ein Spoiler sein könnte. Vielleicht haben wir ja Glück (Aaaaaahahahahhahhahhahhahhhahhahhahhhahhahhhaaaa) und bekommen noch einen letzten Trailer kurz vor dem Film mit ein paar Einblicken.

Eins hat Kevin Feige jedoch bereits verraten: drei Filme pro Jahr in Zukunft! Jedes Jahr werden wir uns auf drei MCU Filme freuen dürfen. Und das mit (ich glaube, mittlerweile, außer die Spider-Man Villians und Sidekicks von Sony, vielleicht.) allen Charakteren aus den Büchern.

Hier noch das Poster zum Film:

Maseratis, Boeings, Tempos und ein Clown – What a time to be alive!

Es gibt Tage, an denen liegen so viele offene Enden vor einem, dass man schreiben muss. Heute ist so ein Tag.

Alles, was jetzt kommen wird, kann womöglich Ansichten verletzen und Themen objektiv betrachten, die für den ein oder anderen schmerzhaft sein können. Das kann nicht jeder ab. Daher habe ich mir Gedanken zu einer Alternative gemacht und dazu gibt es diesen Link: ALTERNATIVE

Es ist besser diesmal eventuell die Alternative zu wählen, falls man leicht getriggert werden kann oder absolut keinen Tag damit auskommt IRGENDETWAS zu tun, wofür man sich am Abend als überlegener Weltenretter auf die Schulter klopfen kann.

Okay, seit Wochen tobt die Diskussion, wie sinnvoll oder unsinnvoll Tempolimits auf Autobahnen sind. Unfälle sollen dadurch vermieden werden, obwohl sich Defizite am Verständnis der Regeln einer Autobahnfahrt bei Befürwortern oft nicht wegdiskutieren lassen und Zahlen dazu häufig nicht aufzufinden oder angeblich schlecht interpretiert sind. Man habe ja keine Ahnung und Politiker sowieso nicht und sowieso wäre alles viel besser und sicherer und so.

Es ist schwer zu verstehen, wie Menschen in eine Diskussion gehen können, ohne ausreichender Objektivität oder Rückhalt durch Fakten. Oder überhaupt anderen Ideen dazu, als dass es sich traumhaft anhört. Alle fahren maximal 130 km/h und so gibt es weniger Unfälle und alle kommen entspannter und nach Rosen duftend ohne Verspätungen an. Es gibt keine Staus mehr, denn alle halten sich ja nun an die Regeln und sind artig und freundlich und friedlich und so was alles.

Es kam die Meldung aus den Staaten, dass die (trotz Tempolimit) die wenigsten tödlichen Unfälle mit Fußgängern seit 30 Jahren haben. Warum? Fragt man sich da. Wieso ist da seit 30 Jahren an Infrastruktur und Regelwerk alles gleich und trotzdem passiert weniger?

Men lie, women lie, numbers don’t.
(Jay-Z)

Nun habe ich mich doch mal schlaumachen wollen und habe diese Zahlen vom deutschen Verkehrssicherheitsrat bis 2017 gefunden. Ja, ist alt und nicht aktuell und ich verstehe nichts von Statistiken und Zahlen und alle sind überrascht, wie ich den aufrechten Gang drauf haben kann. ABER! Wenn man sich selbst als dümmste Person dieser Welt, also Donald Trump, diese Zahlen ansieht, dann dürfte man verstehen, dass 1.201 (1991) viel mehr ist, als 409 (2017).

Und auch als sehr, sehr dummer Ase, stellt sich mir die Frage: Wieso ändern sich Zahlen, wenn sich doch an sich nichts verändert hat?

Vielleicht stellt sich diese Frage auch nur, wenn man nicht alles im Überblick hat?!

Nehmen wir mal an, es gäbe einen Faktor, den man nicht beachten will, weil dieser Faktor der eigenen Argumentation im Weg stehen würde. Zum Beispiel, dass die Erde womöglich doch rund ist, weil die anderen Planeten auch fast ausschließlich rund zu sein scheinen. Oder, dass es Odin geben muss, weil der versprochen hat, alle Eisriesen zu töten und ich einfach noch nie einen Eisriesen (hier) getroffen hab.

Vielleicht hat ja etwas an dieser Zahl gedreht, was man selbst gar nicht beeinflussen kann, weil es einfach nicht die eigene Baustelle ist und vielleicht nur ein nettes Hobby, als eine Berufung sein sollte.

Ich habe mir am Wochenende die Netflix Formel 1 Doku mehrfach angesehen. Ich mag die Formel 1, schlafe nur immer wieder ein, sobald sich zwei Fahrer jährlich die Krone gegenseitig übergeben oder über Jahre hinweg ein Fahrer triumphiert. Das macht es langweilig. Doch nach der Doku habe ich gemerkt, dass das auch an der Berichterstattung liegen kann, die sich auf die Top-Teams konzentriert. Obwohl die Dramen dahinter passieren. Doch das nur am Rand.

Mir geht es darum, dass es ganz entscheidenden Faktor gibt, der die Unfallstatistiken positiv beeinflusst haben könnte. Dazu folgendes Video von Marcus Ericsson aus dem letzten Jahr in Monza:

(leider nur auf YouTube verfügbar)

Der Typ ist in Monza, einer der Hochgeschwindigkeitsstrecken der Formel 1 mit gut 320 Sachen in die Bande, hat sich mehrfach überschlagen und ist  danach auf seinen eigenen Beinen, ohne einen Kratzer, lächelnd und winkend durch die Boxengasse spaziert. Zu Beginn der Formel 1 konnte es in einem Jahr sein, dass drei Fahrer nicht Heim kamen.

Die Innovationen aus der Formel 1 landen später in unseren Fahrzeugen und verbessern auch unsere Sicherheit. Also vielleicht ist das was man tut nicht DER größte Move, den man bezüglich Sicherheit und Umwelt und Nettigkeit machen kann, sondern doch nur Aktionismus.

Die Sicherheitstechnik unserer Kraftfahrzeuge hat sich stetig verbessert, da sich solche Maßnahmen auch zunehmend besser verkaufen lassen. Jetzt mögen manche sich fragen: Schön und gut, aber inwiefern soll sich die Technik an einem Auto so verändern, dass weniger Fußgänger drauf gehen?

Das durfte ich als Mitarbeiter bei einem Autozulieferer lernen, denn auf dem Gelände gab es einen Bereich, auf dem Sprengstoffe gelagert wurden. Je nachdem, wie hochwertig Euer Fahrzeug ist kann es sein, dass Ihr tagtäglich mit einer Ladung Sprengstoff durch die Gegend flitzt und davon nichts wisst.

Denn manche Fahrzeuge haben bereits einen Mechanismus, der einen Aufprall mit einem Fußgänger erkennen lässt und in dem Fall die Motorhaube nach oben, dem Fußgänger entgegen, sprengt. Mag sich jetzt komisch anhören, aber dadurch, dass die Motorhaube in dem Fall als Feder des Oberkörpers funktioniert, schlagen weniger Fußgänger mit dem Kopf direkt auf der Windschutzscheibe auf und diese kommt ihnen somit – trotz allen Furchtbarkeiten die eine Kollision mit sich bringt, zum Schutz etwas entgegen.

Und ich erwähne jetzt nicht weiter, dass die Polizei auch eher der Meinung ist, dass Unfälle mit LKW’s (die nur 90 km/h fahren dürfen) deutlich häufiger sind. Außerdem lasse ich nun mal weg, dass die meisten Unfälle auf der A2, der Ost – West Achse und durch unzureichend sichere Fahrzeuge im Lastkraftverkehr entstehen. Auch, dass man Lastkraftverkehr mit einem Tempolimit gar nicht berühren würde.

Wir nehmen uns mal ein anderes Beispiel vor. Ein überragender Tweet fiel mir gestern ins Auge:

Also eine Bahnfahrt kostet so viel, wie zwei Mal Maserati fahren? Liebe Weltverbesserer und schlauere Menschen. Egal wie sehr Ihr das Tempo begrenzen wollt, nichts würde meine Entscheidung hier dahin gehend beeinflussen, nicht mit einem Maserati zu fahren. Und mir fällt wirklich nichts ein, wie ich Euch verdeutlichen soll, was das bedeutet. Da Ihr sicher keine Autos mögt.

Auch wenn der Ghibli nur der neue Jeep Renegade unter den Maseratis ist. Ich würde die Scheiße aus dem Baby fahren. Ich hab’s Euch gesagt, nehmt die Alternative!

Und ja, mir ist aufgefallen, dass es eine erste Klasse Bahnfahrt und die sicher entspannend und produktiv sein könnte. Trotzdem gibt es noch einen entscheidenden Vorteil, der für den Maserati spricht: Da muss ich mir nur das anhören, was ich mir anhören möchte. Das entspannt mich sehr.

Dennoch sollte es doch eher so sein, dass die Fahrt mit einem Zug einen Bruchteil von der Fahrt in einem Maserati kosten sollte, damit es SO RICHTIG attraktiv wird. Man muss sich denken: Leck mich fett, wenn ich das Angebot nicht annehme, dann wäre ich ja noch viel dümmer, als ich überhaupt schon bin.

Ich möchte nicht damit sagen, dass man immer alles wissen und kontrollieren muss und kann, wenn man nur ein normaler Mensch auf Twitter ist, der sich engagieren und die Welt besser machen möchte. Natürlich kann man nicht jede Kennzahl auf dem Schirm haben, um wirklich sagen zu können, ob man gerade die beste Entscheidung trifft. Denn am Ende ist es ja vollkommen egal, ob man den richtigen Riecher hatte, denn man ist nur jemand auf Twitter, hat keine Verantwortung diesbezüglich, kann das Handy weglegen und schlafen gehen. Aber wisst Ihr, wer für so was verantwortlich ist? Politiker!

Ja natürlich, die ein oder andere Partei ist nicht ganz frisch und hat wahrscheinlich nicht die besten Ansichten und Ambitionen, dennoch ist es so, dass wir Vertreter benennen die Regierung und Opposition bilden, solche Fragen angehen, dazu Berater einstellen, sich dann untereinander beraten und eine Entscheidung fällen. Wenn diese Entscheidung nicht koscher ist, gibt es noch die Presse, die auf so was hinweisen könnte.

Ob ich ein Beispiel habe? Selbstverfuckingständlich!

Wie ich bereits im Post zuvor erklärt habe, bedeutet Klimaschutz nicht ausschließlich nur Autoverkehr. Und nun ist etwas Schreckliches passiert, was noch schrecklichere Züge annehmen könnte. Warum? Weil Politiker ihren Job nicht gemacht haben oder falsch gemacht haben oder nicht richtig machen konnten, weil jemand eine Mauer haben wollte.

In dem Fall bräuchte man also gar keine Presse, man müsste nur eins und eins zusammenzählen – was ich nicht kann, weil ich strunzdumm bin. Dennoch hat Rachel Maddow hier einen Punkt:

Worum geht`s? Den Boeing 373 MAX 8 Flieger, nachdem in Äthiopien ein solches Modell mit 157 Menschen an Board aus der Luft gestürzt ist, kam heraus, dass der Autopilot zeitweise unvermittelt damit beginnt, nach unten zu ziehen. Kein Landemanöver, sondern einfach die Nase runter zu ziehen. Die Piloten müssen dann den Autopilot einmal neu starten, die Maschine wieder hoch ziehen und Autopilot wieder einschalten. Dennoch, der Flieger fliegt mit Schub in den Boden, wenn Pilot nicht etwas ausführt. Richtige Reaktion: eine Vielzahl der Länder hat nicht nur Start und Landung, sondern auch Überflug dieser Modelle verboten.

Amerika jedoch nicht. Warum? Weil Donald Trump einen Anruf vom Chef von Boeing erhalten hat und der sagt, alles wär super duper.

Dämlich und nicht mehr überraschend, aber vielleicht nicht das tragischste an der Geschichte. Denn Rachel erklärt hier anschaulich, dass Boeing das Problem seit dem Crash des Lion Air Fluges im Oktober 2018 auf dem Schirm hatte und wusste auch, was zu tun ist. Ein Softwareupdate war im Januar schon ready. Doch dummerweise hat sich die amerikanische Luftfahrtbehörde gedacht, dass man da diesmal doch genau ein Auge drauf werfen sollte. Dann kam noch der Government Shutdown in den Staaten dazu und so kommt das Update erst im April. Aber kein Problem, denn der Clown hat ja alles im Griff und mit dem Chef von Boeing gesprochen.

Ich weiß nicht, ob das vor oder nach seinen Tweets war, dass er es sowieso komisch findet, dass Flugzeuge immer komplizierter werden, als leicht, einfach und althergebracht zu sein. Und er will auch nicht, dass nur noch Albert Einstein Flugzeug fliegen kann, sondern auch Idioten.

Genau. Der wundert sich sicher auch, wieso die Zahlen der Unfalltoten sinken, obwohl alles gleich bleibt (außer Technik, die er nicht versteht und daher nicht weiß, welche Hilfe diese tagtäglich ist und was sie alles bisher bewirkt hat).

Wie gesagt, wenn jemand eine Idee hat, wie man alles verbessern kann, immer raus damit. Doch nicht nur Anhänger suchen und lauter werden, nur weil man grad nichts anderes zu tun hat. Sondern nur, wenn es durchdacht und von Entscheidungsträgern abgenickt wird.

Denn nehmen wir mal an, dass wir die Tempolimits auf 130 km/h reduzieren, eine Zugfahrt so günstig wird, dass man blöd wäre mit dem Maserati zu fahren und die Autoverkäufe zurück gehen würden. Wenn Audi, Mercedes oder VW nun Stellen streichen, sollen die dann eher beim Abgas- oder beim Sicherheitsteam streichen? Und hilft uns das dann wirklich weiter, wenn wir uns für eins entscheiden müssten? Oder wäre es gut einen Weg zu finden, der für alle denkbar ist?

Vielleicht gibt es wirklich andere Probleme?

Vielleicht ist das, wofür man sich auf Twitter streitet, gar nicht die beste Lösung?

Vielleicht sind Politiker doch zu was nutze?

Vielleicht ist man selbst nicht die Lösung aller Probleme?

Vielleicht bin ich gar kein Idiot?

Vielleicht ist diese Welt nicht mehr zu retten?

Clexit! (Mir doch Hupe!)

So!

Ich habe eine Entscheidung getroffen. Ich bin erst wieder bereit irgendwas in Richtung Klimawandel und meinem CO2 Fußabdruck zu machen, wenn die Menschen aufhören sich gegenseitig den Teppich unter den Füßen weg zu ziehen. Es geht hier nicht darum irgendwem den schwarzen Peter zu zuschieben, sondern gemeinsame Lösungen zu finden.

Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht besser funktioniert, wenn man als erstes daran ansetzt, wem anders was zu diktieren. Jeder sollte sich dem Problem auf Grundlage des eigenen Verhaltens stellen.

Es ist bemerkenswert, wie das Problem angegangen wird, indem man als erstes darüber nachdenkt, was wer anders ändern könnte. Ein Co2 Fußabdruck setzt sich durch diverse Elemente zusammen, wenn eins davon nicht passt, passt ein anderes vielleicht so gut, dass es den Mehrbedarf abdeckt.

Daraus ergeben sich Maßnahmen für jeden einzelnen von uns. Ich finde es einfach nicht zielführend als erstes daran zu denken, was irgendwer anders ändern könnte und mich nicht juckt. Ich kann zum Beispiel nicht hergehen und laut mit dem Fuß aufstampfen, dass wir sofort den Flugverkehr regulieren müssen, nur weil ich selbst keinen Ansatz habe irgendwo hin zu fliegen. So schlägt man vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe: 1. Eigenes Interesse am Klimaschutz signalisieren und 2. Das eigene Verhalten in den Hintergrund zu rücken.

Ich schätze den Wald sehr. Doch ich alleine und auch Ihr alleine könnt nichts aufhalten, solange nicht alle an einem Strang ziehen.

Und davon sehe ich nichts. Ich sehe wenige Mitstreiter, die sich bemühen eine Änderung herbeizuführen, ich sehe Leugner und ich sehe Menschen, die andauernd irgendwen belehren oder angreifen müssen. Wir bekommen niemanden dazu auf unseren Zug aufzuspringen, wenn wir ständig nur darauf aus sind uns darüber zu definieren, wen anders dumm da stehen zu lassen.  Der beste Weg, einen Menschen zu berühren, ist nicht ihm einen Schwinger zwischen die Augen zu verpassen.

Ich bemerke autolose Berliner, die von Zeit zu Zeit Bilder von fremden, weit entfernten Orten posten und sich stark für Tempolimits einsetzen. Tolles System, der einfachste Weg über sein eigenes Verhalten hinweg zu sehen, ist mittlerweile scheinbar das Fehlverhalten eines anderen um so intensiver zu begutachten. Ich bin seit Anbeginn meiner Zeitrechnung jedoch ein Fan von: Jeder kümmert sich um seinen eigenen Shice. Veganer können auf Fleischfresser zeigen, Fleischfresser können auf Vielflieger zeigen, Vielflieger können auf Autofahrer zeigen und ich zeige auf Idioten im Ganzen.

Natürlich muss man informieren, viele Menschen haben noch immer nicht verstanden, was auf uns zukommt und was wir tun sollten. Aber ständig irgendwo nach Beschränkung von Zeug zu rufen, was einen selbst nicht betrifft, bringt uns hier einfach nicht weiter.

Ich hab auch schon Leute erlebt, die vor den richtigen Stellen (Förderer) das richtige sagen, doch sobald die richtigen Stellen fort sind, das genaue Gegenteil ausgeben. Ich denke auch Heuchlerei zu dem Thema, um ein paar Euros von Menschen abzugreifen, die ihr Geld in den Klimawandel investieren möchten, bringt uns hier nicht weiter.

Das hier ist EUER Planet und EUER Leben und es sind EURE Kinder. Wenn Ihr andere davon überzeugen wollt, dass sie diesen zu retten haben, dann ist ihnen vor den Kopf zu stoßen eine schlechte Strategie.

Ich hab kein Problem damit, dass die Meere sich über die Ufer erheben und Chaos bringen. Es wäre Schade um Amsterdam, doch ansonsten wahrscheinlich Entertaining von den Höhen von Thrudheim aus Bilskirnir zu beobachten. Außerdem legt der Haus- und Hoflieferant für Fahrzeuge einen hohen Wert auf Wasserverdrängungseigenschaften des Vehikels.

In diesem Sinne: Happy Ragnarok!

P.S.: Bei meinem Pech werd ich sowieso nicht drauf gehen.

Super Bowl LIII 2019

Es ist wieder soweit, schwere Männer in engen Outfits rennen ineinander, um einen eiförmigen Ball aus Schweinsleder zu ergattern oder zu halten. Ich mein, das haben die auch in der Saison zuvor getan, aber davon bekommt der gewöhnliche Sportmuffel nichts mit. In diesem Jahr haben sich (oh wunder) wieder die New England Patriots durchgesetzt und starten am Sonntag, den 03.02.2019, im Mercedes Benz Stadium zu Atlanta gegen die L.A. Rams.

Die Patriots sind ein Dauergast im Super Bowl, ein wenig wie der FC Bayern der NFL und eher als die alten Hasen und Favoriten zu sehen. Die L.A. Rams sind da eher die Young Gunz und Underdogs. Daher wird Thrudheim in diesem Jahr den Rams die Daumen drücken. Außerdem gibt es ein paar Randnotizen zu den L.A. Rams, die diese Entscheidung unterstützen. Oben im Header findet Ihr die Hymne des Teams „My Squad“ von Problem aus dem berühmt berüchtigten Stadtteil Compton. Außerdem ist es nicht unüblich, dass Größen wir Terry Crews (Expandables), Tyga (Rack City) wie im Video zu sehen, zu Besuch kommen. Kendrick Lamar und Schoolboy Q durften sogar schon mittrainieren.

Der Running-Back der Rams, Todd Gurley steht bei „ROC Nation“ unter Vertrag. Da Jay-Z seit einiger Zeit mit ROC Nation nicht nur Musiker, sondern auch Sportler unter Vertrag nimmt.

Selbst der 71-Jährige Defensive Coordinator Wade Philips ist vom Rap-Einfluss ergriffen. So zitierte er vor kurzem Future’s „Rocket Ship“ in einem Interview mit „I’ve poppin‘ since my Demo.“ Er würde einfach Zeug aufschnappen, sagt er auf die Frage, woher er das kenne und führt weiter fort, dass sein Fav „I started from the Bottom (now we’re here).“ von Drake ist.

Die Halbzeitshow übernehmen in diesem Jahr Maroon 5, Big Boi von Outkast und Travis Scott. Also auch hier Rap mit Beigeschmack von Rock & Pop. Und damit wären die zwei großen Pfeiler des Events betrachtet, kommen wir zum dritten Pfeiler, der den Super Bowl LIII vervollständigen wird: Werbespots.

Auch in diesem Jahr wird ein 30-Sekunden-Spot wieder mehr für seine Ausstrahlung kosten, als so mancher von uns an Geld im Leben zu sehen bekommen wird. Mit 5 Millionen Dollar pro Spot hat man sich jedoch nur den Ausstrahlungsplatz gesichert. Nicht in dieser Kalkulation sind Produktion, Marketingfirmen, Stars, Musiker, Setdesigner, etc.

Und auch wenn genau dieser Punkt der Show der fragwürdigste ist, so muss ich doch jedes Jahr erklären, dass er neben der Halbzeitshow und dem Game per se das wichtigste an diesem Event ist. Denn sie kosten nicht nur verflucht viel und ernähren viele Menschen, sondern sie regen auch noch zum denken, lachen, träumen und mitfühlen an. Werbespots in diesem Umfang versuchen uns genau da zu erwischen, wo es „wehtut“ – right in the feels!

Wo ein orangener Clown das ganze Jahr hat, irgendwelche Märchen und Geschichten in die Welt zu plärren, so haben die großen amerikanischen Konzerne meist nur den Super Bowl um einen Schuss zu setzen der sitzt. „Wir lassen uns nicht auseinanderreißen“, „Fremde sind nicht immer gleichzeitig der Feind, sondern nur fremd.“ und wie jedes Jahr „Avocados aus Mexiko sind scheiße lecker (und Du zahlst Deine bescheuerte Mauer selbst)!“.

Vor dem Gameday werden jedoch meist nur Teaser der wirklichen Spots im Netz veröffentlicht, da man sich den Boom für das Spiel aufbewahren will. Fun-Fact am Rande, selbst die Kino- und Streaminglandschaft wird nun bereits vom Super Bowl beeinflusst, da im letzten Jahr der Film Cloverfield: Paradox nicht erst ab Donnerstag darauf im Kino zu sehen war, sondern während eines Spots angekündigt und direkt nach dem Super Bowl bei Netflix verfügbar war.

Bevor wir zu den Teasern für dieses Jahr kommen, ein kleiner Rückblick in das letzte Jahr, denn da hat Jeep gezeigt, dass es auch anders geht. Mit einem ungeschnittenen Video von einer Autofahrt, die sich über die teils pompösen Produktionen der anderen Autobauer belustigt und doch in jedem Owner das Herz kurz aufgehen lassen:

Im ersten 2019 Teaser bestellt sich SJP ein Bier und wir lernen, dass der Dude noch immer bester Gesundheit ist.

Diesmal fragen sich Steve Carell, Lil Jon und Cardi B ob Pepsi okay ist. Is Pepsi okay?!

Doritos senden eine ungewöhnliche Kombo ins Rennen: Chance the Rapper trifft auf die Backstreet Boys.

Der Pringles Teaser 2019 zeigt uns, dass man nicht nur Geschmacksrichtungen von Jelly Bellys mixen kann, sondern auch Stapelchips. Zwischendurch jammert eine Alexa.

Michael Bublé setzt sich für die Namensänderung einer Getränkemarke ein.

Die Tochter von Lenny Kravitz, Zoë Kravitz und die Bier Marke Michelob ULTRA fangen uns mit einer ASMR-Darbietung, die Lust auf Bier macht.

Auch wenn der orangene Clown das Pariser Klimaabkommen geschmissen hat, ist auch in den Staaten noch nicht das letzte Wort dazu gefallen. Denn Budweiser zeigt in diesem Jahr, dass man Bier nicht nur Bio (Michelob ULTRA ist auch von Anheuser Busch), sondern auch klimaneutral und allein durch Windkraft brauen kann.

Coke macht, wie aus einem Dr. Seuss Buch entrissen, klar, dass Coke für ALLE ist!

Zum Schluss gibt’s noch die Playlist aller weiteren Teaser, die bis dato so durchs Netz schwirrten und ansonsten: Viel Spaß am Sonntag, ab 22:45 Uhr LIVE auf ProSieben.