2 Kandidaten / 4 Gesichter / Keine gute Wahl

Ich hatte nun einige Zeit nachzudenken, den ersten Schock zu verdauen und zu fokussieren. Es ist immer schwer zu formulieren was in einem abgeht, wenn man es sich erlaubt außerhalb der gesetzten Grenzen zu denken.

An manchen Ecken habe ich (wie man vielleicht bemerkt hat) eine amtliche Schreibblockade aufgebaut. Einerseits ist es Disziplin - etwas, was einen ständig beschäftigt nicht hier zu behandeln und andererseits hat man als Schreiber auch immer Themen die raus müssten, wo einem aber irgendwas zurückhält. Man könnte es erzwingen und schreiben, aber es wäre Dreck. Erzwungener, unausgereifter Dreck.

Und dann gibt es so was, wo man den Tag durch mehr Gas gibt, um den Kühlschrank zu füllen, damit man danach den Kopf leeren kann. Es muss dann einfach raus, sonst blockiert es einen. Das kann man nicht nachvollziehen, wenn man nicht selbst irgendwo veröffentlicht. Ich muss mich an manches Zeug, was ich hier treibe auch selbst noch gewöhnen.

Doch lasst uns zum Thema kommen. Wer sich gefragt hat, was das denn nun wieder für ein komischer Titel ist, dem erkläre ich es kurz. Jede(r) Kandidat(in) hat zwei Seiten, von denen man ihn/sie betrachten kann. Es kommt darauf an, auf welcher Seite man sieht. Ein Republikaner sieht Hillary Clinton anders als ein Demokrat und bei Trump andersum.

Wenn jemand den Sieg von Donald Trump feiert – aus welchem Grund tut er das? Schauen wir uns die beiden nachträglich mal an.

Zum einen Hillary Clinton:

Die „helle“ Hillary wäre die erste Frau an Amerikas Spitze gewesen, hatte ein politisches Programm, nicht immer die klarste Position, 30 Jahre Erfahrung und war trotzdem keine Bernie Sanders. Sie ist keine Sympathieperson wie Barack Obama, sie ist eine Kämpferin und beißt sich durch. Jeder, der annimmt, dass Politik ein lockerer Job wäre, der soll sich mal in einer Partei über ein Jahr hinweg politisch engagieren. Gremien kennenlernen, es kennenlernen, dass man Menschen, ihre Ansicht und ihre Art nicht versteht und trotzdem irgendwann auch ihre Stimme brauchen wird. Man sollte sich mal damit auseinandersetzen wie es sich anfühlt für etwas Gutes zu kämpfen und darin aufzugehen und dann doch die Mehrheit feiern zu sehen, die ebenso meint etwas Gutes getan zu haben, wenn auch nur für sich. Angriffe aushalten, trotzdem hellwach bleiben um zurückschlagen zu können. Das ist Politik. Nichts was man 30 Jahre mitmacht ohne sich hin und wieder zu denken: das war’s. Und nichts, wo man nicht ständig darauf achten muss, dass man auch die Menschen vertritt und nicht nur sich und seine Taschen.

Womit wir zur „dunklen“ Hillary kommen. Sie ist für viele der Inbegriff des „Establishments“. Sie ist fest in der politischen Landschaft etabliert und hat sicher einige Kontakte geknüpft und ist somit natürlich im Einflussbereich von Lobbyisten. Auch für mich war sie nie mehr als eine „Notlösung“. Ich hab mich gefreut, als Obama das Rennen gemacht hat. Die Clintons standen immer in der Kritik dafür, zu oft das eigene Interesse vor das Allgemeinwohl zu stellen. Zur Zeit der Whitewater Affäre hatte sich sogar ein Anwalt der Clintons „umgebracht“ und das kurz vor einer Aussage zur Whitewater Affäre. Und da kommt dann schon ein „House of Cards“ ähnlicher Beigeschmack auf.

Und Donald Trump:

Der „dunkle“ Donald Trump gibt erst damit an, dass er alles mit Frauen machen könne und als sich dann Frauen meldeten, die das bestätigen konnten, war es plötzlich alles ganz anders. Der Typ will eine Mauer in Richtung Mexiko bauen und die soll Mexiko zahlen. Wieso? Na da kommen eine Menge „Bad Hombres“ aus Mexiko mit Drogen, Problemen, manche sind Vergewaltiger. Er will seine politischen Gegner hinter Gitter bringen, er will alles ganz toll und großartig und wundervoll machen. Wie? Das geht uns scheinbar nichts an. Auch seine Finanzen (die bisher jeder President [auch Bill Clinton] offen gelegt hat) will gerade der Typ, der seine komplette Existenz nur auf Deals und Geld begründet, nicht zeigen. Er beschuldigt Hillary von den EINVERNEHMLICHEN Affären von Bill gewusst zu haben und beschuldigt eine Volksgruppe, dass sie vermehrt Vergewaltiger hervorbringt, während er selbst nicht besonders viel Achtung vor Frauen und derer sexuellen Selbstbestimmung hat. Der Typ hetzt gegen illegale Einwanderer. Hätte aber ohne illegale Einwanderer grad nichts zu vögeln. Oder besser: keine first Lady. Denn die kam illegal nach Amerika. Und die klaut dann auch noch als tolle weiße Frau ihre besten Worte bei einer noch tolleren schwarzen Frau. Was für ein Milchbrötchen. Da hetzt der Mann seit Jahren gegen Obama und dass der ja gar kein richtiger Amerikaner ist und seine wirklich illegal eingereiste Kaufhauspuppe klaut seiner Frau dann die Worte. Also wie toll können DIESE weißen Herrenleute schon sein, wenn sie nicht mal eigene, bessere, weißere Worte finden? Er hat offen getweetet, dass er den Klimawandel für eine Verschwörung der Chinesen hält. Obwohl die Arbeitslosenquote zuletzt um 5% sank und somit auf einen Aufschwung hinweist, betete er das Märchen der desaströsen Wirtschafts- und Arbeitslosenzahlen vor.

Und auch wenn der Typ ein gigantischer Kotzbrocken war, vor Widersprüchen nur so überquoll und auch sonst nicht ganz knusper gewesen ist, so hatte er doch eine „helle“ Seite – auch wenn die womöglich nur in den Wunschvorstellungen mancher Anhänger existiert, aber ich skizziere sie mal. Donald Trump ist dreifacher Milliardär (angeblich, genaue Zahlen fehlen) und soll somit, nach eigener Aussage, für Korruption und Lobbyismus gar kein Ansprechpartner sein. Er wäre unabhängig, anders als das durchtriebe Establishment, was sich seit Jahrzehnten, verbrüdert mit Wallstreet und dem Industriell-Militärischen Komplex, da oben eingenistet hat. Grundsätzlich nicht verkehrt, nur was, wenn das auch nur „ein Spaß“ war? Oder „nie so gesagt“ wurde?

Vielleicht ist er doch nur das rassistische, sexistische, verwöhnte Arschloch, was sich trotzdem die Taschen vollmacht und mehr nicht – was dann?!

Seine Siegesrede ließ mich sprachlos zurück. Der Hampelmann mit der orangenen Rübe, der während des Wahlkampfs selbst Müttern mit Kindern aus dem Saal werfen lies, bat nun um einen Schulterschluss aller Parteien. Er wolle ein Präsident für alle Amerikaner sein und großartige, tolle Dinge machen. Seitdem der Gewinn drin war, ruderte auch sein Wahlkampfteam massiv zurück. Zum Beispiel „es würde keine Deportationen geben“. Na das ist ja begrüßenswert, toll!

Ich persönlich schlucke den Braten nicht, denn laut einem Tweet wollte Al Jazeera America nach der Wahl eine Frage stellen und Trump antwortete „Ihr seid raus aus dem Geschäft“ und ging weiter. Klingt also nicht nach: Alle sollen sich lieb haben.

Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass man nun großartig besorgt sein sollte. Man sollte das Ganze beobachten und kommentieren. Reden, wenn man Bedarf hat und Fragen, wenn man was nicht versteht. Auch wenn nun der selbst ernannte dunkle Ritter gegen die „Mainstream Medien“ an die Macht kommen wird. Sollte man trotzdem immer lieber zwei Mal nachfragen, anstatt einfach irgendwas zu schlucken. Egal von welcher Seite und in welcher Hinsicht.

Nichtsdestotrotz war das auch eine spannende und bewegende Nacht. Und um das zu verdeutlichen, schließe ich diesen Zeilen eine Tweet-Parade der #ElectionNight2016 an. An der Stelle vielen Dank an meine Timeline. Ich folge Jeep-Peoples, Playmates, Spieleentwicklern, Unternehmern, Journalisten, Musikern, Sportlern usw. aus den Staaten und manche folgen mir zurück. Es sind viele verschiedene Menschen, mit vielen verschiedenen Ansichten, die ich alle nach den Jahren sehr gerne lese, auch wenn ich nicht immer ihre Meinung und doch viele ihrer Interessen teile. Vielen Dank.

Ja, zuletzt die Frage – Was denkt Ihr über den Wahlausgang in den Staaten?

Ich habe mal einen Umfragetweet mit 4 möglichen Antworten in die 9 Welten entsandt und wenn Ihr mögt – gebt Euren Senf dazu.

Ansonsten: Viel Spaß mit den Tweets und mögen die Nornen Euch gnädig sein.

Mo‘ Money, Mo‘ Problems. Mo‘ Engagement, Mo‘ Verrückte.

Diese Welt ist kaputt.

Und lange habe ich angenommen, man könne sie noch gemeinsam retten. Mittlerweile glaube ich, dass es einfacher ist einen Elefanten durch ein Nadelöhr zu buchsieren, als dieser Welt noch einmal Frieden geben zu können.

Warum?

Es ist natürlich schwer dies in ein paar Zeilen so zu verpacken, dass jeder Aspekt beleuchtet wurde und das so vollumfassend, dass kein Mensch einen noch fehlinterpretieren kann. Und da sind wir auch schon beim ersten Punkt.

Menschen. Menschen sind ganz komisch drauf. Ich habe die These aufgestellt, dass man mit 10% super arbeiten (oder was auch immer) kann. 90% sind ganz einfach durch. Die Menschen gehen auf Friedensdemos, aber nur um was zu erleben, zusammen zu sein, was zu tun zu haben, sobald sie am Abend wieder mit dem Tablet auf der Couch sitzen, hetzen sie wieder gegen alles und jeden, was nicht in ihr eigenes Schema passt.

Oberflächlich zusammen rum rennen und Transparente hoch halten geht, jemanden mit einem anderen Stil, einer anderen Einstellung, anderem Erfolg oder mehr Intellekt akzeptieren? NEIN!

Man kann mit manchen zusammen sitzen und sich Woche für Woche tolle Ideen anhören, wenn man aber irgendwann mal eine Handlung dazu sehen möchte, ist man sowas wie der Clown aus ES, Pennywise.

Solange man mit läuft, mit lacht, Substanzen konsumiert und die Fresse hält – ist man everybodys Darling. Doch ab dem Punkt, an dem man seine Rede- und Meinungsfreiheit beansprucht, spürt man glühende Blicke auf der Haut.

Und das ist sehr imposant, sie rennen herum und fordern Dinge, die sie selbst nicht im Ansatz erfüllen können. Und dazu beschneiden sie sich gegenseitig noch Grundrechte, weil der, der seine Meinung kund tut eben nicht durch das Gesetz geschützt wird, sondern auf sich selbst gestellt ist.

Ich möchte wirklich nicht, dass sich irgendjemand angesprochen fühlt, den ich nun nicht im Hinterkopf habe. Denn wie gesagt, es gibt wirklich viele Menschen, die ich durchgehend knuffen könnte, weil sie toll sind. Aber der Großteil ist halt ein manipulativer, lobbyistischer Haufen, der sich scheiße wichtig nimmt, keine konstruktive Kritik abkann (und damit mein ich kein stumpfes rum gefronte wie: „Der Nagel ist nicht richtig drin“ oder „Die Follower-Danksagung ist gar nicht als Mention verfasst“ – da kann man ruhig mal sagen: Jaaaaaa, spring halt vom Dach, Du Clown!) und generell mit anderen Ansichten nicht umgehen kann. Und wehe, wehe, man hat irgendwo mehr Skillz als der andere oder prangert „bis vor die Haustür Denken“ an – dann ist vorbei.

Seitdem ich schreibe und seitdem ich mich aktiv an einer Verbesserung der derzeitigen Situation beteiligen möchte, befasse ich mich zu 80% damit mit irgendwem zu diskutieren, mir Gefronte anzutun oder mich persönlich angreifen zu lassen. Ich mein, what the Fuck? Haben die Medien uns in all den Jahren wirklich so verwirrt, dass das eigene Ansehen wichtiger ist, als das große Ganze?

Ich mein, wie sinnvoll ist ein kulturelles Projekt, in dem nur eine Gruppe definieren und showcasen darf, was Kultur ist?

Bei Twitter war ich bei manchen Menschen unten durch, lediglich durch den Umstand, dass ich HipHop höre und eben nicht aus einem Vorzeige-Umfeld komme und eben nicht den golden Löffel genossen habe. Woanders höre ich den Satz: „Wir dürfen aber keine CDU Wähler hier rein lassen“ und darf mir dann ein halbes Jahr ansehen, wie diese Person und ihr Umfeld bestimmt welche Veranstaltungen passieren dürfen und welche nicht. Also sozial und solidarisch ist das nicht.

Die meiste Zeit verbringe ich damit, nachdem ich den Gedanken über Bord geworfen habe, dass es sich nicht geziemt, wenn man von der Blödheit mancher Menschen ausgeht, mir klar zu werden wieeeeeee dämlich manche Menschen sind. Beispiel: Ich frage mehrfach per Mail an, wer ein Gremium zusammen gestellt hat, wer die Skillz prüft und wo man sich dazu bewerben kann – keine Antwort. NICHT. EIN. MAL. Mal bin ich Teil der Gruppe, mal wieder nicht. Aber an dem Punkt, an dem eine Aktion nach hinten los geht, die man aufgrund eben dieser fehlenden Skillz verpatzt hat, kann man zusehen, wie diejenigen, die zuvor noch ihre Position nicht mal hinterfragen lassen wollten, nach einem Schuldigen suchen. Denn – man selbst kann ja gar nicht Schuld sein. UNMÖGLICH! Das muss irgendwer anders verpatzt haben.

Anderes Beispiel: Ich habe mit Twitter gleichzeitig mit dem großen, unvergleichlichen, herzensguten und vollkommen swaggy @t5a angefangen. Er hat mittlerweile Ü7000 Follower, ich dümpel irgendwo bei 1300 rum. Wir hatten auch nebenbei (nicht öffentlichen Kontakt) und wir sind nach wie vor cool miteinander. Woher kommt das?!

Wieso kann ich damit umgehen, dass er mehr als 5x mehr Follower hat, ohne Neid zu entwickeln und wieso kann er noch so down mit mir quatschen? Ganz einfach: Wir verstehen uns. Ich mag ihn und ich mag auch weitere Leute, die wesentlich mehr Follower haben. Doch ab dem Punkt, an dem ich selbst die 1000er Marke überschritten hatte – änderte sich vieles. Und nun ratet mal, wer mich darauf vorbereitet hat? Genau! @t5a. Vor ca. 4 oder 5 Jahren hat er mir bereits gesteckt, wie sehr sich alles plötzlich verändert. Und das ist wirklich beachtlich.

Meine erste Erfahrung mit Menschen, die ein komplettes Problem mit mir haben, war meine Juso Zeit. Mit 19 dachte ich mir bereits: Hey, wieso beschwert sich jeder, dass Wuppertal so dreckig ist, aber da wo wir Fußball spielen und kiffen, hängt im Umkreis von 3km nicht ein Mülleimer – ist doch dämlich! Also habe ich mich politisch angagieren wollen, damit sich sowas ändert. Aber irgendwie… war das nicht der richtige Weg. Ich hätte womöglich eher unserem Bundestagsabgeordneten schreiben sollen, das wären 30 Minuten Arbeit gewesen und ich hätte Ruhe gehabt und etwas getan.

NEIN! Ich musste mich Woche für Woche mit 17jährigen im Anzug zusammen setzen, die scheinbar von Mutti und Vati geschickt wurden und dann stundenlange Reden über außenpolitische Themen anhören. Nach 3 Wochen war ich in einem Streit zwischen Vorsitz und Mitgliedern gefangen, konnte selbst kein Fehlverhalten des Vorsitzes erkennen und habe daher deren Seite eingenommen – denn der Vorsitz wurde ja irgendwann mal gewählt – falsch gewählt? Dann heul nicht rum und mach Deinen Job, Sozi-Punk!

Und schon war ich in einem Strudel von Menschen, die scheinbar zu viel Freizeit haben. Und Mülleimer – hängen da oben bis heute nicht. Aber ich war auf ner Menge Demos – entschuldigung, aber wie schwachsinnig ist das denn alles?

Als nächstes war ich im Betriebsrat eines früheren Unternehmens der Buh-Mann. Aus so ziemlich den gleichen Gründen. Wir wählen einen Vorsitz. Der Vorsitz sagt: Yo, das Betriebsratsbüro ist nicht dazu da um Kaffee zu trinken und youtube zu checken, die Mitarbeiter werfen uns das doch sowieso schon vor! UUUUND wieder fing ein Krieg an. Es ist unfassbar, die Shice wiederholt sich nun zum dritten Mal. Eine Gruppe Abpimmler stellt sich gegen ein paar Leute, die was reißen wollen und das geht scheinbar ewig so weiter.

Ich wäre wirklich überaus verblüfft, wenn diejenigen mal nicht eine Gruppe bilden würden um sich einfach bestätigter zu fühlen, sondern sich selbst und ihr eigenes Beitragen zu hinterfragen – kannste knicken. Und aus diesem Grund, ist für mich der Ruf nach Weltfrieden für mich reine Belustigung.

Das ist kein Arschlochtum, das ist Erfahrung. Die Menschen werden ihr eigenes Handeln nicht überdenken, solange sie Gruppen schließen können um schlagkräftiger zu sein. Doch am Ende, ist der mit der Moral-Frage noch immer der mächtigste gewesen.

Mein Problem ist: Ich will gar kein Teil einer Gruppe sein, außer die Gruppe bringt allen was und ist nicht nur dazu da um sich irgendwie zu legitimieren. Natürlich würd ich gern Teil einer Gruppe sein, in der sich jeder einbringen und helfen kann, in der man zusammen was schafft und die Erfolge dann zusammen feiert. Aber die meiste Zeit ist es einfach nur eine Front gegen etwas, was einem nicht passt. Und an dem Punkt muss man sich fragen – wie brechen wohl Kriege aus? Und wieso wünscht Ihr Euch Frieden?!

Und der Kracher ist – ich hätte mir eine Menge Nervenschwund und Ärger ersparen können, wenn ich vor 14 Jahren einfach nur ein paar Mülleimer gekauft und angeschraubt hätte – aber nein, ich wollte den richtigen Weg gehen – tolle Idee, Vollidiot.

Andererseits… In manchen Fällen kann ich nicht einfach gehen, denn ich frage mich, wenn ich hier derart in Ärger gerate, dass es mir den letzten Nerv raubt, wie ergeht es dann zum Beispiel der zierlichen Walküre hier, die manchmal neben mir liegt? Und aus dem Grund verbeiße ich mich dann zuweilen gern mal in sowas.

Wenn alle Stricke reißen, kann man sich ja bewusst werden, dass man ja eigentlich das große Arschloch ist und zurück zur Straßenpolitik kommen 🙂

Tut mir, Euch und Eurer Umwelt einen Gefallen: Nehmt Euch nicht so wichtig und überdenkt Euch hin und wieder mal, bevor ihr irgendwelchen Leuten das Leben schwer macht. Und vor allem: überlegt Euch, ob Ihr wirklich für Frieden seid, wenn Ihr im Endeffekt doch nur auf Fame & Cash aus seid – denn am Ende kommt doch irgendwann die Frage nach der Glaubwürdigkeit auf.

Ich hab mir über die Jahre wenig Freunde gemacht, doch die Freunde die ich habe, sind der Grund, dass ich noch da bin. Ich hab keinen Ansporn mit jedem cool zu sein, stimmt schon. Ich will auch nicht gewählt werden. Ich will einfach nur hin und wieder meine Meinung zu einem Thema los werden.

Und, mal ehrlich – man könnte mich doch auch wirklich nur als einen Spaßt abtun, doch der Umstand, dass man immer weiter hetzt, muss doch bedeuten, dass ich irgendwelche richtigen Ansätze habe, die irgendwo sauer aufstoßen.

Im Endeffekt kann ich nur weiter an mir arbeiten und besser werden.

Und wer sich nicht die Mühe machen mag mich kennen zu lernen, der kann sich gern über mich erzählen lassen was er mag. Was ich darüber denke dürfte klar sein 😉

Kurze Anmerkung am Rande, kurz vor Abschluß dieses Posts kam der kongeniale Mr. Pitch78 mit einem Track aus Tash, der einfach nur purrrrfect zu diesem Post passte. #OneLove Dicker! Btw, der Kerl ist bald öfter in Videos aus dem Tal zu sehen als die Schwebebahn <3 Und das freut mich, ich kannte ihn erst aus Videos und dann haben wir uns erst kennen gelernt und er ist einer der 10%, die ich gerne in den letzten Jahren kennen gelernt habe. Wirklich, würglich gern 🙂

Und damit bin ich raus!

Nur ein Zitat aus dem oben zu sehenden Video noch: „Und Ihr macht weiterhin Probleme, wo eigentlich keine sind!“

Peace out!