1,80m in Leggings and Chucks

Wisst Ihr worüber wir schon lang nicht mehr gesprochen haben? Frauen. Warum nicht? Aus Gründen.

Aber wie das so ist, man kann nicht mit, man kann nicht ohne. Doch die Welt hat sich verändert, ich hab mich verändert und somit muss man alles neu fein justieren.

Einerseits gibt es hier und da eine Walküre, die sich um einen kümmert. Mittlerweile gibt es auch Frauen, die mit einem ein Wochenende verbringen wollen, eben damit man darüber schreibt. Ich denke das beschreibt das Ausmaß des Wahnsinns recht gut.

Die meiste Zeit lässt man Grazien ziehen, in der Gewissheit, dass man kein Segen für sie wäre. Doch manchmal, manchmal kann man einfach nicht anders. Diesmal waren es 1,80m in Leggings und Chucks. Und manchmal, ja manchmal merkt man auf Anhieb, dass man auch falsch liegen kann.

Denn vielleicht ist man nicht nur eine Last, sondern bringt in seiner Verfassung, die man nun mal hat, auch Aspekte mit, die dem Gegenüber wie gerufen kommen. Dazu muss auch nicht immer alles direkt in einer Flut aus Anordnungen und Einschränkungen enden, sondern in einem lockeren Terminplan, der nicht bindend sein muss.

Warten wir es mal ab.

Was ich jedoch eigentlich mit diesem Post sagen wollte ist, dass es zunehmend schwieriger wird über Eskapaden zu berichten. Mag am Mangel an Eskapaden liegen, aber auch daran, dass, selbst wenn Eskapaden wären, auch einige Augen mehr auf einem liegen.

Genau wie ich im Freundeskreis Bereiche habe, über die ich frei schreiben kann, gibt es auch Bereiche, über die man nie etwas im Netz lesen wird. Man eignet sich einen gewissen Kodex an. Und genauso ist es auch im Bett.

In letzter Zeit fällt häufiger der Satz „Darüber muss(t) Du/Ich schreiben!“. Und sobald er fiel, geht ein Task in meinem Gehirn auf, der das durchdenken will (er wird natürlich umgehend unterdrückt, weil die Ressourcen beim Task „rummachen“ gebraucht werden). Egal wer ihn denn droppte.

Wenn sie es war, hab ich früher einfach drauf los gelegt, es war wie eine Aufforderung, nein, es war ein Befehl. Heute denke ich lieber erst drüber nach. Denn der Satz, den der alte Onkel Ben dem jungen Peter Parker mitgab: „Mit großer Macht, geht auch große Verantwortung einher.“ stimmt.

Alles was ich raus gebe, trifft auf meine Umwelt. Alles wird analysiert, gescanned, und bewertet. Egal wie viele Pseudonyme man sich zulegt – vollkommen Hupe.

Daher muss meine Stammleserschaft entschuldigen, dass sich die Berichterstattung betttechnisch verändert hat. Ich will nicht ausschließen, dass sich das ändert, so wie die Welt sich ändert, so wie ich mich änder.

Und ich kann nicht ausschließen, dass Ihr von 1,80m in Leggings und Chucks bald mehr lesen werdet.

Oder auch nicht, kann man nie wissen 😉

Super Bowl XL 2016

Und diesmal steht das XL nicht nur für den Event an sich und seiner Ausmaße, sondern es ist der 50. Super Bowl ever. Und trotzdem (oder gerade deswegen) wird dieser Event sicher wieder gewohnt gigantisch, wenn die Denver Broncos auf die Carolina Panthers treffen.

Wie man vielleicht weiß, ist Sport gucken für mich nicht ganz so interessant, wie zum Beispiel verrückte Männer in roten Anzügen. Doch Super Bowl muss. eben weil es nicht nur ein Sport Event ist, es ist ein patriotisches Familienevent mit Musik und Show bis zum wegtacklen.

Halbzeitshow in diesem Jahr?  Sasha Fierce aka Beyoncé Carter aka Beyoncé Knowles, Bruno Mars und Coldplay. Ob wieder zwei Haie mit Stock im Arsch tanzen bleibt jedoch abzuwarten.

30 Sekunden Werbezeit kosten minimum 5 Millionen $ - und dann hat man noch keinen Spot, der die Sportfans in der Halbzeit vom Hocker haut.  Also kann man ungefähr abschätzen, wieviel Asche in dem Event steckt. Massive Paper berichtet HIER sogar von einem Fan, der 21.000,- $ für seine Tickets gegeben hat. Seine Frau weiß bis zu dem ÖFFENTLICHEN FERNSEHINTERVIEW jedoch von nichts.

Dazu explodiert auch noch das Netz. Es scheint, als habe nur Amerika verstanden, wie man wirklich alles aus dem Netz raus holt. Während sich andere Länder eher damit beschäftigen es zu begrenzen und die Amis es ein wenig zu sehr überwachen. Aber scheiß mal drauf, vor allem an diesem Abend. Heute ärger ich mich nicht darüber, dass die NSA vor der Walküre weiß, womit sie am Abend gaumentechnisch verführt wird 😉

Und das haben nicht nur die User verstanden, sondern die Firmen auch. Und auch wenn ich sonst mit den ganzen Großkonzernen auf Kriegsfuß stehe, weil sie entweder Land und Leute ausbeuten oder Dreck produzieren oder aus Raffgier über Leichen gehen. Doch was so Imageopfer können, das ist sich selbst toll darzustellen.

Man muss es ihnen lassen, niemand schafft es so gut Gefühle, Humor, Sex (werden dann aber aus dem Programm genommen), Unterhaltung und so weiter in 30 Sekunden zu packen. Dazu gibt es zu fast jeder Super Bowl Kampagne ein eigenes Hashtag. Wenn man die einen nutzt, kann man etwas gewinnen, bei anderen spendet das Unternehmen Summe X pro Hashtag an Projekt Y.

Was ich im Endeffekt, als Marketingaffiner Wikinger, sinnvoller finde, als die Menschen stur auf irgendwelchen Hotlines bescheuerte Fragen zu beantworten. Ich mein, das gab's schon, als ich Kind war. Wollen wir uns dann mal ein wenig entwickeln? Meine Herren!

Um zu zeigen was ich meine, hab ich mal meine Lieblings-Super-Bowl-XL-Spots in die Playlist oben zusammen gepackt. Dazu geb ich Euch hier meine Best-of-10. 

10. Audi und der alte Astronaut

Gutes Beispiel zum Thema "Gefühle". Ein Audi belebt einen alternden Raumfahrer neu.

9. Amy Schumer und Seth Rogen für die Bud Light Partei

Viele bekannte Gesichter, ein paar gute Gags, dazu ein kühles Bud Light - nicht verkehrt.

8. Der Gouvernator mobilisiert die mobile Truppe

Arnie wirbt für ein neues online Spiel (sicherlich mit In-App-Käufen, hört damit auf, Kanye wird böse) und ich mag Ballerspiele.

7. Colgate tritt allen Softdrink Firmen ordentlich gegen das Knie.

Colgate macht alles richtig. Purrrfect. Wer den Film "Bottled Life" gesehen hat, sich mit der Haltung von Nestle zu Trinkwasser beschäftigt hat oder allgemein einfach weiß, dass Trinkwasser niemals wichtiger war, als zu unserer Zeit, der wird diesen Spot lieben. Denn an anderer Stelle treten mehrere Softdrink Firmen an, um Ihr Getränk an den Mann zu bringen und setzen sich durch Lobbyismus aktiv dafür ein, dass der Bevölkerung Trinkwasser als minderwertig verkauft wird. Und Colgate mach setzt sich für Wasser sparen ein. Nice.
(Nur am Rande oben findet Ihr auch den Budweiser Spot, darin die heiße Helen Mirren und ein Hashtag #GiveADamn - wenn man dieses nutzt, spendet Bud 1$ an Fahrsicherheitsprojekte - und man könnte die Anzahl der Nutzung raus bekommen und Bud auf den Zahn fühlen)

6. Buick ist jetzt anders - der Hund erklärt Euch das

Hunde müssen, ob laufend, oder bellend oder Honda hat sogar einen sprechenden Hund, Hunde müssen. Bei Buick kommen sie sogar im Rudel und klären sich über den neuen Look der Buicks ab.

5. Deadpool himself ist nicht dabei (dazu am Ende mehr)...

...aber - das tolle ist - wer weiß schon wo der aufhört und wo Ryan Reynolds aufhört. Und dann ist noch die Frage: Welcher Ryan Reynolds? Und das ist nicht der einzige Hint zum Merc with a mouth, sein Partner ist nur höher platziert. Doch jetzt erst einmal Ryan. Girls, es wird heiß!

4. Mehr sexy als die Angels geht darf nicht

Whuat?! Ja, ich mein, wer würde nicht jedes einzelne Angel gern im Vollkontakt kennen lernen, aber ein (total bescheuerter, was will man von den Hippies auch verlangen, dann doch lieber Panzer) PETA Spot und ein weiterer Kate Upton Spot haben es in diesem Jahr nicht an der Erotik Zensurhürde vorbei geschafft. Im Header findet Ihr sie aber doch. Und hier der (zeitweise Stop-Motion-Animiert wirkende) Spot der Victorias Secret Angels & Devils.

3. George und Weezy hängen ab

Man kann von Lil Waynes Rap Skillz ja halten was man will. Aber dass der Typ nen Unterhaltungsfaktor hat ist einfach nicht von der Hand zu weisen. Dazu kommt dann noch George Washington mit Burger Buns und Jeff Goldblum fliegt ein - ne wilde Sause.

2. Deadpools Filmkumpel auf Platz 2

T.J. Miller spielt im Deadpool Film den Dude von Deadpool Weasel. Im Spot von Shock Top disst er sich mit dem Maskottchen auf einem Zapfhahn in einer Bar. Beste Unterhaltung 😀

1. Verkleidete, wetzende Dackel

Der doppelte Wortwitz ist schon mal sehr cool. Dackel werden in den Staaten oft als Wiener Dogs bezeichnet, weil sie wie ein Wiener Würstchen aussehen und woraus besteht ein Hot Dog? Aus Brötchen, Ketchup, Gürkchen und Wiener Würstchen. Achtet mal auf den Kleinen dazwischen mit seinen Stummelbeinchen, CUTE!

Eins noch! Wer den kommenden Star am Heldenhimmel beim Super Bowl vermisst, der muss beachten, dass Wadey Wilson wohl eher so sehr auf American Football steht, wie ich auf Fußball. Denn der lässt scheinbar mit einem eigenen Super Bowl Spot auf sich warten und veröffentlichte dafür folgenden Spot in der letzten Woche: