Summer Edition – Best of New Music Friday Juni 2018

Wieder ist ein Monat rum und wieder fällt mir das viel zu spät auf. Zumindest was die Best of New Music Friday Veröffentlichung angeht. Dennoch bekomme ich es dieses Mal hin, meine Best Of New Music Friday Playlist noch im darauf folgenden Monat zu kicken.

Nun ist die Playlist komplett und kann präsentiert werden. Wie immer ist eine bunte Mischung dabei raus gekommen, da ich auch in diesem Monat keinen feuchten Futzi auf Genregrenzen gebe.

Somit dürfte auch für fast jeden etwas dabei sein. Ich wünsche viel Spaß damit und ich hoffe, Ihr habt etwas mehr Spaß in dieser Hitze als ich.

Best of NewMusicFriday April & Mai

Mächtig spät dran mit der NewMusicFriday Zusammenfassung, ich weiß. Und ich will auch gar nicht lange darüber schreiben warum, wieso, weshalb. Ich prügel einfach weiter die Hoffnung vor mir her, dass ich irgendwann mal wieder genug Ruhe und Zeit habe intensiver zu schreiben.

Es gab mal eine Zeit, in der mir das echt gut tat. Mittlerweile weiß ich nicht mehr so recht was mir gut tut. Zumindest Musik tut gut und daher gibt es nun die besten Neuveröffentlichungen aus April und Mai.

Somit doppelt auf die Ohren 😉

Dazu sei verraten, dass ich bereits am nächsten Post sitze. Ich versuch es hin  zu bekommen, alles, irgendwie.

Euch erstmal viel Spaß mit den Tunes!

Im Märzen der Bauer die Beats fresh auflegt! Best of NewMusicFriday März 2018

In diesem musikalischen Rückblick des NewMusicFriday März 2018 muss ich mal wieder etwas ausholen. Einerseits um meine Wahl für meine Lieblings-Neuveröffentlichungen des Monat März 2018 teilweise zu erklären, andererseits, weil ich aufgrund meines Backgrounds denke einige Erkenntnisse und Zusammenhänge zu haben, die dem gewöhnlichen Echobeobachter fehlen.

Es hat also einen aktuellen Hintergrund. Doch eins nach dem anderen. Was ist passiert? In diesem Jahr standen Kollegah und Farid Bang für Teile ihrer Texte in der Kritik der deutschen Musiklandschaft.

Im Detail geht es um Zeilen, wie “Körper definierter als Ausschwitzinsassen” und “…komm mal Heim und hau erst mal meine Frau kaputt”. Nicht cool! Ich mein, das macht man ja nicht, weil man sich unbedingt öffentlich als überdurchschnittliches Arschloch präsentieren möchte. Vielleicht macht man so was auch nur, weil es sich verkauft und es da draußen mehr als ein paar Leute gibt, die einen dafür noch feiern.

Wie konnte es denn nur so weit kommen?

Gehen wir mal weit zurück. Wie konnte Rap eigentlich passieren? Grundsätzlich war es so, dass Menschen aus nicht so glücklich ausgestatteten Vierteln es satthatten sich gegenseitig aufs Maul zu hauen und sich lieber mit Worten messen wollten. Und gerade im Battle-Rap ist es so, dass man schnell in einem Bereich ist, wo man sich die abscheulichsten Dinge an den Kopf werfen wird und irgendwann auf einem Level ist, wo es nur noch schwer ist, noch etwas raus zu hauen, was das zuvor vom “Gegner” gesagte noch toppt.

Aber am Ende ist dieser verbale Austausch von Prügel noch hinnehmbarer, als wirkliche Prügel oder Schlimmeres. Wenn dann jedoch jemand Außenstehendes dazu kommt, mag das auf den, ohne Kenntnis der Hintergründe als komplett abstoßend wirken. Jedoch ist der Satz “Ich hau Dich!” noch vertretbarer, als wirklich zu hauen.

Ich will hier nichts und niemanden in Schutz nehmen – darauf komme ich gleich noch. Es geht nur darum, ansatzweise eine Erklärung dafür zu finden. Wenn ich an meine Jugend zurückdenke, erinnere ich mich noch gut daran, wie ich erstmals “LMS” von Kool Savas gehört habe – das hat mich schon schwer beeindruckt. Das war was GANZ anderes, was da auf einen zu kam. Zu dem Zeitpunkt und in dem Alter war das einfach mindblowing. Klar stellte man sich die Frage, wie man auf so was kommt und ob man das einfach so bringen kann. Aber man hat gemerkt, dass es hier wirklich noch um verbale Competition ging. Das war noch klarer Battle Rap – ich komm mit krasseren Rhymes, Vergleichen und Gedanken, als Du aus Tasche.

Als Nächstes kam dann die Gangster Rap Welle, was anfangs schwer war. Teilweise war manches noch cool, anderes jedoch fühlte sich schon schwer falsch an. Dazu wurde man erwachsener und verlor das Interesse an den übelsten Dingen, die man über Beats in Worte fassen kann.

Und nun?!

Rückblickend bin ich jetzt in einem Alter, wo ich es auch nicht mehr nachvollziehen kann, wieso man als heranwachsender so sehr auf so was stehen kann. Aber es gab ja auch eine Zeit, wo einen Horrorfilme so blutig und abstoßend wie möglich angezogen haben, was mittlerweile jedoch zumeist nicht mehr so richtig entertaining ist.

Ich hab keine Ahnung, wieso Kolle & Farid auf die Idee kamen so was zu kicken. Jedenfalls sind die damit erfolgreich und fallen auf. Ich kann mit den beiden nicht so richtig was anfangen. Farid ist mir schon ganz sympathisch, weil er noch versucht Eisen aus dem Feuer zu ziehen. Kolle hingegen versteh ich komplett gar nicht mehr. Der Typ war mal ein netter Kerl, der mit Prinz Pi Musik gemacht hat und Malwettbewerbe in der Schule gewonnen hat. Er konnte rappen, vielleicht sogar besser als manch andere. Doch irgendwann hat er sich bewusst dazu entschieden einen auf Gangster machen zu wollen, die Beweggründe dazu dürften auf der Hand liegen – es gibt einen Markt dafür. Nebenbei hat er Jura studiert und ist auch nicht der allerdümmste Kerl unter der Sonne Midgards.

Doch immer, wenn man sich solche Ecken begibt, kommen auch Dinge mit sich, die man womöglich eigentlich gar nicht eingeplant hat. Schutzgeldzahlungen, Rocker-Gangs, Großfamilien, mafiöse Strukturen, Gewalt, Drogen, weiß der Hugo. Also fängt man an zu trainieren, macht Kampftraining, sucht sich Stiernacken, die einen vor den wirklich Gewalttätigen schützen. Versteh ich auch noch. Was ich nicht verstehe, ist wie man dann bei einem Rap-Battle einen Gegner schlagen und treten kann, der einem aus reiner Show heraus die Sonnenbrille von der Nase mopsen will.

Wenn wir jetzt wieder zurückdenken, wieso Rap eigentlich erfunden wurde – ist das ja das komplette Gegenteil und lässt mich dann auch wieder an seinem Intellekt zweifeln.

Ich meine, es war auch Kool Savas, der mal etwas sagte wie: Es kann ja sein, dass ein Gangster durch Rap zum Rapper wird. Aber was ist das denn, wenn ein Rapper durch Rap zum Gangster wird?

Fazit

Wie gesagt, ich will hier niemanden in Schutz nehmen und auch nicht sagen, dass das okay ist, solche Texte zu kicken. Was ich jedoch will, ist zum Nachdenken anregen. Wir bewegen uns hier in einem Bereich, der für den “normalen” Menschen nicht immer auf Anhieb klar nachvollziehbar ist.

Und was ist derzeit schon nachvollziehbar? Ich wundere mich schon seit Längerem. Über AFD Politiker, die sich Applaus dafür abholen, dass sie eine Gruppe von Menschen immer und immer wieder in eine Ecke drängen. Über Menschen, die in wohltätigem Umfeld ebenso immer und immer wieder versuchen den schwarzen Peter einer Gruppe zuzuschieben und nicht mal ansatzweise dafür kritisiert werden. Von Facebook-Kommentaren und Hetze durch orange Clowns will ich gar nicht anfangen. Und dass in einem Bereich Leute sich für Dinge einsetzen, während anderswo Gewalt gegen Frauen verharmlost werden soll. Ich versteh’s schon lange nicht mehr.

Wenn man Kinder hat und die auf so was stoßen, muss man lange und intensiv reden. Und erklären, was cool ist und was überhaupt nicht cool ist. Wobei ich mich auch frage, was das bringen soll, wenn ich mich bei Twitter auch schon dafür erklären musste, dass in Comics ja auch Gewalt ausgeübt wird – aber gegen wen denn? Wen verkloppen Iron Man, Cap, Thor & Co denn? Migranten? Frauen? Tiere? Worüber reden wir denn hier?!

Mit so was kann man einem doch auch wirklich nur kommen, wenn man sehr behütet aufwuchs und offensichtlich keine Ahnung hat, was in anderen Ecken des Landes an der Tagesordnung ist. Ich finde, es ist auch immer eine Frage, für welche Seite man kämpft, doch kampflos ergibt man sich oder verschließt man sich – meine Meinung.

Wieso erzählst Du uns das?!

In diesem Monat habe ich auch zwei Kandidaten in der Liste, die womöglich durch das was sie sagen aus den anderen Vorschlägen klar herausstechen. Zum einen Fard zum anderen MC Bomber. Fard kommt aus Gladbeck, ist Migrant und ist sehr wahrscheinlich auch mit manchem, wovon er berichtet groß geworden. Auch er sagt so manches Grenzwertiges, doch dazwischen erkennt man auch immer wieder Herz. Hier geht es nicht nur darum eine Käuferschaft zu bespaßen, sondern auch Dinge, die einem passiert sind, zu verarbeiten. Und dazu kommt noch der Aspekt, dass man als MC (Rapper) noch krasser sein muss als andere MCs – somit fallen hier auch Wörter, die man nicht überall derart bringen würde.

Anders ist es mit MC Bomber. Der Typ bespielt die gute, alte Battle-Rap Idee. Verbal aufs Maul, ende aus. Natürlich stößt das auch an. Aber es geht hier nicht darum, dass man mit physischer Gewalt im eigenen Umfeld wirklich umgehen muss.

Ich habe wirklich keine Ahnung, wie man darauf kommt solche Zeilen, wie die von Kollegah und Farid Bang, zu schreiben. Mir würden 1.000 andere Dinge einfallen, mit denen ich meinen Gegner verbal aus der Fassung bringen kann. Ich kann es mir nur so erklären, dass sie wissen, dass es da draußen Leute gibt, die so was feiern – und dann geht es nur um Absatz in einem Markt, den ich gar nicht bespielen wollen würde. Mir würde es um die Kunst gehen und nicht um jeden Preis noch ein paar Kröten mehr zu machen und schon gar nicht bei Menschen, die so was gut heißen. Das ist meine persönliche Meinung zu der Sache.

Sweet, sweet Music!

Mir war es sehr wichtig das Ganze hier vorher kurz abzukaspern, um zu erklären, was das in meinen Empfehlungen verloren hat. Diese Welt ist nicht nur gut und so passiert auch in der Musik manchmal etwas, was nicht nur Ohr und Herz oder Hirn berührt, sondern auch auf anderen Ebenen unterhält. Es kommt zwar nur noch selten vor, dass ich Bedarf an solcher Unterhaltung habe, dennoch verstehe ich es und bin damit groß geworden. Und auch wenn manche Menschen das denken, bin ich nicht das pure böse, als das mich manche gern verkaufen wollen würden.

Ja, es werden böse Wörter fallen und ja, das mag manchen unterhalten und vielleicht sogar belustigen. Doch es ist die Frage, ob man einen “Deine Mutter” Spruch von der Leine lässt oder die Opfer eines der grausamsten Verbrechen der Menschheitsgeschichte nutzt, um ein paar Verwirrte auf seine Seite zu ziehen.

Soviel dazu. Kommen wir nun zum eigentlichen Punkt: Sweet, sweet Music!

Ich spare mir jetzt mal eine Zusammenfassung der Empfehlungen, da ich entweder zu viel schreiben würde oder sowieso die Hälfte vergessen. Daher lege ich Euch die Playlist einfach hier ab und Ihr könnt selbst Eure Highlights zusammensuchen.

Viel Spaß dabei!

 

So klang der Februar – Best of NewMusicFriday

Nun bin ich doch über das Wochenende dazu gekommen, alle neuen Tunes aus dem Februar zu checken und dabei ist, wie immer, eine bunte NewMusicFriday Mischung entstanden. Was leicht unfassbar ist, soviel wie ich dieses Wochenende gegessen habe. Und mit Pizza- oder Rippchenfingern Displays zu bedienen ist nicht so richtig gut.

Dennoch habe ich es irgendwie hin bekommen und werde nach dieser US-Food-Woche mal zwei Wochen bewusster essen – sonst muss man mich noch irgendwann aus Thrudheim raus schneiden /o\

Highlights im Februar

  • Ich hab Turbonegro für mich entdeckt. Und das solltet Ihr Euch auch einmal anhören. Ich empfehle „Hot for Nietzsche“.
  • Childish Gambino hat nach seinem Grammy Gewinnen ein paar alte Alben re-released.
  • Da der gute Justin Timberlake die Halbzeitshow des Super Bowls gerocked hat, hat er gleich ein neues Album raus gezimmert. Und da er nun auch wieder mit Pharrell zusammenarbeiten darf (Labels haben sie manchmal nicht mehr alle), ist es auch noch echt gut geworden.
  • Auch Curse hat ein neues Album released – was man delfinitiv (no Typo) mal hören sollte.
  • Ebenso Onyx, die ollen Rap-Veteranen, haben was Neues für uns.
  • Ein geheimer Fan bin ich von Mario Biondi, der wieder was von sich hören lässt – aber nicht immer verstehen 😉
  • Wer wie ich auf Comics UND Rap steht, der sollte spätestens jetzt mal Czarface checken. Denn die verknüpfen ihre Texte gern mal mit Verweisen auf diese bunt gemalten Hefte mit den Männern in ulkigen Kostümen.
  • Fall Out Boy waren bei Spotify zu Gast und haben ein wenig was eingespielt – unbedingt checken muss man das Cover von Whitney Houston’s „I wanna dance with somebody“ – ich liebe neu interpretierte Sing-alongs mit Gitarrenunterstützung.
  • Worüber ich mich auch immer wieder freue, sind Neuigkeiten von Breaking Benjamin – heroische Gutarrenmusik ahead!
  • Experimentell wird es wieder bei Black Milk – auf jeden Fall mal rein hören.
  • Frank Ocean hat ebenfalls ein Cover zu Moon River released – ich mag seinen Sound.
  • Und Drake versteh ich zunehmend mehr. Als altbekannter Spätzünder habe ich von Drake über Jay-Z’s „Blueprint 3“ erfahren. Anfangs konnte ich nicht richtig was mit ihm anfangen, dann verstand ich zunehmend den Hype und den damit einhergehenden Hass anderer. Mittlerweile erkenne ich mich irgendwie oft wieder. Darf man so was sagen oder ist das schon anmaßend?! Auf jeden Fall müsst Ihr „God’s Plan“ hören. Ich pack Euch das Video dazu, denn darin haut Drake einfach mal knapp eine Millionen Dollar für wohltätige Zwecke raus. Darunter auch ein freier Einkaufsbummel für Menschen aus einem Viertel, dem es scheinbar nicht so gut geht, wie zum Beispiel dem orangenen Clown im weißen Haus. Ein Guter ist der Drake!

Playlist

108 Tracks, 7 Stunden, 17 Minuten voll auf die Ohren – BITTESCHÖN!

So klang der erste Monat – NewMusicFridays Januar 2018

Habt Ihr gemerkt, oder? Ich komme nicht mehr so richtig dazu zu bloggen und zu NewMusicFridays. Ja, irgendwann dachte ich mir: Hey, wieso machst Du nicht das was Du liebst und schreibst nur noch Zeug ins Interwebs? Dann hast Du mehr Zeit für den Blog und für andere schöne Sachen, wie pffft, Frauen, Musik, Alkohol, Essen machen, Comics und so was (ich hab den entsetzten Seufzer gehört, dass ich Frauen als Sache bezeichnet habe, wer mich kennt und trotzdem seufzt, sollte seinen Humormuskel mal trainieren und seinen Empörungsmuskel mal entspannen).

Zu früh gefreut. Ich mein, nicht dass ich das, was ich grad so treibe, nicht gern mache und es sich nicht lohnen würde und es nicht ziemlich wolke ist, wenn man sein eigener Chefe ist. Doch irgendwie bleibt nur noch sehr wenig Zeit für das, was nur Zweck zum Mittel sein sollte.

Also mache ich was mir den Kühlschrank voll und die Kunden und Ämter glücklich macht und schaue, dass ich hier und da etwas Zeit raus hole, um mich um das zu kümmern, was ich liebe. Vieles andere bleibt zwar auf der Strecke, aber jammern ist jetzt auch nicht so mein Ding.

Weitermachen!

Und so geht die Zeit an mir vorbei und ich bemerke, dass es ja noch Freitage gibt – das, was für andere ein Ziel ist (Wochenende), ist für mich ein durchlaufender Posten. Auch dann geht die Sonne auf und auch dann haben Kunden Wünsche.

Ende des Monats kippe ich dann die Playlist mit neuer Musik aus und jage mir an die 500 Tracks nacheinander durch die Öhrchen, um Euch dann eine Playlist mit den besten Tracks daraus zu präsentieren.

Hier also die neue Playlist zu den gesammelten NewMusicFridays des Januars 2018. Viel Spaß damit und bis bald, verehrte Leserschaft.